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Biathletin feiert Rekord Dahlmeier gewinnt historisches WM-Gold

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Laura Dahlmeier schafft historisches und feiert ihr fünftes Gold bei einer Weltmeisterschaft.

(Foto: REUTERS)

Das ist einsame Spitze: Die deutsche Biathletin Laura Dahlmeier gewinnt im sechsten WM-Rennen die sechste Medaille. Wieder einmal glänzt diese golden. Mit ihrem historischen Erfolg verdrängt sie auch Rekord-Weltmeisterin Magdalena Neuner.

Laura Dahlmeier hat bei der Biathlon-WM in Hochfilzen ihre fünfte Goldmedaille gewonnen und damit Sportgeschichte geschrieben. Die 23-Jährige setzte sich am Sonntag zum Abschluss der Weltmeisterschaften in Tirol auch im Massenstart durch und holte damit als erste Biathlon-Sportlerin überhaupt bei einer WM fünf Titel.

Zudem schaffte sie es als erst dritte Biathletin, bei einem Championat in allen sechs WM-Rennen jeweils eine Medaille zu gewinnen. Die nun siebenmalige Weltmeisterin gewann Gold in der Verfolgung, im Einzel, Massenstart, der Damen- und Mixed-Staffel sowie Silber im Sprint. Sie ist zudem die erste im Biathlon überhaupt, die elf WM-Medaillen in Serie schaffte. "Das ist gigantisch, Wahnsinn, wie das alles ausgegangen ist. Dahinter steckt so viel Arbeit. Das ist ein ganz großes Geschenk", sagte Dahlmeier in der ARD.

Am Sonntag verwies sie die Amerikanerin Susan Dunklee und die Finnin Kaisa Mäkäräinen auf die Plätze zwei und drei. Damit ist Dahlmeier auch die erfolgreichste Deutsche bei einer WM. Rekord-Weltmeisterin Magdalena Neuner holte 2011 in Chanty-Mansijsk dreimal Gold und zweimal Silber.

Tausende feiern die Rekord-Biathletin

Die Entscheidung fiel auf der Schlussrunde, die Dunklee mit einem Vorsprung von 5,2 Sekunden in Angriff genommen hatte. Schritt für Schritt näherte sich Dahlmeier, beim langen Anstieg setzte sie dann die entscheidende Attacke. Auf der Zielgeraden durfte sie sich dann von Tausenden Fans feiern lassen. Dahlmeier hatte sportlich zwar vollends überzeugt, in der zweiten WM-Woche ihren zierlichen Körper aber extrem strapaziert. Sowohl nach dem Einzel-Erfolg als auch nach Staffel-Gold waren Blutdruck und Puls rapide in den Keller gesackt, beide Male musste sie vom deutschen Teamarzt behandelt werden. Ein kleines Fragezeichen stand also hinter dem Gesundheitszustand der Rekordjägerin, auch wenn sie vor dem Rennen meinte: "Es geht mir schon wieder recht gut."

Vom Start weg tummelte sich Dahlmeier - Gelbes Trikot, goldene Sonnenbrille - in der Spitzengruppe. Das Tempo war zu Beginn nicht allzu hoch, was auch den weiteren deutschen Starterinnen Vanessa Hinz (Schliersee) und Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) in die Karten spielte. Das deutsche Trio blieb beim ersten Anschlag dann auch ohne Fehlschuss, wengleich nur Dahlmeier das Stadion als Zweite unter den besten Zehn verließ.

Während sich Hildebrand (zwei Strafrunden) und Hinz (drei) mit der zweiten Einlage aus dem Kampf um die Spitzenpositionen schossen, blieb Dahlmeier ganz cool. Fünf Schüsse, fünf Treffer - zur Halbzeit deutete vieles auf die nächste Medaille der Bayerin hin. Es folgte das erste Stehendschießen, Dahlmeier traf erneut alle Scheiben und ging gemeinsam mit drei weiteren Athletinnen auf die Strecke. Mit dem letzten Schießen sicherte Dahlmeier sich die Medaille, über die Farbe entschied die letzte Runde. Dahlmeier sorgte im Alleingang dafür, dass die Schützlinge von Bundestrainer Gerald Hönig mit fünfmal Gold und einmal Silber das beste Ergebnis seit Östersund 2008 (4 Gold, 1 Silber) einfuhren.

Quelle: ntv.de, ara/dpa/sid

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