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Williams verpasst 24. Titel Andreescu gewinnt überraschend US Open

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Bianca Andreescu triumphierte als erste Kanadierin im Einzel bei einem Grand-Slam-Turnier.

(Foto: imago images / Kyodo News)

Die Aufsteigerin des Jahres, Bianca Andreescu, verdirbt dem Superstar Serena Williams ihren 24. Grand-Slam-Titel. Der kanadische Teenager gewinnt die US Open gegen den amerikanischen Superstar glatt in zwei Sätzen, am Ende wird es verdammt knapp. Williams muss nun auf die nächste Rekord-Chance warten.

Bianca Andreescu hat die US Open gewonnen und den 24. Grand-Slam-Titel des 37-jährigen US-Superstars Serena Williams verhindert. Die 19-Jährige siegte im Endspiel mit 6:3, 7:5 und gewann gleich ihr erstes Major-Endspiel. Gleichzeitig triumphierte sie als erste Kanadierin im Einzel bei einem Grand-Slam-Turnier. Williams verpasste hingegen ihren siebten Titel in New York und liegt weiter einen Grand-Slam-Sieg hinter Rekordhalterin Margaret Court. 24 Einzel-Titel hatte die Australierin von 1960 bis 1973 bei den vier Majors gewonnen. Andreescu verwandelte nach 1:40 Stunden ihren dritten Matchball.

Die 19-Jährige erreichte bei ihrem Hauptfeld-Debüt in New York als erst zweite Kanadierin ein Major-Finale und gehört einem Kreis von nur sechs Spielerinnen an, die binnen ihrer ersten vier Grand-Slam-Teilnahmen bereits das Endspiel erreichten. "Das fühlt sich nicht real an", sagte Andreescu vor dem Finale: "Es ist ein Traum, der wahr wird, gegen Serena im Finale der US Open zu spielen. Es ist verrückt."

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Williams stand bereits viermal seit der Geburt ihrer Tochter Alexis Olympia im September 2017 einen Schritt vor der Einstellung der Bestmarke - und scheiterte. In Wimbledon hatte sie die Finals gegen Angelique Kerber und Simona Halep verloren, im Vorjahr ebenfalls das Endspiel in New York unter skandalösen Umständen gegen Naomi Osaka.

Damals hatte sie im Finale völlig die Nerven verloren und sich mit Schiedsrichter Carlos Ramos angelegt, diesen als "Dieb" und  "Lügner" bezeichnet. Für ihre Ausbrüche kassierte die US-Amerikanerin mehrere Verwarnungen und schließlich eine Spielstrafe, später bezichtigte sie Ramos des Sexismus.

Die Aufsteigerin des Jahres

Andreescu, die bei Williams' erstem Grand-Slam-Triumph in New York 1999 noch nicht einmal geboren war, ist zweifelsohne die Aufsteigerin des Jahres. Als Nummer 152 der Welt war der Teenager in die Saison gestartet und kletterte bis zu den US Open auf Rang 15, alle vorherigen sieben Matches gegen Top-10-Spielerinnen hatte sie in diesem Jahr für sich entschieden. "Das Selbstvertrauen wird mir helfen", sagte sie im Kabinengang direkt vor ihrem Final-Debüt bei einem Major.

Einen nervösen Start legte Williams hin. Nach zwei Doppelfehlern schenkte sie Andreescu gleich ihr erstes Aufschlagspiel, die Favoritin reagierte wütend: Bei neun Winnern in den ersten vier Spielen leistete sie sich auch schon neun unerzwungene Fehler, Andreescu gab hingegen keinen einzigen vermeidbaren Punkt ab. Die Kanadierin agierte unbekümmert und mutig, Williams kam mit der aggressiven Spielweise nur schwer zurecht und wehrte bei 2:4 mit höchster Mühe fünf Breakbälle ab.

Auch die Nummer acht der Welt konnte anschließend bei Andreescus Aufschlag eine Chance zum Ausgleich nicht nutzen, nach 42 Minuten gab Williams mit einem weiteren Doppelfehler den ersten Satz ab. Danach ging es drunter und drüber: Als nach einem weiteren Serviceverlust der Amerikanerin im zweiten Durchgang alles zugunsten von Andreescu zu laufen schien, schlug Williams umgehend mit dem Rebreak zurück. Doch Andreescu blieb zunächst unbeeindruckt, nahm Williams die nächsten beiden Aufschlagspiele ab und hatte beim Stand von 5:1 bereits einen Matchball.

Mit der Niederlage vor Augen und angepeitscht vom frenetischen Publikum im Arthur-Ashe-Stadium bäumte sich Williams aber nochmals auf, gewann vier Spiele in Folge und glich zum 5:5 aus. Dann fand Andreescu aber wieder zurück in die Spur und verwandelte schließlich ihren dritten Matchball.

Quelle: n-tv.de, agr/dpa/sid

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