Politik

"Ja, könnt' ich" Scholz lässt Arroganz-Vorwurf zurückweisen

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Olaf Scholz habe zur Frage der Sicherheitsgarantien alles gesagt, was zu sagen ist, so seine Sprecherin.

(Foto: dpa)

Weil er auf die Frage einer Journalistin beim G7-Gipfel eine Nicht-Antwort liefert, muss sich Kanzler Scholz von Medienvertretern Arroganz vorwerfen lassen. Nun reagiert eine Sprecherin auf den Vorwurf - und weist ihn erwartungsgemäß zurück.

Die Bundesregierung hat Vorwürfe am Auftreten von Bundeskanzler Olaf Scholz bei der Abschlusspressekonferenz des G7-Gipfels in Elmau zurückgewiesen. Gefragt, wie sie auf den Vorwurf reagiere, Scholz habe dort arrogant auf die Frage einer Journalistin reagiert, antwortete die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann: "Den Vorwurf kann ich natürlich nur zurückweisen an dieser Stelle."

Eine Journalistin der Deutschen Welle hatte Scholz bei der Pressekonferenz auf Sicherheitsgarantien für die Ukraine angesprochen, die Thema auf dem Gipfel waren. "Könnten Sie konkretisieren, welche Sicherheitsgarantien das sind?", fragte sie. Der Bundeskanzler antwortete lächelnd: "Ja", (kurze Pause) "könnt' ich", (längere Pause) "das wars". Er wollte damit wohl klarmachen, dass er nicht weiter darauf antworten wird.

Im Netz wurde das von einigen Medienvertretern als arrogant kritisiert. Unter anderem wurde ihm Überheblichkeit und Patzigkeit attestiert. Die Journalistin selbst schrieb auf Twitter, es sei schade, dass der Kanzler nicht geantwortet habe. Die Frage sei durchaus ernst gemeint gewesen.

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Andere verteidigten Scholz. So fragte etwa die SPD-Bundestagsabgeordnete Isabel Cademartori auf Twitter, warum ein "Die kriegst du nicht, Alter" aus dem Mund von Wirtschaftsminister Robert Habeck besser sei als ein "ironisches-grinsendes 'Ja. Könnte ich'".

Auch zum Inhalt der Frage äußerte sich die Sprecherin des Kanzlers. Scholz habe auf die Frage nach Sicherheitsgarantien für die Ukraine mehrfach ausführlich im Zusammenhang mit G7 geantwortet und habe dazu alles gesagt, was dazu im Moment zu sagen sei.

Quelle: ntv.de, jug/AFP

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