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Eher Trainings- denn Titelduell Alba Berlin zerlegt kraftlosen FC Bayern

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Jaleen Smith erzielte 13 Punkte für Alba Berlin.

(Foto: dpa)

Alba Berlin marschiert beeindruckend durch das Basketball-Finale der BBL und gewinnt auch Spiel zwei gegen Bayern München. Mit einer zwischenzeitlichen Machtdemonstration baut der Hauptstadt-Klub seine Mega-Serie aus und steht vor dem Titel-Hattrick.

Der deutsche Basketball-Meister Alba Berlin ist noch einen Sieg vom Titel-Hattrick in der Basketball-Bundesliga entfernt. Die Mannschaft von Trainer Israel Gonzalez gewann beim FC Bayern München mit 71:58 (38:26) und somit ihr 19. Spiel hintereinander. In der Best-of-five-Serie erhöhte der Hauptstadt-Klub auf 2:0. In einer sehr temporeichen aber oft fehleranfälligen Partie im Münchner Audi Dome waren Maodo Lo und Jaleen Smith mit je 13 Punkten für Alba und der Münchner Deshaun Thomas mit ebenfalls 13 Zählern die erfolgreichsten Korbjäger.

"Wir haben sehr gut gespielt, aber es ist nur ein Etappensieg", sagte der Berlins Oscar da Silva bei Magentasport. Das wichtigste Spiel komme nun am Freitag und es wäre schön, dann den Sack zumachen zu können. "Wir wollen es unserem Heimpublikum gönnen", sagte der 23-Jährige. Münchens Trainer Andrea Trinchieri haderte vor allem mit der ersten Hälfte. "Wir hatten eine sehr schlechte erste Halbzeit in der Offensive. Wir haben in der zweiten Halbzeit einiges probiert, aber das war definitiv nicht genug." Alba habe verdient gewonnen. "Sie waren besser." Verloren geben wollte Trinchieri die Meisterschaft aber noch nicht: "Höre niemals auf zu kämpfen."

Den nötigen Push wollte Münchens Geschäftsführer Marko Pesic eigentlich von den Rängen haben - doch ohne den verletzten Führungsspieler Vladimir Lucic verpatzte sein Team den Start völlig und lag schnell mit 2:7 zurück. Nachdem es in Spiel eins noch ein Dreierfestival gegeben hatten, scheiterten beide Teams in einer zerfahrenen Anfangsphase mehrfach aus der Distanz. Dass Alba am Ende des ersten Viertels lediglich mit 18:16 führte, lag an eigenen Unkonzentriertheiten in der Offensive. Vor den Augen von Bayerns Ehrenpräsident und Edelfan Uli Hoeneß gestikulierte sich Trinchieri in gewohnter Weise in Rage.

Extrem schwache Wurfquoten

In der Folge blieben die Abschlussquoten der Teams schwach. Alba verteidigte clever, ohne Fouls zu provozieren. Der Kraftspeicher der Münchner schien nach den Strapazen der letzten Wochen aufgebraucht. Berlins Oscar da Silva erhöhte durch ein sehenswertes Dunking Mitte des zweiten Viertels auf 24:18. Alba-Coach Gonzalez sah nun ein variables Spiel seiner Mannschaft, die vermehrt von Fehlern der Hausherren im Aufbauspiel profitierte. Nationalspieler Maodo Lo sorgte per Korbleger für den verdienten 38:26-Pausenstand.

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Nach der Halbzeit und einer deftigen Ansprache von Trinchieri lieferten die Münchner in den ersten Minuten einen Kampf auf Augenhöhe. Der erste Dreier von Andi Obst zum 33:44 sorgte für ein großes Beben in der ausverkauften Arena. Doch widerspenstige Berliner zeigten sich unbeeindruckt und kombinierten sich nach Belieben Richtung FCB-Korb. Die Partie wirkte nach einem zwischenzeitlichen 17-Punkte-Vorsprung wie ein Berliner Trainingsspiel und nicht wie ein Endspiel um die Meisterschaft.

Angetrieben von ihrem Heimpublikum versuchten die Münchner, im Endspurt letzte Kraftreserven freizusetzen. Doch die Hypothek aus den ersten Vierteln war zu groß. Der Vorjahreschampion aus der Hauptstadt brachte den komfortablen Vorsprung über die Zeit und kann bereits mit einem Sieg in Spiel drei Meister werden.

Quelle: ntv.de, Jordan Raza, dpa

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