Politik

Bericht über Suchtverhalten Veruntreute Strache Parteigeld für Spiel?

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Die Vorwürfe gegen Heinz-Christian Strache wurden erstmals 2015 erhoben.

(Foto: imago images/Eibner Europa)

Spätestens seit der Affäre um ein auf Ibiza aufgenommenes Video kommt Heinz-Christian Strache nicht aus den Negativschlagzeilen heraus. Nun werden gegen den Ex-Vizekanzler Österreichs Vorwürfe laut, er habe Parteigelder veruntreut - für ein mobiles Spiel.

Die Skandale um den früheren österreichischen Vizekanzler Heinz-Christian Strache nehmen kein Ende. Wie mehrere Medien in der Alpenrepublik berichten, soll der Ex-FPÖ-Chef einem mobilen Spiel derart verfallen sein, dass er auf Parteikosten zusätzliche Funktionen freischaltete. Monatlich soll er 2000 bis 3000 Euro für "Clash of Clans" ausgegeben haben, berichtet der "Standard".

Ein entsprechender Vorwurf sei bereits im März 2015 an das Bundeskriminalamt herangetragen worden. Ein ehemaliger Vertrauter Straches - ein Anwalt, der auch in die Ibiza-Affäre verstrickt sein soll - habe diese Behauptung seinerzeit aufgestellt, so das Medium. Auch die "Kleine Zeitung" berichtete demnach, dass Strache vorgeworfen wurde, "süchtig" nach dem Spiel "Clash of Clans" zu sein.

Dem "Standard" zufolge gab der Ex-Spitzenpolitiker an, er habe aus Versehen eine Zahlung mit der Parteikreditkarte bezahlt. Diese "Mikrotransaktion" habe er zurückgezahlt und anschließend seine eigene Kreditkarte in dem Game hinterlegt. Das Strategiespiel zielt nach Angaben der Entwickler von Supercell darauf ab, ein Dorf und eine Armee aufzubauen und mit dieser gegen verfeindete Clans in die Schlacht zu ziehen.

Die Affäre um ein in Ibiza aufgenommenes Video hatte im Mai dieses Jahres für ein politisches Beben in Österreich gesorgt. Das heimlich gedrehte Enthüllungsvideo zeigt, wie Strache vor der Parlamentswahl 2017 einer vermeintlichen russischen Oligarchen-Nichte im Gegenzug für Wahlkampfhilfe Staatsaufträge in Aussicht stellt. Nach den Berichten darüber kam es zum Bruch der Regierungskoalition aus ÖVP und FPÖ sowie zu vorgezogenen Neuwahlen Ende September.

Die FPÖ schloss Strache Mitte Dezember aus der Partei aus. Er war 14 Jahre lang Chef der Rechtspopulisten. Anfang September wurden gegen ihn des Weiteren Vorwürfe wegen der Veruntreuung von Parteigeldern laut. Die österreichische Staatsanwaltschaft bestätigte kurz darauf, Ermittlungen in dem Fall eingeleitet zu haben. Die Ermittler warfen Strache vor, Spesen falsch abgerechnet zu haben. Strache wies diese Vorwürfe zurück. Entgegen früherer Ankündigungen deutete der 50-Jährige inzwischen an, dass er sich aus der Politik zurückziehen wird. Drei Verbündete Straches gründeten im Dezember eine neue politische Gruppierung.

Quelle: ntv.de, fzö/AFP

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