Sport

Klimakapriolen belasten Kanuten WM-Strecke wird wegen Wassermangel gesperrt

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Ebbe im Eiskanal.

(Foto: IMAGO/Krieger)

Der Klimawandel trifft auch den Kanusport. Vor der anstehenden Weltmeisterschaft in Augsburg dürfen die Athleten nicht mehr auf die Strecke, sondern müssen ausweichen. Grund dafür ist die Wasserknappheit in der Region. Die Stadt braucht das noch zur Verfügung stehende Wasser selbst.

Der Eiskanal in Augsburg ist am Dienstag für das Training der internationalen Kanuslalom-Elite gesperrt worden. Aufgrund des Niedrigwassers des Lechs und umliegender Flüsse musste der Eiskanal geschlossen werden, weil das noch zur Verfügung stehende Wasser in der Stadt Augsburg benötigt wird. Wann der Kanal wieder mit Wasser gespeist werden kann und was das für die in der nächsten Woche geplanten Weltmeisterschaften bedeutet, blieb zunächst unklar.

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"Die Wetterkapriolen gehen auch an uns nicht spurlos vorbei. Der Zulauf im Lech ist sehr, sehr gering und nicht mehr ausreichend, alle Bedürfnisse zu befriedigen, sodass fieberhaft nach Lösungen gesucht wird", sagte Bundestrainer Thomas Apel in einer Medienrunde und betonte: "Jetzt stehen auch noch bauliche Maßnahmen am Kanal an, um wenigstens zu retten, was noch zu retten ist." Bis zum Dienstagmittag hatten die Nationen noch Gelegenheit, auf dem Jugendkanal in unmittelbarer Nähe zum Eiskanal zu trainieren. Nach derzeitigem Stand soll der Kanal am Donnerstag wieder für die Sportler zur Verfügung stehen.

Aufkommende Befürchtungen, die internationale Konkurrenz könnte die Sperrung des Kanals als eine taktische Maßnahme der Deutschen sehen, um den Heimvorteil bei der WM ab dem kommenden Dienstag noch besser ausspielen zu können, sieht man im Team des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) nicht. "Ich habe Kontakt zu verschiedenen Nationen gehabt, die sehr verständnisvoll waren. Für die Klimakapriolen kann schließlich niemand etwas", sagte Thorsten Funk, Trainer des Olympia-Dritten Sideris Tasiadis aus Augsburg.

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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