Politik

Im Süden der Ukraine Ukraine: Russische Truppen ziehen sich vereinzelt zurück

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Die Antoniwskyj-Brücke verband die Städte Cherson und Oleschky miteinander, bevor sie beim Abzug russischer Truppen vollends zerstört wurde.

(Foto: dpa)

Nach dem Abzug russischer Truppen aus der Großstadt Cherson trennt der große Fluss Dnipro die Kriegsparteien. Auf dem von Russland gehaltenen Ufer beobachtet das ukrainische Militär nun eine Verringerung der Streitkräfte - und zieht daraus seine eigenen Schlüsse.

Russische Truppen ziehen sich nach ukrainischen Angaben vom Ostufer des Flusses Dnipro im Süden des Landes vereinzelt zurück. "Eine abnehmende Zahl russischer Soldaten und militärischer Ausrüstung ist in der Stadt Oleschky zu beobachten", heißt es in einer Stellungnahme des ukrainischen Militärs.

Oleschky liegt gegenüber der Stadt Cherson, die unlängst von den russischen Streitkräften geräumt worden war. In dem Gebiet seien mittlerweile nur noch russische Reservisten stationiert, hieß es weiter, was bedeuten würde, dass die Eliteeinheiten abgezogen worden wären.

Die Angaben konnten bisher nicht unabhängig überprüfen. Unklar ist bislang auch, ob ukrainische Truppen bereits den Dnipro überquert und auf der östlichen Seite des Flusses Stellung bezogen haben.

In den vergangenen Tagen hatten die russischen Streitkräfte die Stadt Cherson wiederholt mit Raketen beschossen. Zuletzt fiel dadurch erneut der Strom in der Stadt aus, wie der dortige Regionalgouverneur mitteilte. Erst in der vergangenen Woche war die Stadt wieder mit Elektrizität versorgt worden.

Die Region Cherson ist neben Saporischschja, Donezk und Luhansk eine der vier ukrainischen Gebiete, die Russland Ende September annektiert hat. Die Ukraine und der Westen erkennen dies nicht an. Allerdings haben die russischen Streitkräfte die Kontrolle über weite Teile der Region seitdem verloren. Vergangenen Monat hatten sich die russischen Truppen aus der Stadt Cherson zurückgezogen.

Quelle: ntv.de, kst/rts

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