Politik

25 Millionen Computersimulationen Statistik: Clinton ist Sieg kaum zu nehmen

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Wird Hillary Clinton am 8. November jubeln? Die Wahrscheinlichkeit dafür ist hoch.

(Foto: imago/UPI Photo)

Erst in zehn Wochen wird in den USA gewählt - doch Statistiker meinen schon jetzt, den Ausgang zu kennen. Nach aktuellem Stand wird Demokratin Hillary Clinton mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent die erste US-Präsidentin.

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Hillary Clinton würde beim jetzigen Stand der Umfragen mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent das nächste Staatsoberhaupt der USA. Das geht aus einer Reuters/Ipsos-Studie hervor, die auf Daten des Projekts "States of the Nation" basiert. Demnach liegt die Ex-Außenministerin nicht nur sechs Prozentpunkte vor ihrem republikanischen Rivalen Donald Trump. Sie würde dabei auch Siege in den wichtigen Bundesstaaten Florida, Ohio und Virginia einfahren.

Gegenwärtig hat Clinton den Projektdaten zufolge mindestens 268 Stimmen im Wahlmännerkollegium sicher, nur zwei weniger als sie zum Sieg benötigt. Trump kann bislang auf mindestens 179 Stimmen in dem Gremium zählen, dessen Mitglieder die Mehrheitsverhältnisse in den einzelnen Bundesstaaten abbilden. Das "States of the Nation"-Projekt beruht auf einer wöchentlichen Online-Befragung von etwa 16.000 Menschen und berücksichtigt unter anderem demografische Faktoren, Parteizugehörigkeit und die Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Stimmabgabe.

Auf dieser Grundlage werden mehr als 25 Millionen Computersimulationen durchgespielt, um den wahrscheinlichsten Ausgang der Abstimmung am 8. November zu ermitteln. Allerdings weisen Experten darauf hin, dass in den zehn Wochen bis zur Wahl noch viel passieren kann. "Es gibt immer die Möglichkeit einer Überraschung im Oktober", sagte der Politikwissenschaftler Tom Smith von der University of Chicago.

"October surprise" kann alles ändern

Mit dem Begriff des "October surprise" wird in der US-Politik ein großes Ereignis oder eine neue Entwicklung bezeichnet, die noch kurz vor der Wahl zu einem Stimmungsumschwung führt. Auf demokratischer Seite könnten das neue Enthüllungen über Spenden an Clintons Stiftung sein. Beide Kandidaten treten zudem noch in mehreren TV-Duellen gegeneinander an. Trotzdem zeigen die Simulationen, dass Trump besonders bei Frauen, gemäßigten Republikanern und Minderheiten deutlich an Zuspruch gewinnen muss, wenn er eine Chance auf die Nachfolge von Barack Obama haben will.

Selbst eine 100-prozentige Wahlbeteiligung der weißen US-Bürger bei einer gleichzeitigen Halbierung der Beteiligung von Afroamerikanern und Hispanics im Vergleich zum Jahr 2012 würde dem umstrittenen Immobilienmilliardär nicht reichen. Ohne einen neuen Skandal aufseiten Clintons "sehe ich einfach keine Möglichkeit für Trump aufzuholen", sagte Smith.

Quelle: n-tv.de, jug/rts