Trainer verpasst emotionales Ost-Derby: DFB verhängt Strafe gegen Wut-Wollitz

Trainer Claus-Dieter Wollitz vom Drittligisten Energie Cottbus ist nach seiner Roten Karte in der Partie gegen Arminia Bielefeld (1:2) für ein Spiel gesperrt worden. Das entschied das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Wollitz hatte sich am 1. Spieltag laut DFB "nach Abpfiff der ersten Halbzeit unsportlich gegenüber Schiedsrichter Tom Bauer verhalten" und hatte deshalb die Rote Karte gesehen. Der 59-Jährige verpasst damit die Partie bei Aufstiegsfavorit Dynamo Dresden am Freitag (19 Uhr/MagentaSport). Wollitz ist es nicht gestattet, während des Spiels im Stadioninnenraum zu sein. Das Innenraumverbot beginnt eine halbe Stunde vor Spielbeginn und endet eine halbe Stunde nach Abpfiff. Im gesamten Zeitraum darf er laut DFB "mit der Mannschaft weder unmittelbar noch mittelbar in Kontakt" treten.
Flick holt Wunschspieler: RB Leipzig verliert wohl Tauziehen um Europameister
Fußball-Europameister Dani Olmo steht Berichten zufolge kurz vor einem Wechsel von Bundesligist RB Leipzig zum FC Barcelona. Wie der italienische Transferexperte Fabrizio Romano berichtete, soll es eine mündliche Vereinbarung geben. Die Vereine hätten sich auf Ablöse von 55 Millionen Euro plus Zusatzleistungen in Höhe von 7 Millionen Euro geeinigt. Olmo soll sich zu einem Vertrag bis Juni 2030 verpflichtet haben.
Nachdem eine Ausstiegsmöglichkeit für die festgeschriebene Ablösesumme von 60 Millionen Euro abgelaufen war, hatten Leipzig Berichten zufolge bisher darunterliegende Angebote aus Spanien, aber auch von Manchester City ausgeschlagen. Olmo hatte allerdings seinen Wechselwillen angedeutet. Er gilt als Wunschtransfer von Barcelonas Sportdirektor Deco und des früheren Bundestrainers Trainers Hansi Flick.
Erst am heutigen Dienstagmorgen hatte Leipzigs neuer Geschäftsführer Sport, Marcel Schäfer, erklärt, dass er bezüglich des möglichen Transfers "relativ entspannt" sei. Olmo war nach seinem Urlaub am Montagabend mit seinem Berater wieder in Leipzig gelandet und sollte planmäßig am Donnerstag ins Training einsteigen. Olmo spielt seit Januar 2020 für RB, sein Vertrag ist noch bis Ende Juni 2027 gültig.
Zuvor hochüberlegen: Größtes Supertalent fordert die Basketballer
Für die deutschen Basketballer kommt es bei den Olympischen Spielen von Paris im Halbfinale zum Wiedersehen mit Gastgeber Frankreich. Die Franzosen um Supertalent Victor Wembanyama setzten sich im Viertelfinale mit 82:73 (45:29) gegen Kanada durch. Die deutschen Weltmeister hatten ihr Spiel gegen Griechenland bereits mit 76:63 gewonnen.
Deutschland trifft damit zum zweiten Mal im Turnier auf die Silbermedaillengewinner von Tokio. Zum Abschluss der Gruppenphase in Lille hatte die Mannschaft von Trainer Gordon Herbert die Franzosen hochüberlegen mit 85:71 besiegt.
Die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) steht erstmals in der Runde der letzten vier bei Olympischen Spielen. Die Halbfinals in der Pariser Bercy Arena finden am Donnerstag statt.
Erster Dopingfall? Olympia-Teilnehmerin suspendiert
Der Leichtathletik droht der erste Dopingfall bei den Olympischen Spielen in Paris: Die griechische Stabhochspringerin Eleni-Klaoudia Polak wurde vorläufig suspendiert. Das teilten die Olympia-Organisatoren mit.
Bei einer Dopingprobe von Polak sei ein "ungünstiger analytischer Befund" festgestellt worden, hieß es in einem Statement. Weitere Informationen, um welches mögliche Vergehen es sich handeln könnte, wurden nicht veröffentlicht. Polak hatte sich im Gegensatz zur deutschen Springerin Anjuli Knäsche nicht für das Finale am Mittwoch (19 Uhr) qualifiziert, das Ergebnis der 27-Jährigen wurde bereits gestrichen.
"Ob wir reinspringen oder nicht": Seine für Schwimmer geöffnet
Die deutschen Freiwasserschwimmer wollen sich an diesem Mittwoch einen eigenen Eindruck von den Bedingungen in der Seine machen. "Wir haben gerade den aktuellen Wasserreport bekommen. Alles ist auf grün gestellt", sagte Langstrecken-Bundestrainer Bernd Berkhahn. "Wir werden uns vorbehalten, morgen zu entscheiden, ob wir reinspringen oder nicht." Die Athleten fahren morgens zum olympischen Wettkampfort an der Pont Alexandre III. Dort war am Dienstag noch kein Training möglich gewesen. Die Wasserqualität im Pariser Fluss war zu schlecht.
Auf die Frage nach Sorgen um die Gesundheit seiner Sportler sagte Berkhahn: "Wir müssen uns da schon auf die Angaben des Veranstalters verlassen. Das fällt mir ein bisschen schwer, aber wir machen das jetzt einfach so." Das Rennen der Frauen ist am Donnerstag, das der Männer am Freitag geplant.
"Hätte auch meine Urenkel trainieren können": 79-Jähriger wird Rumänien-Trainer
Mircea Lucescu ist neuer Trainer der rumänischen Fußball-Nationalmannschaft. Rumäniens Fußballverband ernannte den 79-Jährigen zum Nachfolger von Edward Iordanescu, der nach dem EM-Aus der Rumänen seinen Vertrag nicht mehr verlängert hatte. Sein Vertrag soll zwei Jahre gültig sein.

"Die ganze Fußballwelt in Rumänien muss zu mir halten. Ich bin davon überzeugt, dass vor allem all jene zu mir halten werden, die älter als 70 Jahre sind, weil sie in mir ein Beispiel für berufliche Langlebigkeit sehen", sagte Lucescu nach Angaben der rumänischen Nachrichtenagentur Mediafax.
Der Verband habe ihn darum gebeten, diese Aufgabe zu übernehmen, weil er kurzfristig keine andere personelle Lösung gefunden habe, sagte Lucescu weiter. Deswegen habe er sich breitschlagen lassen. "Ich hätte sehr gut stattdessen meinen Urenkel trainieren können. (...) Aber ich konnte der Nationalmannschaft nicht Nein sagen", sagte er. Lucescu war schon von 1981 bis 1986 Rumäniens Nationaltrainer und hatte das Team 1984 zur EM geführt.
Erste Medaille seit 2012? Ehlers/Wickler stürmen ins Halbfinale
Die Beachvolleyballer Nils Ehlers und Clemens Wickler greifen bei den Olympischen Spielen nach den Medaillen. Die deutschen Meister setzten sich im Stadion am Eiffelturm im Viertelfinale gegen die Niederländer Stefan Boermans und Yorick de Groot mit 2:0 (22:20, 21:15) durch. Die Weltranglistendritten haben das erste Edelmetall für die deutschen Männer seit Gold 2012 für Julius Brink/Jonas Reckermann im Blick.
Ehlers und Wickler begannen, angefeuert von zahlreichen deutschen Fans, stark und hatten den ersten Satz mit einer zwischenzeitlichen 17:12-Führung im Griff. Doch der Vorsprung rann dahin, die Niederländer drehten auf 19:18. Dennoch gewann das deutsche Duo den ersten Satz - nach einer Challenge, weil Boermans beim Block das Netz berührt hatte. Im zweiten Durchgang führten die Deutschen durchgängig und gerieten diesmal nicht mehr in Bedrängnis.
Im Achtelfinale hatten Ehlers und Wickler mit dem 2:0 gegen die Weltranglistenzweiten George/Andre aus Brasilien bereits ein Ausrufezeichen gesetzt.
"Würmer im Fisch gefunden": Britischer Schwimmstar ekelt sich vor Olympia-Essen
Großbritanniens Schwimmstar Adam Peaty hat scharfe Kritik am Essen im olympischen Dorf geübt. "Ich mag meinen Fisch und Leute haben Würmer im Fisch gefunden", sagte der 29-Jährige der britischen Zeitung "i". Peaty sagte zudem: "Die Verpflegung ist nicht gut genug für das Niveau, das von den Athleten erwartet wird. Wir müssen das Beste geben, was wir können." Vor dem Brustschwimmer hatten schon andere Athleten Kritik am Essen und anderen Bedingungen im olympischen Dorf geübt.

"In Tokio war das Essen unglaublich, Rio war unglaublich. Aber dieses Mal gab es nicht genug Proteinoptionen, lange Warteschlangen, 30 Minuten Wartezeit für das Essen, weil es kein System für die Warteschlangen gibt", sagte Peaty mit Blick auf vergangene Sommerspiele.
"i" zitierte einen Sprecher der Olympia-Organisatoren mit den Worten: "Wir hören den Athleten zu und nehmen ihr Feedback sehr ernst." Seit der Eröffnung des Dorfes sei bereits nachgebessert worden. So seien die Mengen bestimmter Produkte aufgestockt und zusätzliches Personal eingesetzt worden.
Ausnüchterungszelle statt Champions League: Schiris sollen Schild geklaut haben
Vor ihrem geplanten Einsatz bei einem Qualifikationsspiel der Champions League sollen zwei polnische Schiedsrichter unter Alkoholeinfluss ein Verkehrsschild gestohlen haben. Gemeinsam mit einem weiteren Mann seien sie in der Ausnüchterungszelle gelandet, wie der Sender TVP Sport unter Berufung auf die Polizei in Lublin berichtete. Beide sollten am Abend als Schiedsrichterassistenten bei der Partie von Dynamo Kiew gegen die Glasgow Rangers im polnischen Lublin zum Einsatz kommen.
Die Europäische Fußball-Union äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Vorfall, für die Partie waren am Dienstagnachmittag andere Schiedsrichter eingeteilt. Polens Fußball-Verband PZPN teilte mit, die Situation werde analysiert. Nach Angaben der örtlichen Polizei gab es am frühen Morgen Hinweise von Passanten, dass drei Männer im Stadtzentrum von Lublin ein Verkehrsschild wegtragen würden. "Polizeibeamte begaben sich zum Ort des Geschehens. Die Männer wurden mit einem Atemalkoholtester getestet. Es stellte sich heraus, dass sie stark betrunken waren", sagte ein Polizeisprecher dem Sender. Gegen sie wird wegen Zerstörung von Verkehrsinfrastruktur ermittelt.
Der Verband PZPN teilte mit, man werde "eine detaillierte Analyse der Situation im Zusammenhang mit Berichten über unangemessenes Verhalten von zwei Ekstraklasa-Schiedsrichtern durchführen, die beim Qualifikationsspiel der Champions League zwischen Dynamo Kiew und den Glasgow Rangers eingesetzt werden sollten". Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, werde man die Auflösung der Verträge mit den beiden beantragen.
"Skandalöse Situation": Regierungschef wütet nach umstrittenem Bodenfinale
Rumäniens Ministerpräsident Marcel Ciolacu hat aus Protest gegen eine umstrittene Entscheidung bei den Olympischen Spielen angekündigt, nicht zur Schlussfeier am Sonntag nach Paris zu reisen. Bei Facebook sprach der Politiker von einer "skandalösen Situation" und einer "eklatanten Ungerechtigkeit", die vor allem der Turnerin Ana Barbosu am Montag im Bodenfinale widerfahren sei.

Barbosu war zunächst mit der US-Amerikanerin Jordan Chiles punktgleich Dritte geworden, von amerikanischer Seite wurde allerdings gegen die Schwierigkeitswertung bei Chiles Einspruch eingelegt, eine höhere Wertung gefordert. Dem wurde stattgegeben, wodurch Chiles alleinige Dritte wurde und Barbosu ohne Medaille dastand.
Die Präsidentin des rumänischen Turnverbandes, Carmencita Constantin, sagte der Nachrichtenagentur AFP, sie werde Beschwerde beim Internationalen Sportgerichtshof CAS einreichen, ein Protestbrief an den Internationalen Turnverband FIG sei bereits versandt worden. Im Bodenfinale war auch Sabrina Voinea für Rumänien gestartet, sie wurde Fünfte.
"Das war unglaublich": 18-Jährige führt Tischtennis-Frauen ins Viertelfinale
Auch ohne die verletzte Topspielerin Nina Mittelham haben die deutschen Tischtennis-Frauen dank Senkrechtstarterin Annett Kaufmann das Viertelfinale im Teamwettbewerb der Olympischen Spiele in Paris erreicht. Gegen die USA gewann die Auswahl von Bundestrainerin Tamara Boros vor allem durch die beiden Einzelsiege der erst 18 Jahre alten Kaufmann nach einer Zitterpartie 3:2.

"Ich freue mich wirklich, dass wir hier ohne Spielerin eins und zwei gewonnen haben. Wir brauchen einfach diesen Teamspirit", sagte Boros: "Das war unglaublich von Annett. Sie hat gezeigt, dass sie im Kopf wirklich sehr stark ist. Sie mag es aber auch, in einer solchen Atmosphäre zu spielen."
In der Runde der letzten acht geht es am Mittwoch gegen Indien um den dritten Halbfinaleinzug bei Sommerspielen in Serie. Eine Medaille gab es 2016 mit Silber. Die EM-Zweite Mittelham war nach ihrer Bandscheibenverletzung aus dem Einzelwettbewerb, bei dem sie in der zweiten Runde ausgeschieden war, für die Teamkonkurrenz ausgefallen und durch Yuan Wan ersetzt worden. Zuvor war bereits die als Nummer eins eingeplante Ying Han wegen eines erneuten Achillessehnenrisses ausgefallen - erst durch ihr Pech war Kaufmann ins Team gerückt.
Alles nur Erfindung? BVB-Boss Ricken weist Streit-Berichte zurück
Die atmosphärischen Störungen und den angeblichen Streit zwischen Sven Mislintat und Trainer Nuri Şahin hat Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund offiziell dementiert. Medienberichten zufolge soll der Technische Direktor Mislintat sogar vor einem Aus beim BVB gestanden haben.
"Das, was ich am Sonntag lesen musste, entspricht nicht der tatsächlichen Situation. Es hat auch keinen Streit zwischen Nuri Şahin und Sven Mislintat gegeben. Und es gab keinen Verweis von Sven Mislintat", sagte Lars Ricken, Geschäftsführer Sport, der Deutschen Presse-Agentur. Auch mit Mislintat geführte Interviews seien mit dem Klub abgesprochen gewesen.
Die Aufgaben seien klar verteilt, erklärte Ricken. Mislintat soll im Hintergrund arbeiten, seine Expertise in der Kaderplanung einbringen und Transfervorschläge entwickeln. Ricken hatte die Gesamtverantwortung für den Bereich Sport beim BVB im Mai vom Vorsitzenden der Geschäftsführung, Hans-Joachim Watzke übernommen. "Auch Edin Terzić hatte in seiner Zeit als Technischer Direktor beim BVB keine operative Nähe, weil seine Aufgaben einfach andere waren", sagte Ricken.
Hürzeler will Hummels in die Premier League holen
Ex-Nationalspieler Mats Hummels soll bei der Suche nach einem neuen Verein mit St. Paulis Aufstiegscoach Fabian Hürzeler telefoniert haben. Nach Sky-Informationen soll der in die englische Premier League gewechselte Hürzeler in den vergangenen Tagen dem 35 Jahre alten Innenverteidiger das Projekt und seine Pläne bei Brighton & Hove Albion aufgezeigt haben, bei denen Hummels mit seiner Erfahrung eine Rolle spielen könnte.
Hummels ist aktuell vereinslos, nachdem sein Vertrag beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund ausgelaufen war. Zuletzt hatte der siebenmalige italienische Meister FC Bologna Hummels ein Angebot gemacht, laut Medienberichten wird der Weltmeister von 2014 aber nicht in die Serie A wechseln. Auch der Premier-League Klub West Ham United soll Hummels auf dem Zettel haben. Dort würde Hummels wieder auf seinen früheren Dortmunder Teamkollegen Niclas Füllkrug treffen, der bei den Hammers einen Vertrag bis Sommer 2028 unterschrieben hat.
Handballerinnen verpassen Sensation und Halbfinale
Die deutschen Handballerinnen haben bei den Olympischen Spielen nicht für eine Überraschung sorgen können und den Einzug ins Halbfinale verpasst. Das Team von Bundestrainer Markus Gaugisch unterlag im Viertelfinale vor rund 27.000 Zuschauern in Lille wie erwartet dem großen Goldfavoriten Frankreich mit 23:26 (10:13) und schied aus.
Beste deutsche Werferin im Duell mit dem Weltmeister und Olympiasieger war Co-Kapitänin Emily Bölk mit sieben Toren. Am Mittwoch treffen die deutschen Männer im Viertelfinale ebenfalls auf Olympia-Gastgeber Frankreich.
Der FC Bayern will erst Geld: Wohl Durchbruch bei Poker um DFB-Star
Im Transferpoker um Bayer Leverkusens Nationalspieler Jonathan Tah hat es offenbar einen Durchbruch gegeben. Nach "kicker"-Informationen hat sich der deutsche Meister mit dem FC Bayern nach wochenlangem Gezerre über eine Ablöse für den Innenverteidiger geeinigt. Perfekt soll der Deal aber trotzdem noch nicht sein, da die Münchner erst noch Matthijs de Ligt verkaufen wollen.
Der 28 Jahre alte Tah soll den Bayern 25 Millionen Euro plus fünf Millionen an Boni kosten. Zunächst hatten die Münchner 18 plus zwei und dann 20 plus fünf Millionen geboten, Leverkusen dies aber abgelehnt. EM-Teilnehmer Tah war zuletzt bereits wieder ins Training bei Bayer eingestiegen. Sein Vertrag in Leverkusen läuft noch bis 2025.
Allerdings hakt es nun beim möglichen Wechsel des Niederländers de Ligt zu Manchester United, der wiederum Voraussetzung für Tahs Transfer ist. Die Bayern fordern dem Vernehmen nach rund 50 Millionen Euro für de Ligt, die Vorstellungen sollen aber noch ein Stück weit auseinanderliegen.
Münchens Sportvorstand Max Eberl hatte zuletzt eingeräumt, dass die Bayern erst einmal Spieler verkaufen müssen. "Wir haben schon drei Transfers getätigt, dazu ist Josip Stanisic zurückgekehrt. Wir müssen und wollen Geld einnehmen", sagte Eberl und bestätigte damit Aussagen von Ehrenpräsident Uli Hoeneß, der einen Einkaufsstopp beim Rekordmeister verhängt hatte.
"Noch nie erlebt": "Absurder" Bahnrad-Krimi verblüfft Olympiasiegerin Vogel

"Absurder" Bahnrad-Krimi verblüfft Olympiasiegerin Vogel
Alles sieht für die deutschen Bahnrad-Damen nach einem goldenen Triumph aus - zwischenzeitlich liegen sie im Finale sogar auf Weltrekord-Kurs. Doch am Ende bleibt "nur" die Bronze-Medaille. Doppel-Olympiasiegerin Kristina Vogel ist begeistert vom Rennen - und hadert mit ihren Nachfolgerinnen nicht zu sehr.
Olympiasiegerin Mihambo zittert im Qualifikations-Krimi

Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo ist bei den Olympischen Spielen in Paris nach reichlich Nervenkitzel ins Finale eingezogen. Die 30-Jährige übertraf in der Qualifikation nach zwei ungültigen Versuchen im dritten Sprung die erforderliche Weite von 6,75 Metern um elf Zentimeter. Mihambo sprang sicherheitshalber 30 Zentimeter vor dem Brett ab und unterstrich damit ihre gute Sprungform. Im Stade de France taten sich viele Springerinnen auf dem Weg in die Medaillenentscheidung am Donnerstag schwer. Vor drei Jahren in Tokio krönte sich Mihambo zur Olympiasiegerin. Die zweimalige Welt- und Europameisterin könnte die erste Weitspringerin werden, die bei zwei aufeinanderfolgenden Olympischen Spielen Gold gewinnt.
Schock für DFB-Team: Popp fehlt im olympischen Halbfinal-Knaller
Die deutschen Fußballerinnen müssen im Olympia-Halbfinale gegen die USA am Abend (18 Uhr, in der ARD, bei Eurosport und im Liveticker bei ntv.de) auf Kapitänin Alexandra Popp verzichten. Die 33-Jährige fehlt dem Team von Bundestrainer Horst Hrubesch aufgrund eines Infekts. Popp hatte bereits das Abschlusstraining am Tag zuvor verpasst. Für sie rückt Nicole Anyomi in das 18er-Aufgebot des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Noch am Montag hatte Hrubesch (73) von einer Vorsichtsmaßnahme gesprochen. "Wir werden jetzt sicherheitshalber mal gucken, wie wir damit umgehen", erklärte er. Popp ist die einzig verbliebene Olympiasiegerin von Rio 2016. "Klar ist Alex wichtig", sagte Hrubesch zu Popps Rolle im Team: "Aber für mich zählt nur die Mannschaft."
Deutschland hatte in der Gruppenphase gegen die USA 1:4 verloren. Popp spielte beim Turnier in Frankreich nach dem Ausfall von Lena Oberdorf im defensiven Mittelfeld. In einem möglichen Finale oder Spiel um Platz drei könnte sie in den Kader zurückkehren.
Liebes-Aus bei Olympiasiegerin Höfl-Riesch
Die dreimalige Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch hat sich nach 13 Ehejahren von ihrem Mann Marcus Höfl getrennt. "Nach reiflicher Überlegung und schweren Herzens haben wir uns dazu entschieden, in Zukunft privat getrennte Wege zu gehen", schrieb Höfl-Riesch bei Instagram. "Leider haben sich unsere Leben zu sehr in unterschiedliche Richtungen entwickelt, dennoch werden wir sowohl beruflich als auch freundschaftlich verbunden bleiben", führte die 39-Jährige weiter aus: "Wir hatten wunderbare Zeiten miteinander und werden diese immer in guter gemeinsamer Erinnerung behalten." Der Post war mit "Maria&Marcus" unterschrieben.
Der ehemalige Skistar und Höfl, der jahrelang Manager des verstorbenen Franz Beckenbauer gewesen war, waren seit 2010 ein Paar gewesen. Ein Jahr später hatten sie geheiratet.
Olympische Achillesferse: Seine bereitet wieder Probleme

Einen Tag nach dem deutschen Goldrennen in der gemischten Triathlonstaffel ist die Seine für die Olympioniken wieder gesperrt worden. Wie die Veranstalter mitteilten, wurde das Training für die Freiwasserwettbewerbe wegen zu schlechter Wasserqualität abgesagt. Es ist bereits die fünfte Trainingseinheit, die nicht stattfinden konnte. Zuvor waren viermal die Triathleten betroffen. "Die Werte an drei der Testpunkte waren beim aktuellsten Test im Rahmen, den World Triathlon gesetzt hat, an einem Punkt lag der Wert minimal darüber", teilte OK-Sprecherin Anne Descamps am Dienstagmorgen mit und betonte, dass der vierte Messpunkt für die Bakterienbelastung außerhalb der Schwimmstrecke gelegen habe. Belgien verzichtete auf den Start, weil die Triathletin Claire Michel nach ihrem Einzelrennen erkrankt war.
Au revoir, Legende? Karabatic-Schicksal liegt in deutschen Händen

Nikola Karabatic zu sein, ist manchmal gar nicht so einfach. Am Sonntag zum Beispiel. Der große Karabatic, hoch dekoriert in seinen 22 Profijahren, dreimaliger Olympiasieger, Welthandballer, mehrfacher Welt- und Europameister, hockte als einziger in Trainingsjacke auf seinem Stuhl und musste tatenlos zusehen, wie seine Franzosen in der Crunchtime ums olympische Überleben kämpften. Am Ende ging alles gut, Karabatic konnte durchpusten. Der Schlussakt seiner einzigartigen Karriere wurde noch einmal verlängert. Am Mittwoch (13.30 Uhr) kommt es nun vor 27.000 Zuschauern im Fußballstadion von Lille zum Viertelfinal-Showdown gegen Deutschland. Der Traum vom goldenen Abschied, einem Abschied, wie ihn kein Dramaturg dieser Welt besser inszenieren könnte, lebt.
Doch zur Wahrheit dieser französischen Heldengeschichte gehört auch, dass ein Schauspiel wie am Wochenende keine Ausnahme mehr darstellt. Karabatic besitzt im Spätherbst seiner beispiellosen Laufbahn noch immer unbestrittene Qualitäten - wenn es wie im letzten Vorrundenspiel gegen Ungarn aber um alles geht, sitzt der inzwischen 40 Jahre alte Weltstar nicht selten auf der Bank.
Butker steigt zum bestbezahlten NFL-Kicker auf

Die Kansas City Chiefs machen Harrison Butker zum bestbezahlten Kicker der Football-Liga NFL. Der 29-Jährige unterschrieb beim Super-Bowl-Champion einen Vierjahresvertrag, der mit 25,6 Millionen Dollar dotiert ist. Jährlich erhält Butker 6,4 Millionen Dollar - und somit 400.000 Dollar mehr als Justin Tucker (Baltimore Ravens) und Jake Elliott (Philadelphia Eagles), die mit einem Jahreseinkommen von 6,0 Millionen Dollar bislang die Top-Verdiener unter den Kickern waren. "Es gibt kein anderes Team, für das ich lieber spielen würde", schrieb Butker bei X. Er sei "aufgeregt", den neuen Vertrag unterzeichnet zu haben. Butker spielt seit 2017 für die Chiefs. Gemeinsam mit Star-Quarterback Patrick Mahomes und Tight End Travis Kelce gewann er dreimal den Super Bowl.
Biles motzt über Atmosphäre: "War wirklich unangenehm"
Mit drei Gold- und einer Silbermedaille hat Turn-Legende Simone Biles bei den Olympischen Spielen ordentlich abgeräumt. Am Schwebebalken ging die US-Amerikanerin nach einem kleinen Sturz aber leer aus. Das hing in ihren Augen auch mit der Atmosphäre in der Halle zusammen, die sie im Nachgang beklagte. Als die Athletinnen der Reihe nach auf den Schwebebalken gingen, war es in der olympischen Turnhalle jeweils mucksmäuschenstill. Nicht nur für den Geschmack von Simone Biles zu still. "Das Finale am Schwebebalken ist immer das stressigste. Aber normalerweise haben wir Musik oder Hintergrundgeräusche, in welcher Form auch immer. Und um ehrlich zu sein ist es einfacher für uns, wenn um uns herum Lärm ist, weil sich das mehr wie Training anfühlt. Heute konnte man Klingeltöne und die Fotoapparate klicken hören", sagte Biles auf der Pressekonferenz am Montagabend. Das Murmeln und laute Flüstern im Publikum sei ebenfalls problematisch gewesen, ergänzte die US-Amerikanerin: "Das war wirklich komisch und unangenehm."
Mehrere Male hätten die Turnerinnen bei den Veranstaltern nachgefragt, ob sie nicht während des Wettkampfs Musik laufen lassen könnten. Diese Bitte wurde jedoch abgelehnt.
TV-Übertragung abgebrochen: Fans sauer auf ZDF, Sender reagiert
Das ZDF bedauert den Ausstieg aus der Übertragung des Olympia-Halbfinals der 3x3-Basketballerinnen wenige Sekunden vor Schluss. "Aufgrund der brisanten weltpolitischen Lage sollte die 19 Uhr "heute"-Sendung möglichst zur gewohnten Zeit gesendet werden. Die Übertragung kurz vor dem Ende des Halbfinal-Spiels der deutschen 3x3-Basketballerinnen gegen Kanada abzubrechen, war aber ein Fehler", teilte ZDF-Sportchef Yorck Polus der Deutschen Presse-Agentur mit. Der öffentlich-rechtliche Sender hatte am Montag knapp 25 Sekunden vor dem Ende des spannenden Spiels im linearen Programm zunächst in die Werbung geschaltet, ehe die "heute"-Nachrichten begannen. Das hatte teils scharfe Zuschauerkritik in den sozialen Netzwerken ausgelöst. Eine Reihe von Zuschauern ärgerte sich, nicht mehr rechtzeitig in einen Livestream gekommen zu sein, um das Ende der Partie zu sehen. "Wir bedauern, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer im Hauptprogramm den letzten Korb zum Sieg und Einzug der deutschen Basketballerinnen ins Finale verpasst haben", sagte Polus.
Max macht sich bei Eintracht Frankfurt sofort vom Acker
Außenverteidiger Philipp Max verlässt den Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Der 30-Jährige wechselt mit sofortiger Wirkung nach Griechenland zu Panathinaikos Athen. Max war während der Wintertransferphase 2022/23 nach Frankfurt gekommen, in der vergangenen Spielzeit kam er auf 23 Bundesligaspiele sowie jeweils zwei Einsätze in der Conference League und im DFB-Pokal. "Wir haben seinem Wunsch entsprochen, eine neue Herausforderung anzunehmen, bei der er sich mehr Spielzeit erhofft", sagte Sportvorstand Markus Krösche.
Spektakuläre Olympia-Szene: Wal springt bei Surf-Finale aus dem Wasser
Kauli Vaast aus Tahiti hat in seiner Heimat Olympia-Gold im Surfen gewonnen. Vor der Insel in Französisch-Polynesien stach der Lokalmatador im Finale den Australier Jack Robinson aus. Die Wellenreit-Wettkämpfe der Sommerspiele von Paris fanden auf der legendären Welle von Teahupo'o statt. Bei den Frauen gewann Caroline Marks aus den USA ihr Final-Duell mit der Brasilianerin Tatiana Weston-Webb. Zuvor gab es Bronze für die Französin Johanne Defay sowie den Brasilianer Gabriel Medina, dessen Jubel nach einem erfolgreichen Wellenritt im Viertelfinale in einem der ikonischsten Fotos dieser Sommerspiele festgehalten worden war. Im Halbfinale gab es dann ein weiteres ungewöhnliches Bild zu bestaunen: Hinter den Surfern sprang ein Wal aus dem Wasser des Pazifiks.
Die sportlichen Schlagzeilen am Morgen
Traum jäh geplatzt: Superstar Hassan wird eiskalt düpiert
Sifan Hassan war ohne Chance, Beatrice Chebet hat die Favoritin mit einem Traumlauf düpiert: Die Kenianerin sicherte sich nach einer ganz starken Vorstellung Olympia-Gold über die 5000 Meter. Chebet war im Stade de France nach 14:28,56 Minuten nicht zu halten und jubelte über den größten Erfolg ihrer Karriere. Hassan musste sich mit Silber (14:30,61) begnügen - damit platzte die Gold-Mission der Niederländerin gleich zu Beginn. Bronze ging an die Italienerin Nadia Battocletti (14:31,64), nachdem Faith Kipyegon disqualifiziert worden war. Die Weltmeisterin war eigentlich als Zweite über die Ziellinie gelaufen.
Das Rennen schien für Hassen, die einen starken Spurt besitzt, wie gemalt. Zunächst wurde gebummelt, doch dann zog das Tempo immer mehr an. Und die zweimalige Olympiasiegerin Hassan konnte zur Überraschung der Fans nicht mehr folgen. Die 31-Jährige hatte sich in Paris das scheinbar Unmögliche vorgenommen, sie wollte Gold über die 5000 und 10.000 m sowie im Marathon - wie die große Lauf-Legende Emil Zatopek 1952. Nun ist Hassans großer Traum schon nach dem ersten Wettbewerb geplatzt.
Nach Drama-Pleite: Deutsche Stars ärgern sich über Schiedsrichter
Bei den deutschen Volleyballern gab es nach dem äußerst knappen Olympia-Aus gegen Frankreich neben viel Enttäuschung auch einigen Ärger über Schiedsrichter Juraj Mokry. "Das muss man die Schiedsrichter fragen. Ich verstehe es auch nicht", sagte der verärgerte Kapitän Lukas Kampa über die Gründe für die Rote Karte gegen Tobias Krick in der heißen Phase des Tie-Breaks. Der 25 Jahre alte Mittelblocker hatte mit einem wuchtigen Schlag zum 5:8 etwas Hoffnung bei den Deutschen geschaffen und danach nah am Netz für einen Moment in die Richtung der Franzosen geschaut. Das wertete der Slowake Mokry offenbar als unangemessenes Verhalten.
Da Kampa schon eine Gelbe Karte gesehen hatte, gab es für Krick die Rote Karte. Konsequenz: ein Punkt und Aufschlag für die Franzosen. "Das sind die Regeln, aber ich verstehe einfach nicht, warum man da nicht ein bisschen mehr Bauchgefühl und Fingerspitzengefühl haben kann und einfach das Spiel ein Spiel sein lassen kann", sagte Kampa. Aus dem deutschen Lager kam auch der Hinweis, dass Spieler beider Teams häufiger ähnlich gejubelt hätten - ohne Sanktion. Kampa stellte aber auch klar, dass Mokry nicht der Grund für die Niederlage war.





