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Berlin mit Meister-Comeback Eisbären-Triumph für die Geschichtsbücher

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Die Eisbären-Spieler bejubeln das entscheidende Tor zum 2:1 durch Leo Pföderl gegen die Grizzlys Wolfsburg.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Eisbären Berlin krönen sich zum Jubiläumsmeister. Der Hauptrundensieger der Nordgruppe gewinnt das dritte Play-off-Finale um den 100. deutschen Eishockey-Titel gegen die Grizzlys Wolfsburg. Dabei gelingt es den Berlinern auch in der dritten Runde, eine Niederlage in der ersten Partie wettzumachen.

Mit dem Jubiläumstitel zum Rekord: Die Eisbären Berlin haben gleich doppelt Eishockey-Geschichte geschrieben. Mit einem 2:1 (1:1, 1:0, 0:0)-Sieg im dritten Play-off-Finale gegen die Grizzlys Wolfsburg krönte sich der Hauptrundensieger der Nordgruppe zum 100. deutschen Meister. Den Silberpokal der Deutschen Eishockey Liga reckte Kapitän Frank Hördler bereits zum achten Mal in die Höhe, damit sind die Eisbären die alleinige Nummer eins der Titelträger.

Mark Olver (2. Minute) und Nationalspieler Leo Pföderl (24.) schossen die Berliner in der leeren Arena zum entscheidenden zweiten Sieg. Für die Wolfsburger, vom ehemaligen Bundestrainer Pat Cortina betreut, traf lediglich Mathis Olimb (3.).

Wolfsburger Ausgleich zählt zu Unrecht

Der Showdown begann spektakulär: Mit dem ersten Berliner Schuss erzielte Olver gleich die Führung. Doch nur 25 Sekunden später antworteten die Wolfsburger mit dem Ausgleich durch Olimb - dem allerdings ein Regelverstoß vorangegangen war. Valentin Busch hatte den Puck im Angriffsdrittel gehalten, obwohl er seinen Helm verloren hatte. Eigentlich hätte der Grizzlys-Stürmer auf die Strafbank geschickt werden müssen, doch den Videobeweis durften die Schiedsrichter nicht zu Rate ziehen.

Es ging mit hohem Tempo und harten Zweikämpfen weiter. Wolfsburg investierte deutlich mehr in die Offensive als beim 1:4 in eigener Halle. Mehrmals musste Nationaltorwart Mathias Niederberger im Tor der Berliner in höchster Not retten. Die Eisbären taten sich in der neutralen Zone gegen vier verteidigende Wolfsburger ähnlich schwer wie beim 2:3 nach Verlängerung im ersten Duell.

Im zweiten Durchgang wurde es besser: Nach sehenswerter Vorarbeit von Verteidiger Kai Wissmann traf Pföderl zum 2:1, die Eisbären bekamen das Spiel immer mehr in den Griff. Im Schlussdrittel drängten die Gäste auf den Ausgleich - aber vergeblich.

Die Feierlichkeiten beim Rekordmeister sehen allerdings anders aus als bei den sieben Titeln zuvor: keine jubelnden Fans auf den Rängen, wegen der Ausgangssperre und der Corona-Regeln auch kein feuchtfröhlicher Zug durchs Berliner Nachtleben.

Quelle: ntv.de, als/sid

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