Drama-Finish bei den Frauen

Beide Staffeln schwimmen zu deutschem Rekord - aber zu nur einer EM-Medaille

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Sie flogen praktisch durchs Wasser - für deutsche Verhältnisse: die Staffel der Herren. (Foto: picture alliance/dpa/AP)
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10.08.2026 | 20:21 Uhr
Bei der Schwimm-EM in Paris stehen die 4x200 Meter Freistil auf dem Programm. Beide DSV-Staffeln schaffen die Strecke jeweils in deutscher Bestzeit. Doch eine Medaille gibt es nur bei den Herren.

Olympiasieger Lukas Märtens hat mit der Freistil-Staffel bei der Schwimm-EM in Paris für die erste deutsche Medaille im Becken gesorgt. Der Weltmeister und Weltrekordler über 400 Meter Freistil sicherte als Startschwimmer mit Timo Sorgius, Jarno Bäschnitt und Cornelius Jahn dem DSV-Team über die 4x200 Meter in deutscher Rekordzeit von 7:02,28 Minuten Bronze.

Zuletzt war es einer deutschen Männer-Staffel auf dieser Strecke 2014 gelungen, auf das Podium zu schwimmen. Damals hatte sich das Team um Paul Biedermann Gold beim Heimspiel in Berlin gesichert. Das DSV-Quartett um Märtens hatte sich am Vormittag noch mit der schnellsten Vorlaufzeit für das Finale qualifiziert. Dort ging Gold aber an Großbritannien (7:01,52) vor Frankreich (7:02,23).

Kurz zuvor sind die deutschen Freistil-Schwimmerinnen im Staffel-Finale leer ausgegangen. Das DSV-Quartett mit Maya Tobehn, Linda Roth, Nina Holt und Nicole Maier musste sich über 4x200 Meter trotz deutscher Rekordzeit von 7:49,14 Minuten mit Platz vier zufriedengeben, zu einer Medaille fehlte nach einem dramatischen Finish nur eine Hundertstelsekunde. Gold ging an Großbritannien (7:45,93), Silber an Ungarn (7:49,09). Dritter wurde Russland (7:49,13). Noch nach der letzten Wende hatte die deutsche Schluss-Schwimmerin auf Silberkurs gelegen, konnte den knappen Vorsprung aber nicht über die letzten 50 Meter bringen.

Am Vormittag hatten die Deutschen noch mit der zweitschnellsten Vorlaufzeit überzeugt. Im Finale verbesserten sie die deutsche Bestmarke aus dem Jahr 2006 (7:50,82), verpassten dennoch Edelmetall. Zuletzt war es einer deutschen Frauen-Staffel in dieser Disziplin 2018 gelungen, auf das Podium zu schwimmen. Damals hatten Sarah Köhler, Isabel Gose, Reva Foos und Annika Bruhm Bronze gewonnen.

Verwendete Quellen: ntv.de, ses/sid