Politik

Trotz Rassismus-Vorwürfen Trump nennt Coronavirus erneut "Kung Flu"

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Trump im Wahlkampfmodus: "Kung Flu, ja, Kung Flu."

(Foto: picture alliance/dpa)

US-Präsident Trump ist im Wahlkampfmodus. Die Gefahr, die vom Coronavirus ausgeht, spielt er dabei herunter. Erneut nennt er es "Kung Flu", verweist damit auf seine angebliche Herkunft und vergleicht es mit einer normalen Grippe. Rassismus-Kritik prallt an ihm ab.

Trotz Rassismus-Vorwürfen hält US-Präsident Donald Trump an seiner Bezeichnung "Kung Flu" für das Coronavirus fest. Trump sagte bei einem Auftritt vor jubelnden Anhängern in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona, er kenne "19 oder 20 Namen" für das Virus, das zunächst in China festgestellt worden war und sich dann über die Welt verbreitete. "Es gab noch nie etwas, wofür es so viele Namen gab", sagte Trump weiter. Als aus dem Publikum "Kung Flu"-Rufe ertönten, sagte der Präsident unter Applaus: "Kung Flu, ja, Kung Flu."

Trump hat das Coronavirus entgegen der Einschätzung von Experten wiederholt mit einer Grippe verglichen - auf Englisch "Flu". Der Präsident hatte erstmals am Samstag bei einer Wahlkampf-Kundgebung in Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma gesagt, er kenne für das "chinesische Virus" verschiedene Namen, darunter "Kung Flu".

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, war vor Trumps Auftritt in Arizona bei einer Pressekonferenz gefragt worden, warum Trump den rassistischen "Kung Flu" benutze. McEnancy widersprach der Einschätzung, dass der Begriff rassistisch sei, und sagte, Trump wolle mit dem Begriff nur auf die Herkunft des Virus aufmerksam machen. Dem US-Präsidenten wird regelmäßig vorgeworfen, von seiner Verantwortung von den verheerenden Folgen des Virus in den USA ablenken zu wollen.

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Trump sieht sich weiteren Rassismus-Vorwürfen ausgesetzt. Das gilt besonders seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis am 25. Mai. Trump hat den Tod Floyds zwar mehrfach verurteilt und das Recht auf friedliche Demonstrationen betont. Ihm wird jedoch vorgeworfen, sich nicht klar gegen Rassismus zu positionieren und zu wenig Verständnis für den Zorn über Diskriminierung und Ungerechtigkeit zu zeigen.

Quelle: ntv.de, bad/dpa