Kurz nach Horror-Crash

Paul wagt schnelles DTM-Comeback

imageVon Helena Sonntag
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Simon Connor Primm gibt am Sachsenring sein DTM-Debüt. (Foto: ADAC Motorsport)
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11.09.2026 | 13:29 Uhr
Beim DTM-Wochenende auf dem Sachsenring stehen zwei Lokalmatadore mit ganz unterschiedlichen Geschichten im Mittelpunkt. Maximilian Paul kehrt nur zwei Monate nach seinem schweren Unfall ins DTM-Cockpit zurück. Für den 21-jährigen Simon Connor Primm beginnt dagegen ein neues Kapitel.

Gut zwei Monate nach seinem schweren Unfall beim DTM-Rennen auf dem Norisring kehrt Maximilian Paul an diesem Wochenende ins Cockpit zurück. Anfang Juli hatte sich der 26-jährige Dresdner bei dem Unfall Brüche am Schien- und Wadenbein sowie am ersten Lendenwirbel zugezogen. Nach einer Operation und intensiver Reha saß er bereits Ende August beim offiziellen DTM-Test auf dem Sachsenring wieder im Rennwagen und schaffte damit den entscheidenden Schritt auf dem Weg zu seinem Comeback. 

Nur 50 Tage nach seinem Unfall absolvierte Paul dort 98 Runden im Lamborghini Temerario GT3. Damit übertraf der Dresdner auch die Erwartungen seines eigenen Teams. "Im Team gab es dann sogar eine Wette, dass ich keine 15 Runden schaffe – die habe ich gewonnen", erzählt Paul. Ganz schmerzfrei ist der 26-Jährige noch nicht. "Natürlich zwickt es nach zwei Monaten hier und da noch. Aber wenn ich mich nicht wohlfühlen würde, würde ich nicht fahren."

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Nach erfolgreicher Reha zurück in der DTM: Maximilian Paul (Foto: ADAC Motorsport)

Intensive Reha für die schnelle Rückkehr 

Den Weg zurück ins Renncockpit hat Paul mit einem umfangreichen Reha-Programm bestritten. "Ich habe die vergangenen zwei Monate gefühlt 80 Prozent der Zeit bei meinem Physio verbracht", berichtet der Dresdner. Neben täglicher Arbeit mit dem Physiotherapeuten stand dabei unter anderem Training im Wasser auf dem Programm. 

Beim Test auf dem Sachsenring war vor allem der Rücken zunächst ein Fragezeichen. "Meine größte Sorge war zunächst der Rücken, aber der hat super funktioniert", sagt Paul. Am Bein habe er zwar noch Schmerzen gespürt, konnte das Auto aber dennoch problemlos bewegen.

Nun will der Lokalmatador bei seinem Comeback wieder angreifen. "Ich freue mich jetzt einfach riesig, wieder im Auto zu sitzen und in der DTM anzugreifen, ohne mich eingeschränkt zu fühlen. Die Motivation und die Lust aufs Rennfahren sind viel größer als die kleinen Schmerzen", verkündet der junge Pilot. 

Primm vor seiner DTM-Premiere 

Während Paul auf dem Sachsenring an seiner Rückkehr arbeitet, steht für Simon Connor Primm der erste große DTM-Auftritt an. Der 21-Jährige aus Großschirma feiert bei seinem Heimspiel sein Debüt in der Rennserie. Primm fährt seit drei Jahren im ADAC GT Masters für HGL Racing. Am Sachsenring tritt das Team unter dem Namen Seyffarth Motorsport an – mit einem Audi R8 LMS GT3 Evo2.

Damit gibt es beim vorletzten Saisonstopp nicht nur einen sächsischen Debütanten, sondern auch eine neue Marke im Starterfeld: Audi kehrt erstmals in dieser Saison in die DTM zurück. Das Feld wächst damit auf neun Hersteller. 

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Simon Connor Primm im Audi. (Foto: ADAC Motorsport)

Audi-Rückkehr macht Debüt besonders 

Für Primm ist der Einsatz deshalb gleich aus mehreren Gründen etwas Besonderes: "Das ist eine einmalige Chance. Die DTM gehört für mich zu den besten Serien der Welt. Es war schon immer mein Traum, dort einmal zu fahren", sagt der Youngster. Dass er nun ausgerechnet auf dem Sachsenring erstmals in der DTM startet und dabei Audi zurück in die Serie bringt, verleiht dem Debüt zusätzliche Bedeutung.

Ganz unvorbereitet geht Primm allerdings nicht in sein erstes DTM-Wochenende. In den vergangenen beiden Wochen konnte er bereits zweimal mit einem GT4-Fahrzeug auf dem Sachsenring testen. 

Trotzdem weiß der 21-Jährige, dass ihn an diesem Wochenende eine große Herausforderung erwartet. "Für uns alle ist das ein Sprung ins kalte Wasser", sagt Primm. Sein Ziel sei deshalb zunächst ein fehlerfreies Wochenende und möglichst viel Erfahrung. Gleichzeitig wolle er sich mit den besten Fahrern messen. "Genau diese Herausforderung reizt mich." 

Verwendete Quelle: ntv.de