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Schmadtke soll Wolsfburg wieder in die Erfolgsspur bringen.
Schmadtke soll Wolsfburg wieder in die Erfolgsspur bringen.(Foto: dpa)
Donnerstag, 17. Mai 2018

Vielleicht auch in Liga eins: Schmadtke soll es in Wolfsburg richten

Mit Jörg Schmadtke soll es beim VfL Wolfsburg endlich wieder sportlich aufwärts gehen. Der Ex-Kölner soll als Sportchef das Machtvakuum füllen. Doch zuvor müssen die Wölfe erst noch hart um den Verbleib im Bundesliga-Oberhaus kämpfen.

Knapp 70 Millionen Euro für Transfers, drei Trainer und viele frustrierte Gesichter: Der VfL Wolfsburg hat in der abgelaufenen Bundesliga-Saison ein jämmerliches Bild abgegeben  und ist seinen Ansprüchen meilenweit hinterhergelaufen. Im Sommer soll es einen Neuanfang bei den Niedersachsen geben. Egal, ob in der erste oder zweite Liga - das Führungschaos soll mit Jörg Schmadtke ein Ende haben. "Da ist vieles nicht optimal gelaufen. Die Unruhe zieht sich  durch alle Ebenen wie ein Roter Faden", sagte Maximilian Arnold jüngst: "Das kommt auch ganz unten bei den Spielern an." Und beim Trainer. Rund um die so Relegations-Partien gegen Holstein Kiel ist Bruno Labbadia mangels eines Sportchefs zu einer One-Man-Show gezwungen.

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In der Saison war bei den Wolfsburgern der Wurm drin. Die Unruhe beim Hauptsponsor Volkswagen mit Diesel-Skandal und Führungsumbau färbte auch auf den Werksklub ab, mitten im Abstiegskampf wurde ein Wechsel des Aufsichtsrats vollzogen. Dort steht nun VW-Finanzvorstand Frank Witter an der Spitze und kann sich anscheinend schnell einen Coup auf die Fahne schreiben - Schmadtke ist ein profilierter Mann.

Wie der "Kicker" vermeldete, geht der 54-Jährige ab Sommer seine vierte Station als Sportchef bei einem Erstliga-Klub an. Der frühere Torhüter stand schon bei Alemannia Aachen, Hannover 96 und dem 1. FC Köln auf der Kommandobrücke. Nach seinem Rücktritt in Köln im Oktober 2017 ist er ohne Job. Mit Schmadtke soll endlich das Machtvakuum bei den Niedersachsen ausgefüllt werden, das seit dem Abgang von Klaus Allofs im Dezember 2016 herrschte. Einen Geschäftsführer Sport hat es danach nicht mehr gegeben, vieles blieb Stückwerk.

"Wolfsburg ist für mich unerklärlich"

Der inzwischen geschasste Sportdirektor Olaf Rebbe wurde den hohen Ansprüchen unter erschwerten Bedingungen nicht gerecht. Die Wechselposse um Horst Heldt - der Manager von Hannover 96 war offenbar die erste Wahl für Wolfsburgs Geschäftsführerposten - störte zusätzlich. "Wolfsburg ist für mich unerklärlich. Die Art und Weise, das Auftreten, diese Behäbigkeit", sagte Eurosport-Experte Matthias Sammer zuletzt. Das große Potenzial seiner Einzelkönner hat der Klub  in den vergangenen Jahren nicht mehr bündeln können.

Allofs hat dafür eine Erklärung: "Gerade in Wolfsburg braucht man Spieler, die  sich mit der Aufgabe zu einhundert Prozent identifizieren", sagte er bei Sky: "Das war nach August 2015 nicht mehr der Fall, viele Spieler wollten den Verein verlassen." Nun soll Schmadtke den Reset-Knopf drücken und den VfL wieder in  die Erfolgsspur führen. Wenn es sein muss, auch in der 2. Liga. Doch das wollen die Wölfe bei den Relegationsspielen gegen Holstein Kiel aber auf jeden Fall vermeiden.

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Quelle: n-tv.de