Politik

"Erst, wenn Ölembargo kommt" Verschiebung von Neun-Euro-Ticket gefordert

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Der vzbv fordert, die Preisentwicklung an den Zapfsäulen stärker zu beobachten.

(Foto: picture alliance / SVEN SIMON)

Noch ist das Ölembargo gegen Russland nicht beschlossen, doch es dürfte für kräftige Preisaufschläge sorgen. Verbraucherschützer raten der Bundesregierung deshalb, Tankrabatt und Neun-Euro-Ticket zu verschieben.

Mit Blick auf das von der EU-Kommission angekündigte Ölembargo gegen Russland fordern deutsche Verbraucherschützer einen Aufschub geplanten Energie-Entlastungsmaßnahmen. Ein Ende des vom Bund geplanten Tankrabatts und Neun-Euro-Tickets im ÖVPN bei gleichzeitigem Start des Einfuhrverbots russischer Energieträger hätte fatale Auswirkungen auf viele Verbraucher, erklärte Marion Jungbluth von der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Sollten die Preise infolge des Embargos steigen, müsse die Bundesregierung wirksam gegensteuern können.

Die Ampel sollte deshalb Tankrabatt und Neun-Euro-Monatsticket vorerst verschieben und in der Hinterhand behalten, forderte Jungbluth. Gleichzeitig müsse die Bundesregierung die Preisentwicklung an den Zapfsäulen kritisch beobachten und einschreiten, wenn sich Mineralölkonzerne und Raffinerien in der Krise bereichern wollten.

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Außerdem müsse für Verbraucher, "die auf das eigene Auto angewiesen sind, Kraftstoff für die alltäglich notwendige Mobilität überall in Deutschland verfügbar sein", erklärte Jungbluth weiter. Nötig seien zudem mehr Anstrengungen zum Energiesparen. "Hilfreich wären ein Tempolimit und die Förderung und Vernetzung von Mitfahrplattformen."

Tankrabatt und Neun-Euro-Ticket sollen ab dem 1. Juni für je drei Monate gelten. Das Ticket soll bundesweit im ÖPNV gelten. Den Tankrabatt beziffert die Regierung beim Benzin mit 30 Cent je Liter, beim Diesel mit 14 Cent je Liter.

Quelle: ntv.de, bek/AFP

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