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Siegemund lässt Kerber allein Auch Kohlschreiber scheitert in Melbourne

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Aus und vorbei: Philipp Kohlschreiber verabschiedet sich bereits in Runde zwei von den Australian Open.

(Foto: dpa)

Bei den Australian Open in Melbourne sind von 13 gestarteten deutschen Tennisprofis plötzlich nur noch zwei dabei, weil Laura Siegemund, Philipp Kohlschreiber und Maximilian Marterer ihre Zweitrundenpartien verlieren - trotz teilweise starker Leistungen.

Das deutsche Tennis-Aufgebot bei den Australian Open wird immer kleiner. Am vierten Turniertag schieden Philipp Kohlschreiber, Maximilian Marterer und Laura Siegemund in der zweiten Runde aus. Der dreimalige Achtelfinalist Kohlschreiber unterlag in einem hart umkämpften Match dem Portugiesen João Sousa 5:7, 6:4, 6:7 (4:7), 7:5, 4:6.

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Der 35-jährige Kohlschreiber musste sich Sousa an einem schwül-heißen Tag nach 4:18 Stunden geschlagen geben. Ein Aufschlagverlust zum 1:2 im fünften Satz und eine verpasste Chance, zum 4:4 auszugleichen, brachten die Entscheidung zugunsten des 29-jährigen Portugiesen. Zum Anfang des vierten Satzes war die Partie für mehr als eine Stunde wegen Regens unterbrochen, auch danach gab es immer wieder Pausen, weil es tröpfelte.

Wenig später ist Marterer bei dem Grand-Slam-Turnier ausgeschieden. Der 23-Jährige verlor 6:7 (8:10), 6:7 (8:10), 7:5, 4:6 gegen den ein Jahr älteren Franzosen Lucas Pouille. Marterer bot über weite Strecken eine gute Leistung in der engen Partie, konnte aber in beiden Tiebreaks Satzbälle nicht nutzen. Nach 3:22 Stunden nutzte Pouille seinen ersten Matchball.

Fehlerfestival von Siegemund

Siegemund scheiterte als vorletzte der sechs deutschen Tennis-Damen in der zweiten Runde. Nach dem 3:6, 4:6 gegen die Weltranglisten-27. Hsieh Su-Wei aus Taiwan ist nur Angelique Kerber in Melbourne in Runde drei dabei. Die Wimbledonsiegerin trifft am Freitag zur deutschen Vormittagszeit im letzten Spiel des Tages in der Rod-Laver-Arena auf die australische Außenseiterin Kimberly Birrell.

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Auch Laura Siegemund ist bei den Australian Open in der zweiten Runde ausgeschieden.

(Foto: imago/Hasenkopf)

Siegemund war über den verpassten Sprung in die dritte Runde zwar enttäuscht, aber insgesamt nicht unzufrieden. "Für mich ist das trotzdem ein großer Erfolg. Ich bin auch zufrieden, wie ich heute gespielt habe", sagte sie. Nach einem 2017 erlittenen Kreuzbandriss versucht Siegemund seit ihrer Rückkehr, an alte Form anzuknüpfen. Derzeit ist die Schwäbin die Nummer 110 der Weltrangliste, dürfte aber einen Schritt nach vorn machen.

Zwei Tage nach ihrem überraschenden Erfolg gegen die frühere Weltranglisten-Erste Victoria Asarenka aus Weißrussland konnte Siegemund nicht ganz an diese Leistung anknüpfen. Gegen die 33-jährige Hsieh, die sie bestens aus gemeinsamen Doppel-Auftritten kennt, lag Siegemund nach nur sieben Minuten schon 0:3 zurück. Die 30-Jährige machte zu viele Fehler, um es nach 2016 zum zweiten Mal unter die letzten 32 der Australian Open zu schaffen. Siegemund stemmte sich nach dem 2:5 im zweiten Satz zwar gegen das Aus, doch nach 1:33 Stunden musste sie sich der letztjährigen Achtelfinalistin geschlagen geben.

Andrea Petkovic kehrte drei Tage nach ihrer Aufgabe im Einzel, als sie wegen starken Schwindels nicht weiterspielen konnte, auf den Platz zurück. Im Doppel schied die Darmstädterin an der Seite von Einzel-Olympiasiegerin Monica Puig aus Puerto Rico aber aus. Gegen Eri Hosumi aus Japan und Alicja Rosolska aus Polen hieß es 5:7, 4:6.

Quelle: n-tv.de, cri/dpa

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