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Nächster Sieg in Europa League RB Leipzig steuert aufs Halbfinale zu

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Timo Werner beim Torjubel zum 1:0.

(Foto: imago/foto2press)

DFB-Stürmer Timo Werner rettet RB Leipzig in einem dürftigen Europa-League-Viertelfinale gegen Olympique Marseille. Dabei bricht Leipzig nicht nur endlich seine Gegentor-Serie, sondern könnte beim Rückspiel in der kommenden Woche Vereinsgeschichte schreiben.

Dank Nationalstürmer Timo Werner hat Fußball-Bundesligist RB Leipzig beste Chancen auf die Vorschlussrunde in der Europa League. Die Sachsen gewannen ihr Viertelfinal-Hinspiel gegen Olympique Marseille nach überwiegend karger Leistung dennoch mit 1:0 (1:0). Beim Rückspiel am 12. April reicht Leipzig damit schon ein Unentschieden zum ersten europäischen Halbfinale der Vereinsgeschichte. "Wir müssen genau dieses Spiel nochmal machen, physisch sind wir auf jeden Fall in der Lage dazu", sagte Leipzigs Emil Forsberg.

Kurz vor der Halbzeitpause traf Werner (45.+1) für den Bundesliga-Vizemeister nach einer unwiderstehlichen Einzelleistung zum Sieg. Damit brach RB vor 34.043 Zuschauern gegen Marseille seine Gegentor-Negativserie. Nachdem die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl in den ersten zehn internationalen Begegnungen nie ohne Gegentreffer geblieben war, klappte es gegen die Franzosen zum ersten Mal. Im Vergleich zum 3:2-Sieg in der Bundesliga bei Hannover 96 hatte Hasenhüttl seine Mannschaft nur auf zwei Positionen verändert. Innenverteidiger Dayot Upamecano ersetzte den gelbgesperrten Kapitän Willi Orban, während Lukas Klostermann für Bernardo als Linksverteidiger auflief. Bei Marseille fehlten Stammkeeper Steve Mandanda und Adil Rami aufgrund von Muskelblessuren. Rami wurde durch Ex-Bundesliga-Profi Luiz Gustavo im Abwehrzentrum ersetzt.

Leipzig offensiv blass

Vor der Partie hatte Hasenhüttl bereits darauf spekuliert, den Gegentor-Fluch zu brechen. Seine Mannschaft begann jedoch unsicher in der Defensive. Wie auch Marseille verstolperten die Sachsen im Spielaufbau viele Bälle und luden zu Kontern ein. So gelang den Gästen auch die erste richtige Torchance. Nach einer Flanke von Frankreichs Nationalspieler Dimitri Payet scheiterte Kostas Mitroglou (9.) aus nächster Nähe an RB-Torwart Peter Gulacsi. Erst danach setzte sich Leipzig in der französischen Hälfte fest, doch im Strafraum fehlte meist der letzte Pass. Zwingende Möglichkeiten blieben so auch in dieser Phase Mangelware. Ibrahima Konaté (22.) per Kopfball und Emil Forsberg (29.) nach direktem Freistoß zielten etwas zu hoch.

Gefährlicher war bis dato eindeutig Marseille. Kurz vor der Pause vergab Olympique gleich mehrere gute Gelegenheiten. Unter anderem traf Bouna Sarr (42.) mit einem Seitfallzieher die Latte, ehe Werner bei seinem Tor Keeper Yohann Pele auf dem falschen Fuß erwischte. Auch im zweiten Durchgang drang Marseille kurz nach Wiederbeginn sichtbar auf ein Tor und damit auf den Ausgleich. Lucas Ocampos (56.) per Hacke und der nimmermüde Payet (57.) vergaben beste Möglichkeiten. Leipzig gelang dagegen offensiv fast nichts, Entlastung verschafften meistens nur Standardsituationen. Sollten die Leipziger nun am kommenden Donnerstag tatsächlich die nächste Runde erreichen, sind sie der erste Europacup-Neuling seit dem FC Villarreal in der Saison 2003/2004, der in einem Halbfinale steht.

Quelle: n-tv.de, lou/sid

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