Iserlohn säuft im 15-Tore-Spektakel böse ab
Meister Eisbären Berlin hat einen Patzer der Nürnberg Ice Tigers genutzt und die Tabellenführung der Deutschen Eishockey Liga (DEL) an sich gerissen. Gegen die Grizzlys Wolfsburg gewann der Titelverteidiger 5:0 (0:0, 3:0, 2:0) - und damit sein fünftes Spiel in Serie. Nürnberg hingegen verlor nach der Pleite im direkten Duell in der Vorwoche erneut. Nach dem 2:5 (0:0, 0:3, 2:2) gegen die Adler Mannheim sind die Franken nun Zweiter.
Eine Auswärtsreise zum Vergessen erlebten die Iserlohn Roosters. Bei den Straubing Tigers gab es ein 4:11 (1:5, 1:3, 2:3). Von der höchsten Liga-Niederlage war Iserlohn aber noch weit entfernt. 1996 verloren die Nürnberg Ice Tigers 1:14 gegen den EV Landshut. Weil jedoch parallel die Schwenninger Wild Wings bei den Kölner Haien 4:1 (1:0, 0:1, 3:0) gewannen, ist Iserlohn nun Tabellenschlusslicht der DEL.
Völler verteidigt Nagelsmann gegen harte Attacken von Magath
Rudi Völler ist beim DFB noch immer in Amt und Würden, Julian Nagelsmann nicht. Trotzdem verteidigt Völler den nach der verkorksten WM entlassenen Ex-Bundestrainer, wo er nur kann. Bei einem Charity Dinner der Franz-Beckenbauer-Stiftung in Hamburg nahm er Nagelsmann gegen Angriffe von Trainer-Legende Felix Magath in Schutz. "Er war überfordert, hat die Übersicht verloren und sich verzettelt", sagte Magath. "Ich sehe das völlig anders", konterte Völler.
Auch Magaths Kritik, die Heim-EM 2024 unter Nagelsmann und Völler sei ein Flop gewesen, ließ der DFB-Sportdirektor nicht stehen. "Die Spanier sind seit zweieinhalb Jahren ungeschlagen. Kaum ein Gegner hat es ihnen seitdem so schwer gemacht wie wir im EM‑Viertelfinale (1:2 Niederlage der DFB-Elf, d.Red.) mit der Verlängerung."
Natürlich habe Nagelsmann Fehler gemacht, so Völler. "Dazu muss er auch stehen. Aber ich bleibe dabei: Die Kritik an ihm hat sich unter anderem von den Experten zu sehr hochgeschaukelt." Er telefoniere "alle zwei, drei Wochen" mit Nagelsmann: "Natürlich nagt es an ihm. Aber ich bin sicher: Er wird wieder als Trainer eines Topvereins arbeiten."
"Da sind die Niederländer im Jacuzzi gesessen"
Auf der Pressekonferenz vor dem Duell mit dem FC Augsburg sorgt Vincent Kompany für einen Lacher. Er witzelt über das fußballerische Niveau von Österreich und alte HSV-Zeiten nach der Länderspielpause.

"Da sind die Niederländer im Jacuzzi gesessen"
Mike Ditka ist tot
Trauer im American Football: Mike Ditka, als Spieler und Trainer NFL-Champion mit den Chicago Bears, ist am Freitag verstorben, wie seine Familie bekannt gab. Er wurde 86 Jahre alt. "Während die Welt Mike als Footballspieler in der Hall of Fame, als legendären Trainer und als Anführer des Super-Bowl-XX-Meisterteams der Chicago Bears kannte, war er für uns das Herz unserer Familie. Mike wird uns unendlich fehlen und uns für immer in Erinnerung bleiben", heißt es in dem Statement.
Ditka spielte von 1961 bis 1972 in der NFL als Tight End. Er verhalf den Bears 1963 zum Titelgewinn und fing später einen Touchdown-Pass für Dallas beim Super-Bowl-Sieg der Cowboys im Jahr 1972.
Als Trainer führte Ditka die Bears am 26. Januar 1986 zum Super-Bowl-Sieg. Der deutliche 46:10-Erfolg über die New England Patriots beendete eine 23-jährige Durststrecke des Teams und der Stadt ohne Titel - seitdem warten die Bears auf eine weitere Meisterschaft in der National Football League. Außerdem war Ditka Assistenztrainer der Cowboys bei deren Super-Bowl-Sieg 1978 gegen die Denver Broncos.
Türkei feuert Nationaltrainer nach Pleitenserie
Der Italiener Vincenzo Montella ist wie erwartet den Job als Nationaltrainer der Türkei los. Der türkische Fußball-Verband TFF gab die Trennung vom 52-Jährigen, die in heimischen Medien bereits zuvor als perfekt gemeldet worden war, nun auch offiziell bekannt. "Es wurde beschlossen, die Zusammenarbeit mit unserem Nationaltrainer, Herrn Vincenzo Montella, zu beenden", hieß es in einem TFF-Statement bei X im Anschluss an eine Vorstandssitzung. Über die Nachfolge-Regelung gab der Verband keine Auskünfte.

Vierte Niederlage: Türkei geht auch in Bologna unter
Montella wurde der desaströse Start in der Nations League zum Verhängnis. Nach vier Spielen stehen vier Niederlagen und null Punkte zu Buche. Zuletzt verlor das Team auswärts mit 1:3 gegen Italien. Schon nach dem Vorrunden-Aus bei der WM im Sommer war Kritik am Ex-Profi aufgekommen. Montella war 2023 als Nachfolger von Stefan Kuntz verpflichtet worden. Der Europameister von 1996 trainierte die Türkei von September 2021 bis September 2023.
Bayern-Legende tritt gegen Guardiola nach
In seiner Zeit beim FC Bayern lieferte sich Pep Guardiola mit Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt denkwürdige Konflikte. 2015 gab der Mediziner den Job beim Rekordmeister schließlich auf. Nun hat Müller-Wohlfahrt einmal mehr gegen den Spanier nachgetreten. "Es waren manchmal heftige Dispute. Ich habe einmal auf den Frühstückstisch gehauen, da war das Geschirr von den Spielern noch draufgestanden. Das hat nur so gescheppert. Ich hätte mir die Hand brechen können", erinnerte sich der 84-Jährige im Interview mit der "Bild".
Zwischen Guardiola und dem Arzt war es damals immer wieder zu Zoff über die Ausfallzeiten verletzter Spieler gekommen. Laut Darstellung von Müller-Wohlfahrt habe ihn Guardiola teilweise persönlich für Niederlagen verantwortlich gemacht, als zu viele Stars gleichzeitig pausieren mussten. "Die medizinische Abteilung hat zu meiner Zeit hervorragende Arbeit geleistet. Sie wurde damals von der UEFA als vorbildliche Abteilung dargestellt. Und dann kommt ein spanischer Trainer und sagt, Spanien ist in allem viel besser. Was ihr hier macht, das ist ja nichts wert."
Durch seine Einmischung habe Guardiola aber letztlich selbst einen langen Ausfall von Thiago verschuldet. "Sechs Wochen Pause waren ihm zu lang, er schickte den Spieler nach Spanien. Und dann wurden aus meinen sechs Wochen ein Jahr Pause." Eine Aussprache mit Guardiola hat es nie gegeben. "Man spricht von einem Alphatier. Er ist nicht belehrbar, glaube ich jedenfalls."
Peinliche Formel-1-Panne im Qualifying: Pilot schäumt vor Wut
Nach dem Software-Fiasko von Malaysia hat sich die Formel 1 auch im Sprint-Qualifying von Singapur ziemlich blamiert. Wegen eines "menschlichen Fehlers" der Rennleitung, hatten manche Autos im ersten Abschnitt der Zeitenjagd mehr Leistung zur Verfügung als andere. Wie der Automobil-Weltverband FIA mitteilte, sei in Q1 nach einer Roten Flagge (Unfall von Sergio Perez) der Überholmodus "nicht verfügbar" gewesen. Als sich herausstellte, dass der Überholmodus nach dem Neustart nicht aktiv war, wurde er für einen Zeitraum von 27 Sekunden aktiviert, bevor er wieder deaktiviert wurde."
Die FIA räumte ein, "dass dieser bedauerliche menschliche Fehler Auswirkungen auf die Leistung bestimmter Fahrzeuge hatte, je nach dem Zeitpunkt ihrer Runde und ihrer Position im Rennverlauf". Carlos Sainz konnte mit dieser Erklärung wenig anfangen und griff die FIA scharf an. "Die Hälfte der Autos fuhr eine Runde mit einem um eine halbe Sekunde schnelleren Motor als die anderen. Es gab erneut ein Softwareproblem", sagte Sainz: "Aus welchem Grund auch immer entschied sich die FIA nicht für sportliche Fairness und war damit einverstanden, das Qualifying mit der Hälfte der Autos mit höherer Leistung durchzuführen." Er sei "etwas verwirrt, warum in diesem Sport immer wieder unterschiedliche Vorgehensweisen gewählt werden, je nachdem, wer in Q1 oder in Runde eins auf der Strecke ist".
Bayern-Coach reagiert auf Auszeichnung, die er nicht will
Vincent Kompany wird nach dem Spiel gegen den FC Augsburg von Markus Söder geehrt werden. Der Bayern-Coach hat eine klare Einstellung zu diesem Thema und hofft auf eine rein sportliche Auszeichnung. Dies betont er auf der Pressekonferenz.

Kompany: "Möchte keinen Preis für Rede gegen Rassismus"
Neuer Trainer gibt Gladbachs umstrittenem Profi neue Chance
Ex-Nationalspieler Florian Neuhaus erhält unter dem neuen Trainer Alexander Blessin bei Borussia Mönchengladbachs noch einmal eine neue Chance. "Die Tür ist auch für Flo offen", sagte Blessin vor seiner Bundesligapremiere als Borussen-Coach im Derby am Sonntag (15.30 Uhr bei DAZN und im Liveticker bei ntv.de) beim 1. FC Köln. "Ich weiß, welche Fähigkeiten er hat. Aber die muss er natürlich auch freilegen", sagte Blessin indes auch weiter. Unter seinen Vorgängern Adi Hütter, Gerardo Seoane und Eugen Polanski hatte der zehnmalige Nationalspieler immer wieder Chancen erhalten, wurde letztlich aber auch immer wieder aussortiert.
Unter Interimscoach Jan-Moritz Lichte hatte Neuhaus nach der Beurlaubung von Polanski beim 3:4 gegen Mainz 05 zuletzt überraschend wieder in der Startelf gestanden und auch prompt getroffen. "Es sah bislang gut aus, es gibt aber noch lange keine Einsatzgarantie. Aber das Potenzial ist da", sagte Blessin, für den das Derby am Sonntag zur "Initialzündung" werden soll. Mit null Punkten und 16 Gegentoren aus vier Spielen ist die Borussia aktuell Tabellenletzter.
Hoffenheims Coach redet sich wegen Nations League in Rage
Trainer Christian Ilzer von der TSG 1899 Hoffenheim blickt kritisch auf die zurückliegende XXL-Länderspielpause zurück. "Die Pro-Punkte werden bei den Nationaltrainern zu suchen sein", sagte der Österreicher vor dem Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) in der Fußball-Bundesliga gegen den Hamburger SV. "Zu Beginn einer Saison und vor einer sehr intensiven Phase drei Wochen mit vier Spielen reinzupacken, dem kann ich wenig abgewinnen."
Ilzer ging bei seiner Ausführung noch weiter und stellte das Format der Nations League infrage. "Man hat gesagt, sie ist dazu da, Freundschaftsspiele zu ersetzen", sagte er. Nach Ansicht des 48-Jährigen könne man sich diesen Wettbewerb sogar "ersparen". Drei Spiele seien maximal vertretbar. "Das wäre der bessere Ansatz und das sollte die UEFA überdenken", meinte der Coach, der den einen oder anderen erkrankten oder verletzten Profi zu beklagen hat.
Nicht nur aufgrund möglicher Ausfälle verzichtete Ilzer auf ein Personalupdate. "Der HSV mit seinem Trainerteam macht eine grandiose Gegneranalyse. Deshalb wollen wir wenigstens dahingehend unseren Gegner im Dunkeln tappen lassen", sagte er.
Lust auf Premier-League-Klub? Besitzer plant Verkauf
Der englische Fußball-Erstligist FC Everton könnte nach nur knapp zwei Jahren erneut den Eigentümer wechseln. Das US-amerikanische Unternehmen Friedkin Group teilte mit, dass es einem Verkauf des Vereins offen gegenüberstehe. Demnach habe das Konglomerat, das den Klub 2024 übernommen hatte, die Finanzen des Klubs saniert und dessen "Zukunft gesichert".
Das in Texas ansässige Unternehmen, das auch Eigentümer der AS Rom ist, "prüft derzeit neue Investitionsmöglichkeiten für den Everton Football Club, darunter auch die Möglichkeit, eine Mehrheitsbeteiligung zu verkaufen", hieß es in einer Pressemitteilung. Die Friedkin Group hatte 98,8 Prozent der Anteile im Dezember 2024 erworben, laut Medienberichten waren 400 Millionen Pfund (rund 485 Millionen Euro) geflossen. Everton habe sich damals "erheblichen finanziellen Unsicherheiten und Schwierigkeiten" auf und neben dem Platz gegenüber gesehen, erklärte das Unternehmen. Seitdem habe man sich bemüht, "die nötige Stabilität, die Investitionen und die Unterstützung zu schaffen, um die Zukunft des Vereins zu sichern", insbesondere durch den Bau eines neuen, hochmodernen Stadions.
Die "Toffees" beendeten die letzten beiden Premier-League-Saisons auf dem 13. Platz. Nach fünf Spieltagen liegt der Klub derzeit auf Rang sieben.
"In spätestens zwei Jahren": Bundestrainer glaubt an Tod seiner Sportart
Bundestrainer Eric Frenzel sorgt sich nach dem Olympia-Aus um die Zukunft der Nordischen Kombination. "In spätestens zwei Jahren gibt es die Kombination nicht mehr", sagte der 37-Jährige der "Zeit". "Ich höre auch von Kollegen aus anderen Nationen, dass sie nicht wissen, wie es weitergehen soll", berichtete der dreimalige Olympiasieger. Auch die Sportler beschäftigt das Thema nach der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die Sportart nach mehr als 100 Jahren bereits 2030 aus dem Programm zu nehmen. "Bei uns Athleten herrscht eine negative Stimmung", sagte Vinzenz Geiger. Es mache sich "ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit breit".
Die ersten Gespräche mit Förderern seien negativ gewesen, berichtete Frenzel: "Ich sehe da schwarz." Als er von der Entscheidung erfahren habe, habe ihm das "einen Schlag versetzt", erzählte Frenzel: "Ich verlor zunächst den Boden unter den Füßen." Geiger sprach derweil von einem "Riesenschock". Er habe sich wie "in einem Albtraum oder in einem schlechten Film" gefühlt. Ohne Olympia werde die Nordische Kombination "nie mehr der Sport sein, der er einmal war".
"Satan" Wolff spricht über "urkomische" Unterstellung
Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat mit deutlichen Worten auf eine angebliche Bevorzugung von Kimi Antonelli im Stallduell mit George Russell reagiert. "Ich finde das urkomisch. Diese Leute sorgen wirklich für meine Unterhaltung, wenn sie das Team oder mich beschimpfen", sagte der Österreicher am Freitag in Singapur und fügte mit einem Augenzwinkern an: "Ich bin Satan, habe ich gehört." Er habe "null Verständnis und Respekt für Leute, die sich so etwas ausdenken. Anstatt Formel 1 zu schauen, sollten sie lieber Teletubbies oder Micky Maus gucken", sagte Wolff über die Kommentare in den Sozialen Medien: "Das ist doch völliger Unsinn. Das haben wir schon früher mit Fans von Lewis (Hamilton, Anm. d. Red.) erlebt. Ich habe keine Ahnung, was da los ist. Glauben die etwa, ich hätte einen Knopf, auf dem 'George, jetzt Motorschaden' steht?"
Wolff spielte damit auf Russells neuerlichen Rückschlag im Titelkampf an. Beim vergangenen Grand Prix in Malaysia war der Brite in der Schlussphase auf Platz drei liegend mit einem Motorschaden ausgeschieden. Teamkollege Antonelli wurde hinter Rennsieger Max Verstappen Zweiter und baute vor der 17. WM-Station in Singapur mit dem Nachtrennen am Sonntag (14 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) seinen Vorsprung gegenüber Russell auf 84 Punkte aus.
Thomas Müller verletzt sich und fällt aus
Wegen einer Oberschenkelverletzung wird der frühere Fußball-Nationalspieler Thomas Müller den Vancouver Whitecaps in der nordamerikanischen Profiliga MLS vorerst fehlen. Das gab sein Trainer Jesper Sörensen bekannt. Damit verpasst der 37-Jährige am Sonntag das Duell mit dem früheren Bundesligaspieler Heung-min Son vom Los Angeles FC.
Müller war im Spiel gegen Chicago Fire zur Halbzeit beim Stand von 0:1 eingewechselt worden. Eine 1:3-Niederlage gegen Bastian Schweinsteigers Ex-Klub und dem neuen Verein von Robert Lewandowski konnte er jedoch nicht verhindern. Am Ende der Partie zog er sich die Oberschenkelverletzung zu. Wie lange Sörensen genau auf Müller verzichten müsse, wisse er nicht. Man müsse abwarten. Vancouver ist trotz der Niederlage weiter Tabellenerster der Western Conference mit drei Punkten Vorsprung auf das Team aus St. Louis. Damit haben die Whitecaps um den früheren Bayern-Star die Playoffs fest im Blick. Bis dahin sind noch sieben Spiele zu absolvieren.
Treppen unmöglich, sprechen schwer: Olympiasiegerin gibt dramatischen Einblick
Skirennfahrerin Sofia Goggia hat kurz vor dem Start in die neue Weltcup-Saison dramatische Einblicke in ihren Gesundheitszustand gegeben. Sie sei ziemlich besorgt gewesen, da sie "wirklich starke neurologische Symptome" gehabt habe, berichtete die Italienerin bei einem Medientermin im österreichischen Altenmarkt im Pongau. Sie habe "gezittert", phasenweise kaum Treppen steigen können und Probleme mit dem Sprechen gehabt, schilderte die 33-Jährige die Folgen ihrer Viruserkrankung.
Goggia hatte sich beim Training in Argentinien im September mit gleich zwei Viren infiziert und das Camp in Südamerika daraufhin abgebrochen. Es gebe Tage, an denen es ihr besser gehe, und andere, an denen sie sich wieder am Boden fühle, erklärte die Speed-Spezialistin. Den Saisonauftakt in Sölden am 24. und 25. Oktober wird die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2018 auslassen. Sie brauche noch Zeit, weil sie immer noch neurologische Beschwerden habe. Goggia gehört in den schnellen Disziplinen schon seit Jahren zur Weltspitze, hatte aber auch immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Im vergangenen Weltcup-Winter gewann sie die Gesamtwertung im Super-G.
WM-Spitzenreiter nimmt unfreiwillig die Notausfahrt
Malaysia-Pechvogel George Russell hat sich erfolgreich auf das Formel-1-Nachtrennen in Singapur eingestimmt. Der Mercedes-Pilot legte im einzigen Freien Training auf dem Marina Bay Street Circuit in 1:32,274 Minuten die Bestzeit hin. Vor der heutigen Qualifikation (14.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) für den Sprint über 21 Runden verwies Russell Ferrari-Fahrer Charles Leclerc (+0,198 Sekunden) auf den zweiten Platz. Dritter wurde im McLaren Weltmeister Lando Norris (+0,273 Sekunden). WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli landete auf dem siebten Platz, nachdem er kurz vor dem Ende unfreiwillig die Notausfahrt genommen hatte.
Sein Teamkollege und WM-Verfolger Russell hatte am vergangenen Wochenende in Malaysia seinen Mercedes wegen eines Motorschadens wenige Runden vor dem Ende auf Platz drei liegend vorzeitig abstellen müssen. Wegen eines regelwidrigen Wechsels der Power Unit muss er in Singapur vom Ende des Feldes starten. Einen deprimierenden Auftakt erlebte Nico Hülkenberg. Der einzige deutsche Fahrer im Feld musste seinen Audi rund 20 Minuten vor dem Ende der Einheit abstellen. Auf der Zielgeraden klagte er nach eigener Einschätzung über Getriebeprobleme und lenkte seinen Wagen in Richtung Boxengasse. Dort musste Hülkenbergs Auto rückwärts in die Garage geschoben werden. Er wurde am Ende 18.
Taschenkontrollen bei F1: Mehrere Personen festgenommen
Die Formel 1 gastiert an diesem Wochenende in Singapur. Und in dem asiatischen Stadtstaat sind viele Vorschriften bekanntermaßen besonders streng. Unter anderem ist Vapen verboten, mitgebrachte Rauchwaren müssen am Flughafen angemeldet werden. Das wird nun offenbar einigen Formel-1-Beteiligten zum Verhängnis. Bei Taschenkontrollen am Eingang zum Fahrerlager wurden mehrere Personen festgenommen. Sie hatten der "Bild" zufolge Vapes und Zigaretten dabei, die nicht versteuert wurden.
Die Nutzung kostet etwa 7000 Euro Strafe. Schon in den vergangenen Jahren waren an dem F1-Wochenende Probleme aufgetreten. Vergangenes Jahr waren 37 Personen mit verbotenen E-Zigaretten erwischt worden. Zudem ist Kaugummi in Singapur verboten - die Teams verteilen Bonbons.
14-Spiele-Sperre als dunkelster Moment: Eis-Rüpel kehrt zurück
Vom dunkelsten Moment seiner Eishockey-Karriere will Fabio Wagner nichts mehr wissen. "Ich habe dazu alles gesagt, der Blick geht nach vorne", erklärte der Nationalspieler der Abendzeitung. Nach seinem folgenreichen Foul an Ingolstadts Edwin Tropmann, der monatelang mit den Folgen eines schweren Schädel-Hirn-Traumas zu kämpfen hatte, steht der Verteidiger von Red Bull München vor seiner Rückkehr. Am Sonntag läuft die 14-Spiele-Sperre ab, bei den Schwenninger Wild Wings (16.30 Uhr/MagentaTV) darf Wagner erstmals seit über einem halben Jahr wieder in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auflaufen. Das Wiedersehen mit Tropmann am Freitagabend beim Derby der Münchner gegen den ERC kam für den Abwehrmann noch zu früh, vielleicht wollte es das Schicksal so.
"Das Wichtigste ist, dass der Edwin wieder gesund ist und wieder spielt", sagte der frühere Ingolstädter Kapitän Wagner. Im vierten Viertelfinalspiel der Playoff-Serie der Rivalen im März hatte der 31-Jährige seinen Gegenspieler abseits des Pucks brutal niedergecheckt. Tropmann blieb bewusstlos auf dem Eis liegen, die Nacht musste der Youngster auf der Intensivstation verbringen.
Real-Fans bekommen ihr Wappen zurück
Ein neues Stadion - aber noch zu wenig Identität. Das Bernabéu hatte für die Fans von Real Madrid einen Mangel: Das Vereinswappen fehlte nach dem Umbau, der von 2019 bis 2024 lief. Das Wappen und der Schriftzug mussten für das neue, futuristische Aussehen weichen. Doch laut "Marca" kommt nun auch das Wappen zurück, der Schriftzug prangt seit Neuestem schon wieder an der Fassade.

Moritz Wagner und Co. vermiesen Superstar das Debüt
Basketball-Superstar LeBron James hat sein Debüt für die Philadelphia 76ers in der Vorbereitung auf die neue Saison in der nordamerikanischen Profiliga NBA verloren. Gegen den deutschen Weltmeister Moritz Wagner und die Brooklyn Nets unterlag der 41-Jährige trotz einer ansprechenden Leistung mit 108:114. James war nach acht Jahren bei den Los Angeles Lakers im Sommer zu den 76ers gewechselt und stand im zweiten Spiel der Preseason nun erstmals auf dem Feld - gemeinsam mit der erwarteten Startformation um Joel Embiid, Jaylen Brown, Tyrese Maxey und V.J. Edgecombe.
Der erfolgreichste Punktesammler in der NBA-Geschichte kam nur in der ersten Halbzeit zum Einsatz und steuerte in 18 Minuten Spielzeit zehn Punkte, fünf Assists, vier Rebounds und einen Steal bei. "Ich war froh, endlich wieder ein paar Minuten mit den Jungs spielen zu können, mit denen ich in den letzten eineinhalb, zwei Wochen im Training hart zusammengearbeitet habe", sagte James. Für James sind die Sixers der vierte Klub, für den er in seiner NBA-Laufbahn spielt. Vor den Lakers war der Olympiasieger auch für die Cleveland Cavaliers (2003 bis 2010 und 2014 bis 2018) sowie die Miami Heat (2010 bis 2014) aktiv.
Smog-Alarm, aber Formel 1 wiegelt ab
Nach Waldbränden in Indonesien beschäftigt der starke bis nach Singapur gezogene Smog die Formel 1. Der Dunst hat weite Teile Südostasiens eingehüllt. In Singapur hat das vor dem Grand-Prix-Wochenende zu einer alarmierend hohen Luftverschmutzung geführt. Die Werte für Luftqualität waren so schlecht wie noch nie in diesem Jahr. Der Nachrichtenkanal Channel NewsAsia und "The Straits Times" berichten heute, dass der Schadstoffindex des Inselstaates in den für die Gesundheit bedenklichen Bereich geraten ist.
Der Veranstalter des Formel-1-Nachtrennens an diesem Sonntag (14 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) meldete sich zu Wort. Entgegen jüngsten Presseberichten gebe es "derzeit keine Pläne", das Unterhaltungsprogramm beim Grand Prix zu ändern. "Wir werden im Rahmen unserer üblichen Veranstaltungsplanung und -durchführung weiterhin alle Wetterbedingungen, einschließlich Smog, genau beobachten", sagte Geschäftsführer Adam Firth. Der Motorsport-Weltverband Fia hatte tags zuvor erklärt, dass der Smog aus Indonesien keine Bedrohung für das Formel-1-Rennen darstelle.
NBA-Star kauft sich bei Fußball-Topteam ein
Basketball-Superstar Shai Gilgeous-Alexander steigt beim spanischen Fußball-Erstligisten Atlético Madrid ein und wird Teil der Eigentümergruppe. "Ich freue mich, nun offiziell Teil des Eigentümerkreises von Atlético Madrid zu sein. Dieser Verein ist seit vielen Jahren an der Spitze des europäischen Fußballs vertreten. Ich bin dankbar für die Möglichkeit, an seiner Zukunft mitzuwirken", sagte der Kanadier. Der 28-Jährige wurde in der nordamerikanischen Profiliga NBA in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils zum wertvollsten Spieler gewählt und gewann 2025 mit den Oklahoma City Thunder die Meisterschaft.
Atlético Madrid erklärte: "Die Partnerschaft beruht auf gemeinsamen Werten: Ehrgeiz, Exzellenz und der Überzeugung, dass jeder Erfolg hart erarbeitet werden muss." Der spanische Topklub machte keine Angaben dazu, wie hoch der Anteil von Gilgeous-Alexander an Atlético ist. Medienberichten zufolge hat der NBA-Profi eine kleine Beteiligung an dem Verein erworben.
Rekordjahr mit Rekordumsatz: Freiburg legt beeindruckende Zahlen vor
Fußball-Bundesligist SC Freiburg hat im Jahr seines größten sportlichen Erfolgs einen Rekordumsatz erzielt. Wie der Klub am Donnerstag mitteilte, verzeichneten die Breisgauer in der Saison 2025/2026 einen Gesamterlös von 212,1 Millionen Euro. In der Vorsaison hatte der Verein ohne zusätzliche Europapokal-Umsätze 162,8 Millionen Euro eingenommen, in der Spielzeit davor 203,1 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss für die abgelaufene Saison lag derweil bei 30,5 Millionen Euro. Die Rekordzahlen sind Resultat einer enorm erfolgreichen Spielzeit der Freiburger, die in der Europa League bis ins Endspiel und im DFB-Pokal bis ins Halbfinale gekommen waren. Als Tabellensiebter der Bundesliga hatte sich der Sport-Club zudem für die Conference League qualifiziert.
"Die Saison 2025/26 war sportlich und wirtschaftlich herausragend. Das Erreichen des Europa-League-Endspiels in Istanbul, der Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals - und die damit verbundenen Einnahmen aus beiden Wettbewerben - sowie hohe Transferüberschüsse haben erheblich dazu beigetragen. Hinzu kommt ein stetiges Wachstum in allen anderen Einnahmebereichen. Unsere Einnahmen- und Ausgabenstruktur ist weiterhin komplett intakt", sagte Freiburgs Finanzvorstand Oliver Leki.
Maradonas Arzt soll viele Jahre hinter Gitter
Im Prozess um den Tod von Fußball-Legende Diego Maradona hat die Staatsanwaltschaft zum Teil langjährige Haftstrafen für die Angeklagten gefordert. Die Anklagebehörde wirft den betroffenen Ärzten und Pflegern des vor knapp sechs Jahren gestorbenen Superstars erhebliche Versäumnisse und Fehler vor, wie im Livestream der Verhandlung in San Isidro nördlich von Buenos Aires zu sehen war. Die Anklagen lauten auf Totschlag beziehungsweise fahrlässige Tötung.
Den längsten Freiheitsentzug beantragte die Staatsanwaltschaft für Maradonas Leibarzt Leopoldo Luque, der zwölf Jahre in Haft soll. Nancy Forlini, die medizinische Koordinatorin der Krankenkasse, soll zehn Jahre in Haft. Haftstrafen forderten die Ankläger auch für Maradonas Psychiaterin Agustina Cosachov (8), den Psychologen Carlos Díaz (5) sowie den Pfleger Ricardo Almirón (4) und dessen Vorgesetzten Mariano Perroni (4). Wie Staatsanwalt Patricio Ferrari ausführte, sei der Tod Maradonas vermeidbar gewesen. Die medizinische Versorgung müsse als unzureichend angesehen werden.
"Absolut verdient": Ex-Profi verteidigt Zverev
Der frühere Tennisprofi Patrik Kühnen hat Alexander Zverev gegen Kritiker verteidigt, wonach der French- und US-Open-Sieger in diesem Jahr nur von den verletzungsbedingten Ausfällen seiner Konkurrenten Jannik Sinner und Carlos Alcaraz profitiert habe. "Zverev hat sich seine Erfolge absolut verdient, denn er war alles in allem der beste Spieler des Jahres", sagte Kühnen bei t-online.
Der frühere Davis-Cup-Sieger betonte auch, dass Zverev keinen Einfluss auf die Auswahl seiner Kontrahenten habe: "Er kann nur die Gegner schlagen, die auf der anderen Seite des Netzes stehen." Es gehe darum, die Chancen, die sich aufgetan haben zu nutzen, was Zverev 2026 "in einer Art und Weise, die man so erst mal schaffen muss" getan habe. Zverev habe "in diesem Jahr von allen Spielern die meisten Matches gewonnen, das ist Fakt, das kann niemand bestreiten".
Trainerlehrgang geplant: Wird DFB-Weltmeister bald Starcoach?
Der frühere Fußball-Weltmeister Toni Kroos will einem Medienbericht zufolge an einem Trainerlehrgang für ehemalige Profis teilnehmen. Der Lehrgang soll laut der spanischen Zeitung "AS" in der Saison 2027/2028 stattfinden. Kroos habe sein Interesse dem spanischen Fußballverband RFEF mitgeteilt, hieß es. Der 36-Jährige besitzt den Angaben nach schon jetzt eine Trainerqualifikation, die ihn als Coach bis zur dritthöchsten spanischen Spielklasse berechtigt. Mit seiner derzeitigen Qualifikation könnte Kroos jedoch weder in der ersten noch in der zweiten spanischen Liga als Cheftrainer arbeiten.
Kroos hatte seine erfolgreiche Karriere als Profi nach der Europameisterschaft 2024 beendet. Nach dem Ende seiner Laufbahn hatte der frühere Mittelfeldspieler einen direkten Einstieg ins Trainergeschäft noch ausgeschlossen. Der gebürtige Vorpommer gewann als Profi sechsmal die Champions League - einmal mit dem FC Bayern München, fünfmal mit Real Madrid. Zudem holte er mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft 2014 in Brasilien den WM-Titel.




