Politik

Bildungsnotstand in Deutschland Schüler und Studenten streiken

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Weltweit finden in einer Aktionswoche Demonstrationen für bessere Bildung statt.

(Foto: dpa)

Die Bildung gehört noch immer zu den großen Themen in Deutschland. Obgleich die Regierung versichert, den Bildungsstandort zu fördern und vor allem in die Leuchttürme unter den Wissensspeichern investiert, ist die Schulbildung weiter Ländersache. Und die Länder sind chronisch Pleite. Gegen diese Missstände machen Schüler und Studenten mobil.

Tausende Schüler, Studenten und Auszubildende aus ganz Deutschland haben für eine bessere Bildung demonstriert. Die jungen Protestierenden forderten mehr Geld für Bildung, die Einführung der Gemeinschaftsschule, Ausbildungs- und Studienplätze für alle und mehr Lehrer für kleinere Klassen. Einige Demonstranten trugen Schilder mit Aufschriften wie "Freie Bildung für alle" und "Kämpfen um zu lernen".

In mehr als 30 deutschen Städten demonstrierten Jugendliche gegen ungerechte Verhältnisse im Bildungssystem. Vor allem in Brandenburg gingen Schüler und Eltern von Schulen in freier Trägerschaft auf die Straße, um Stimmung gegen die geplanten Etatkürzungen des Bundeslandes ausschließlich für Privatschulen zu machen.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft begrüßte den Bildungsstreik und sagte: "Das Recht auf Zugang zu kostenfreier Bildung für alle muss das Ziel sein. Das beginnt in der Kita, geht bis zum Master und darüber hinaus zu lebenslangem Lernen."

Hintergrund der Protestaktionen war die "Global Weeks of Action for Education" – eine internationale Bewegung von Schülern und Studenten. Noch bis zum 20. November wollen sich junge Menschen weltweit für Solidarität und freie Bildung einsetzen.

Quelle: n-tv.de, dpa

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