US-Präsident Donald Trump hat NBA-Superstar LeBron James scharf für sein Verhalten während der Nationalhymne kritisiert. Der 41 Jahre alte Basketballer sei eine "totale Schande", schrieb Trump auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social. James habe keinen Respekt für sein Land.
Auslöser der Kritik waren Videos, die zeigen, wie James während der Nationalhymne vor dem Auftaktspiel der Philadelphia 76ers gegen die New York Knicks scheinbar Trockenübungen für einen Golfschwung absolviert und danach Wurfbewegungen macht. Die anderen Basketballer standen am Dienstag mehr oder weniger still in einer Reihe, während die Hymne gesungen wurde.

Trump: "Vielleicht ist er ein Rassist"
Trump forderte James auf, sich bei den Veteranen und US-Soldaten zu entschuldigen, "die für die Flagge der USA und allem wofür sie steht, gestorben sind". Bereits in der Vergangenheit geriet Trump mit dem Sportler in einen Konflikt. Der US-Präsident hatte in seiner ersten Amtszeit Sportler angegriffen, die sich während der Nationalhymne aus Protest gegen rassistische Ungerechtigkeit niedergekniet hatten. So bezeichnete er die Geste im Jahr 2020 beispielsweise als "erbärmlich" und erklärte, den Fernseher auszustellen, wenn er Leute sehe, die knien.
James entgegnete damals, er glaube "wirklich nicht, dass die Basketball-Community traurig darüber ist, ihn als Zuschauer zu verlieren". Das Spiel gehe auch ohne Trump als Zuschauer weiter.
