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Bayern-Star im NBA-Anflug Kleber macht's wie Wunderkind Nowitzki

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Bayern-Star Maximilian Kleber könnte bei den Dallas Mavericks als Nowitzki-Ersatz fungieren.

(Foto: dpa)

"Made in Germany" steht in der NBA hoch im Kurs: Den jüngsten Beweis liefert Maximilian Kleber, der den Sprung in die beste Basketball-Liga der Welt schafft. In Dallas geht er bei Dirk Nowitzki in die Lehre - der freut sich mächtig auf den Würzburger Kollegen.

Maximilian Kleber stand mit funkelnden Augen vor der Skyline von Dallas und hatte Großes zu verkünden. "Mein Kindheitstraum geht in Erfüllung", sagte der 25 Jahre alte Basketball-Nationalspieler, nachdem er einen Zweijahresvertrag bei den Dallas Mavericks unterschrieben hatte. Kleber darf künftig beim großen Dirk Nowitzki in der NBA in die Lehre gehen.

19 Jahre nachdem Nowitzki als 20-jähriges Wunderkind seine einzigartige Karriere in der stärksten Liga der Welt gestartet hat, macht sich mit dem 14 Jahre jüngeren Kleber nun der nächste Würzburger auf zum Abenteuer in die USA. Nowitzki sei der "wohl beste Mentor, den man sich vorstellen kann", sagte Kleber in einer Videobotschaft, die sein bisheriger Klub Bayern München veröffentlichte.

"Zwei Würzburger Jungs in Dallas. Willkommen, Maxi", twitterte Nowitzki, 13-maliger Allstar, und kündigte sogleich seine Unterstützung für den neuen Teamkameraden an, der ebenfalls seinem Heimatverein s.oliver Würzburg entstammt. "Ich freue mich für Maxi. Er hat eine Chance verdient", sagte Nowitzki der "Bild"-Zeitung: "Ich hoffe, er fühlt sich schnell wohl. Ich werde versuchen, ihm bei allem zu helfen."

Der hochveranlagte 2,07 Meter große Flügelspieler Kleber ist der vierte Deutsche mit einem NBA-Vertrag für die kommende Saison neben Nowitzki, Dennis Schröder (Atlanta Hawks) und Paul Zipser (Chicago Bulls), der den FC Bayern vor einem Jahr Richtung Nordamerika verlassen hatte. Zudem steht Daniel Theis vor der Unterschrift bei Rekordmeister Boston Celtics. Youngster Isaiah Hartenstein kämpft bei den Houston Rockets in der Summer League um eine Chance.

Kleber kämpft um Kaderplatz

Während Nowitzki bei Dallas in seine 20. Saison geht, muss sich Kleber erst noch für einen Kaderplatz empfehlen. In München gehörte er in der vergangenen Spielzeit zu den Leistungsträgern. Kleber erzielte im Schnitt neun Punkte und holte dazu fünf Rebounds. Seine Quoten brachten ihm die Auszeichnung als effektivster deutscher BBL-Profi ein sowie eine Nominierung von Bundestrainer Chris Fleming ins 17-köpfige Aufgebot für die Vorbereitung auf die EM (31. August bis 17. September).

Bei den Bayern hinterlässt Kleber eine Lücke. "Uns fällt es natürlich schwer, ein so großes Talent und einen Publikumsfavoriten wie Maxi ziehen lassen zu müssen", sagte Geschäftsführer Marko Pesic. Allerdings empfinde der Klub auch ein wenig Stolz, dass ein Jahr nach dem Abschied von Zipser erneut ein deutscher Spieler des Vereins den Sprung ins Basketball-Wunderland schafft. Die Münchner dürfen sich wohl zudem über eine siebenstellige Ablösesumme freuen.

In der NBA könnte Kleber als Ersatzmann für Nowitzki zum Einsatz kommen - die Spielweise der beiden Deutschen ähnelt sich. "Ich bin aus Würzburg, relativ groß und werfe gerne. Von daher kommen die Vergleiche zwangsläufig", hat er einmal gesagt. Nach der Ankunft in Dallas dürfte dieses Thema ganz neue Dimensionen annehmen.

Quelle: ntv.de, Uli Schember und Peer Lasse Korff, sid

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