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Sensations-Finale gegen Norwegen Dänemarks Handballer vergolden Heim-WM

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Dänen-Star Mikkel Hansen schenkte den Norwegern sieben Tore ein.

(Foto: REUTERS)

Der Fluch ist besiegt: Vor eigenem Publikum krönt sich Dänemark nach zuvor drei verlorenen Finals erstmals zum Handball-Weltmeister. Nach der Halbfinal-Gala gegen Rekord-Weltmeister Frankreich sind die Dänen auch von Norwegen nicht zu stoppen. Der beste Spieler steht im dänischen Tor.

Angetrieben von ihren euphorischen Fans und dank des überragenden Torhüters Niklas Landin haben sich Dänemarks Handballer in der Heimat erstmals zum Weltmeister gekrönt. In einem überraschend einseitigen Finale setzten sich die Dänen vor lautstarkem Publikum im heimischen Herning deutlich mit 31:22 (18:11) gegen Deutschland-Bezwinger Norwegen durch. Damit setzte das Team von Trainer Nicolaj Jacobsen einen sensationellen Schlusspunkt unter ein grandioses Turnier. Im zehnten Turnierspiel war es der zehnte Sieg, der nach zuvor drei Endspiel-Niederlagen 1967, 2011 und 2013 den ersten WM-Titel überhaupt für Dänemark bedeutete.

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Fast unbezwingbar im dänischen Tor: Keeper Niklas Landin, der Norwegen zur Verzweiflung trieb.

(Foto: imago/Bildbyran)

Mit Abstand bester Däne in der ausverkauften Arena war Torhüter Landin vom THW Kiel, der die Norweger mit etlichen Paraden zur Verzweiflung trieb. Erfolgreichster Werfer des neuen Weltmeisters war Superstar Mikkel Hansen mit sieben Treffern, der mit insgesamt 72 Toren auch WM-Torschützenkönig wurde - und nach dem Finale schwärmte: "Wir waren oft nah dran.  Daher haben wir es jetzt verdient. Es ist unglaublich." Den Norwegern halfen auch die neun Treffer des Flensburger Bundesliga-Profis Magnus Jöndal nicht. Für die Mannschaft von Trainer Christian Berge war es die zweite Niederlage in einem WM-Finale nacheinander, nachdem sie 2017 gegen Frankreich verloren hatten.

Darauf hoffen, dass es diesmal zum WM-Titel reichen könnte, durften die Norweger nur in der Anfangsphase, als sie gut mithielten. Es entwickelte sich eine rasante Partie, in welcher die Gastgeber ganz klar von ihrem Heimvorteil profitierten. Das fast komplett in roten Trikots gekleidete Publikum in der Arena in Herning fieberte bei jeder Aktion ihres Teams lautstark mit. Vor allem Dänemarks Torhüter Landin lief schon in den ersten Minuten zur Höchstform auf, was die Fans zusätzlich anstachelte - und seiner Mannschaft eine beruhigende Führung bescherte.

Von Finalkomplex keine Spur

Gleich zehn Bundesliga-Profis standen im Kader der Dänen für dieses Endspiel. Maßgeblichen Anteil an dem hochverdienten Sieg hatten neben Landin auch die Flensburger Rasmus Lauge, Lasse Svan und Anders Zachariassen sowie Mads Mensah von den Rhein-Neckar Löwen. Auch der Hannoveraner Morten Olsen spielte stark. Und auch Dänemarks Coach Jacobsen kennt die deutsche Liga bestens - er trainiert neben dem Nationalteam seines Heimatlandes parallel noch bis zum Sommer die Löwen.

Dass die Dänen all ihre vorherigen WM-Endspiele 1967, 2011 und 2013 verloren hatten, merkte man ihnen überhaupt nicht an. Sie dominierten eine Partie, in welcher die Norweger sich nicht nur von der Lautstärke des Publikums, sondern auch von der Durchschlagskraft ihres Gegners beeindrucken ließen. Norwegens permanent von den Zuschauern ausgebuhter Superstar Sander Sagosen kam anders als noch beim Halbfinal-Sieg gegen Deutschland kaum zur Geltung.  Auch die gefürchteten Tempogegenstöße Norwegens unterbanden die Dänen weitestgehend. Und wenn sie mal gelangen, war meistens der überragende Torhüter Landin zur Stelle

Quelle: n-tv.de, cwo/dpa

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