Sport

Ruderer erklärt sich via Twitter Athletenvertreter stellt sich gegen Hörmann

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Athletenvertreter Jonathan Koch distanzierte sich via Twitter von der Erklärung des DOSB-Präsidiums.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, steht wegen seines Führungsstils massiv in der Kritik. Wichtige Gremien sprechen ihm jedoch ihr Vertrauen aus. Athletenvertreter Jonathan Koch widerspricht nun dem Präsidium via Twitter.

Athletenvertreter Jonathan Koch hat sich von einer Erklärung des DOSB-Präsidiums distanziert, in der Verbandschef Alfons Hörmann das "uneingeschränkte Vertrauen" ausgesprochen wird. Bei der Abstimmung über eine Positionierung zu den Vorwürfen von Mitarbeitern des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am vergangenen Freitag habe er sich enthalten, stellte der Ruderer in einer Erklärung bei Twitter klar. Mit der Wortwahl in Teilen der vom DOSB veröffentlichten Stellungnahme sei er nicht einverstanden gewesen. "Trotz meiner Enthaltung wurde ich namentlich unter dieser Positionierung aufgeführt. Dies möchte ich hiermit richtigstellen", schrieb Koch.

Auslöser für die Unruhe beim Dachverband war ein anonymer Brief aus dem Mitarbeiterkreis, in dem der Führungsstil und das Verhalten Hörmanns scharf kritisiert werden. Neben dem DOSB-Vorstand sprach auch das Präsidium dem 60-Jährigen das Vertrauen aus. Man sei über das Schreiben "verwundert" und lehne "diesen Stil der Kommunikation und den eingeschlagenen Weg über die Medien ab."

Koch betonte, zu den Vorwürfen sei eine "gründliche, unabhängige und ergebnisoffene Untersuchung" nötig. Er versicherte zugleich, die Zusammenarbeit mit Hörmann und der DOSB-Spitze sei "stets konstruktiv, vertrauensvoll und respektvoll" gewesen. Der 35-Jährige äußerte die Hoffnung, dass Betroffene sich an die Ethik-Kommission und andere Beschwerdestellen im DOSB wenden "und so eine vollständige Aufklärung der Vorwürfe ermöglichen."

Die DOSB-Führung hatte zugesichert, die Anschuldigungen ernst zu nehmen und die Ethik-Kommission unter dem Vorsitz des früheren Bundesinnenministers Thomas de Maizière eingeschaltet. In dem anonymen Brief wird eine "Kultur der Angst" im Verband angeprangert und das angebliche Fehlen von Respekt und Fairplay in den Führungsgremien beklagt.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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