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Auch Olympia-Quali geplatzt DBB-Team blamiert sich mit WM-Aus

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Auch Paul Zipser konnte die zweite Niederlage im zweiten Gruppenspiel nicht verhindern.

(Foto: imago images / kolbert-press)

Die deutschen Basketballer scheiden bei der WM in China nach der zweiten Niederlage im zweiten Spiel aus. Das Team um NBA-Profi Dennis Schröder zeigte beim 68:70 (39:37) gegen die Dominikanische Republik eine blamable Leistung. Frankreichs anschließender Sieg besiegelt das DBB-Schicksal.

Dennis Schröder schaute ungläubig zur Hallendecke, Daniel Theis verschränkte die Arme hinter dem Kopf und biss in sein Trikot: Die deutschen Basketballer müssen bei der WM in China nach einer historischen 68:70 (39:37)-Niederlage gegen den Außenseiter Dominikanische Republik das Vorrunden-Aus hinnehmen, weil Jordanien zudem gegen Frankreich verlor. Nach der zweiten Pleite im zweiten Spiel ist für das Team um den schwachen NBA-Star Schröder zudem der Traum von den Olympischen Spielen geplatzt. "Ich finde, dass wir weit unter unseren Möglichkeiten bleiben im Moment", sagte der sichtlich niedergeschlagene Bundestrainer Henrik Rödl beim Streamingdienst Magenta Sport. "Natürlich ist das jetzt in diesem Augenblick sehr enttäuschend. Das ist bitter, da müssen wir durch."

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Bester deutscher Werfer mit 20 Punkten war Schröder, der aber auch weit von seiner Topform entfernt war. Erstmals verlor eine Auswahl des Deutschen Basketball Bunds ihre ersten beiden WM-Spiele. Weil Frankreich im anschließenden Spiel einen souveränen 103:64 (50:33)-Sieg gegen Jordanien feierte, ist der Sprung in die Zwischenrunde unmöglich. Stattdessen spielt Deutschland nun um die Plätze 17 bis 32. Ohne die Top 16 zu erreichen, sind die Chancen, sich sportlich für die Olympia 2020 in Tokio zu erreichen, deutlich gesunken. Das Rödl-Team war auch vom eigenen Verband als eines der talentiertesten der deutschen Basketball-Geschichte eingeschätzt worden. "Die Spieler waren alle mit ganzem Herzen dabei und sind alle sehr enttäuscht", sagte Rödl.

Wieder misslingt der Start ins Spiel

Der Bundestrainer vertraute im ersten deutschen Duell mit den Dominikanern überhaupt der gleichen Anfangsformation wie gegen Frankreich. Beim 74:78 im Duell mit dem Titelanwärter am Sonntag hatte sich die DBB-Auswahl mit vier Punkten im ersten Viertel den schlechtesten Abschnitt der deutschen WM-Geschichte geleistet. Und schon wieder misslang der Start komplett. Die Dominikaner kamen zu einfachen Punkten, das deutsche Team wirkte auch in der Offensive erneut zögerlich und gehemmt. Schnell betrug der Rückstand 0:8 - missmutig schauend stand Rödl mit verschränkten Armen vor dem schwarzen Poloshirt an der Seitenlinie.

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(Foto: imago images / Camera 4)

Aber auch ohne Auszeit arbeitete sich seine Mannschaft zunächst selbst aus der Misere. Nach 140 Sekunden erzielte Center Theis die ersten Punkte, Ismet Akpinar versenkte den Premieren-Dreier, Schröder brachte sein Team beim 13:12 erstmals in Führung. Der 25-Jährige lenkte die deutsche Offensive, fand seinen Kumpel Theis mit schönen Vorlagen, zog immer wieder zum Korb. "Ihr sollt laufen, laufen, laufen", forderte Rödl sein Team beim 21:16 nach dem ersten Viertel zu schnellen Angriffen auf.

Keine Konsequenz in der Offensive

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In der Pause ließ sich Schröder von Osteopath Jo Kaufmann am Rücken behandeln. Erst im Liegen, dann auf einem Stuhl sitzend wurde der 25-Jährige über mehrere Minuten massiert. Zwischenzeitlich lag das deutsche Team mit neun Punkten vorne, Schröder kehrte auf das Parkett zurück - doch sein Team suchte weiter die nötige Sicherheit. Mehrfach fehlte die letzte Konsequenz unter dem gegnerischen Korb. Nach einem völlig unnötigen Offensivfoul und der anschließenden Auswechslung donnerte der formschwache Ex-NBA-Profi Paul Zipser frustriert sein weißes Handtuch auf den Boden. Nur weil die Dominikaner lediglich einen ihrer elf Dreipunktewürfe trafen, rettete das deutsche Team eine magere Führung von zwei Zählern in die Halbzeitpause.

Und es ging zäh weiter. Von außen fiel kaum ein Wurf, plötzlich versenkten die Dominikaner ihre Dreier und lagen wieder mit 47:45 vorne. Das Team aus der Karibik zog sogar zu Beginn des letzten Abschnitts sogar auf 60:52 davon - es entwickelte sich eine packende Schlussphase. Mit 68:70 lag Deutschland zurück, Schröder hatte den Ball, zog zum Korb, passte auf Danilo Barthel - doch der vergab die letzte Chance.

Quelle: ntv.de, Florian Lütticke, dpa