Nach Rammstoß von Gabelstapler: Ersatz für deutsche Kanuten erreicht Tokio
Das deutsche Ersatzboot für den ramponierten Viererkajak ist in der Olympia-Stadt Tokio pünktlich eingetroffen. Das bestätigte Präsident Thomas Konietzko vom Deutschen Kanu-Verband (DKV) per Facebook. Das für die Rennen auf dem Sea Forest Waterway vorgesehene Paradeboot war beim Verladen in Luxemburg von einem Gabelstapler gerammt worden. Die Gabelzinken hatten den K4 so unglücklich getroffen und demoliert, dass ein Totalschaden entstand. Daraufhin schickte die Crew Max Rendschmidt, Ronald Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke ein weiteres Boot vom Trainingslager in Duisburg auf die Reise nach Japan.
Zuschauer im Fokus: Polizei ermittelt nach Schalke-Spiel
Die Polizei Gelsenkirchen hat nach den Vorwürfen, wonach der Hamburger Zweitliga-Profi David Kinsombi am Freitag beim 3:1-Sieg bei Schalke 04 durch Affenlaute rassistisch beleidigt worden sein soll, Ermittlungen aufgenommen. "Diese laufen weiter", sagte eine Polizeisprecherin.
Auch der Traditionsklub war sofort nach Bekanntwerden der Anschuldigungen aktiv geworden und hatte noch während des Spiels zusätzliche Kräfte in den betreffenden Block, aus dem die Verunglimpfungen gekommen sein sollen, geschickt. Es konnte allerdings niemand ausfindig gemacht werden.
Der Zuschauer, der die Beleidigungen mitbekommen haben will, hatte Schalkes neu geschaffene Anlaufstelle #stehtauf über das Vorkommnis informiert, woraufhin die Königsblauen aktiv wurden. Später hatte der Fan via Twitter die Anschuldigungen publik gemacht.
Kopier-Challenge sorgt für Stimmung beim FC Bayern

Kopier-Challenge sorgt für Stimmung beim FC Bayern
Der FC Bayern bereitet sich derzeit auf die neue Saison vor. Dabei darf's gern auch etwas lockerer zugehen. Bei einem Wettbewerb müssen die Stars Elfmeter von Altstars, Vereinskolleginnen und Fans kopieren. Dabei sorgt ein Youngster für Fassungslosigkeit.
Deutsches Team reist nicht zur U20-WM der Leichtathleten
Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) entsendet wegen Corona-Bedenken keine Sportlerinnen und Sportler zu den U20-Weltmeisterschaften in Nairobi/Kenia (17. bis 22. August). Vorstand und Präsidium seien "nach umfassender Rücksprache mit dem medizinischen Kompetenzteam, dem Auswärtigen Amt sowie der Botschaft der entsprechenden Empfehlung gefolgt", teilte der DLV mit.
"Wir sehen uns in einer besonderen Verantwortung, was die Fürsorgepflicht betrifft. Uns ist die Entscheidung nicht leicht gefallen, aber sie war notwendig, um die Gesundheit der Athletinnen und Athleten sowie der Betreuerinnen und Betreuer zu schützen", sagte DLV-Präsident Jürgen Kessing. Auch die USA, Großbritannien und andere Nationen haben ihre Teilnahme abgesagt.
Frankreich lockt: Schweizer Nationaltrainer bereitet Abschied vor

Der Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petkovic steht offenbar vor einem Wechsel zum französischen Erstligisten Girondins Bordeaux. Der Schweizerische Fußball-Verband SFA bestätigte, dass der Ligue-1-Klub Kontakt aufgenommen habe und es Verhandlungen gebe. Petkovic soll laut "Blick" schon um eine Vertragsauflösung gebeten haben und sich mit Girondins einig sein.
"Es wurden Gespräche zwischen den Parteien aufgenommen. Petkovic hat einen Vertrag mit dem SFA, der sich 2022 automatisch verlängert, wenn sich die Schweiz für die WM qualifiziert. Mehr gibt es im Moment dazu nicht zu sagen", teilte der Verband mit. Petkovic hatte die Eidgenossen bei der EM durch einen Erfolg über Weltmeister Frankreich erstmals seit 1954 wieder in ein Viertelfinale bei einem großen Turnier geführt. Dort war das Team um Kapitän Granit Xhaka an Spanien im Elfmeterschießen unglücklich gescheitert.
Fernando Torres kehrt zurück zu Atlético Madrid
Fußball-Welt- und Europameister Fernando Torres kehrt als U19-Trainer zu Atlético Madrid zurück. Der 37-Jährige verbrachte bereits in der vergangenen Saison einige Zeit bei verschiedenen Mannschaften des spanischen Meisters, um sich auf die Strukturen und Abläufe des Vereins einzustellen.
Kennenlernen muss er den Klub nicht, denn Torres kam 1995 zu Atlético Madrid und feierte 2001 dort auch sein Profi-Debüt. Für die erste Mannschaft lief er 351 Mal auf. Später stand er auch beim FC Liverpool, Chelsea London und dem AC Mailand unter Vertrag, ehe er beim japanischen Verein Sagan Tosu seine Karriere im August 2019 beendete. Nach unter anderem Xavi und Xabi Alonso, startet nun mit dem ehemaligen Stürmer Fernando Torres ein weiterer Spieler der sogenannten goldenen spanischen Generation seine Trainerkarriere.
Favorit stürzt böse vom Rad, Coach explodiert am Becken
Favorit stürzt böse vom Rad, Coach explodiert am Becken
Nach mehreren Tagen im prestigeträchtigen gelben Trikot verlässt Mathieu van der Poel vor einigen Wochen die Tour de France. Er will sich auf das olympische Mountainbike-Rennen vorbereiten. In Tokio macht ein Sturz alle Hoffnungen zunichte. Freude hingegen bei Team D.
Triathletin wenige Stunden vor Start von Olympia ausgeschlossen
Die ukrainische Triathletin Julia Jelistratowa wird wegen einer positiven Dopingprobe vorerst von den Olympischen Spielen in Tokio ausgeschlossen. Dies gab die Internationale Test-Agentur (ITA) bekannt, wenige Stunden vor dem Rennstart am Abend (23.30 Uhr) im Odaiba Marine Park.
Jelistratowa wurde demnach bereits am 5. Juni in Dnjepr/Ukraine positiv auf EPO getestet, die ITA erreichte diese Nachricht über den Triathlon-Weltverband ITU laut Mitteilung am Samstag (24. Juli). Die 33-Jährige kann nun die in Tokio sitzende Ad-hoc-Abteilung des Internationalen Sportgerichtshofes CAS anrufen, um die Öffnung der B-Probe zu verlangen und gegen die provisorische Sperre vorzugehen.
Psychiatrie-Aussage fliegt Geschke um die Ohren
Der deutsche Radprofi Simon Geschke ist für seinen Vergleich der Corona-Quarantäne bei Olympia in Tokio mit einer Psychiatrie von Patientenvertretern in Deutschland kritisiert worden. Man sei "gelinde gesagt, verwundert über diese Aussage", schüre sie "doch Vorurteile, dass Psychiatrie einem Gefängnis gleich sei oder sogar schlimmer", schrieb die Deutsche Depressionsliga e.V. in einem offenen Brief an Geschke. "Mit Ihrem Vergleich besteht die Gefahr, dass Betroffene sich als Menschen zweiter Klasse fühlen, wenn sie sich in Psychiatrie begeben. Das darf nicht sein", hieß es.
Der Radsportler war kurz vor dem olympischen Straßenrennen in Japan positiv getestet worden und befindet sich nun in einem Hotel in Tokio für mehr als eine Woche in Quarantäne. "Hier geht absolut nichts", hatte er gesagt. "Das ist halb Psychiatrie, halb Gefängnis. Wobei es Psychiatrie eher trifft." Die DepressionLiga, eine Patientenvertretung für an Depressionen erkrankte Menschen, unterstrich, dass psychiatrische Einrichtungen "der einzige und richtige Weg" seien, "um aus einer psychischen Erkrankung wie Depression herauszukommen.
Wem gehören die "Schlüpfer"? Chaos beim Olympia-Waschtag in deutscher Tennis-WG

Chaos beim Waschtag in Tokioter Tennis-WG
Beim Waschtag im Olympischen Dorf geht es recht chaotisch zu - das bekommt auch die Tennis-WG um Alexander Zverev zu spüren. Eine geschlagene Stunde steht Jan-Lennard Struff an, bis er endlich die Wäschesäcke bekommt. Allerdings fängt das Rätseln damit erst an.
Ludwig/Kozuch sicher weiter - und können als Zuschauerinnen auf Gruppensieg hoffen

Beachvolleyball-Olympiasiegerin Laura Ludwig hat mit ihrer Partnerin Margareta Kozuch in Tokio das Achtelfinale erreicht. Das Duo aus Hamburg gewann sein zweites Gruppenspiel gegen die Japanerinnen Megumi Murakami/Miki Ishii 2:0 (21:17, 22:20) und ist sicher Zweiter in Gruppe F.
Sollten Murakami/Ishii gegen die Schweizerinnen Tanja Hüberli und Nina Betschart gewinnen, könnten die Deutschen trotz der Niederlage zum Auftakt sogar noch Gruppensieger werden. Das Spiel gegen Tschechien findet wegen des positiven Coronatests bei Marketa Slukova nicht statt und wird ebenfalls als Sieg für Ludwig/Kozuch gewertet.
Das zweite deutsche Damen-Duo Julia Sude und Karla Borger hatte zuvor sein zweites Gruppenspiel gegen die Weltmeisterinnen Sarah Pavan und Melissa Humana-Paredes aus Kanada 0:2 (17:21, 14:21) verloren und steht nun unter großem Druck.
"Kotzt mich richtig an": Schwimm-Rekordhalter scheidet aus
Die Freistilschwimmerinnen Isabel Gose und Annika Bruhn haben das Halbfinale bei den Olympischen Spielen erreicht. Gose schlug in Tokio im Vorlauf trotz missglückten Starts nach 1:56,80 Minuten an und wurde Neunte. Die 19 -Jährige hatte wenige Stunden zuvor im Finale über die doppelte Distanz Platz sechs belegt. Sie ist zum ersten Mal bei Olympia dabei. Der Start sei "eine Katastrophe" gewesen, so Gose. "Meine Beine haben so gezittert, ich weiß nicht, was da los war." Bruhn blieb in 1:57,15 Minuten zwei Hundertstelsekunden unter ihrer Bestzeit und war 13. aller Vorläufe. "Es hat sich echt gut angefühlt", sagte Bruhn. Vorlaufschnellste war die Amerikanerin Katie Ledecky in 1:55,28.

Dagegen schied der deutsche Rekordhalter David Thomasberger über 200 Meter Schmetterling nach 1:56,04 Minuten als 17. aus. Der Finalkandidat war eine Sekunde langsamer als bei seiner Bestzeit. "Dass ich hier rausgeflogen bin als 17., kotzt mich richtig an, aber ich kann es nicht ändern", so der Leipziger. Vorlaufbester war der Ungar Kristof Milak in 1:53,58.
Geldstrafe für zu lange Hosen wird gespendet
Die Europäische Handball-Föderation (EHF) hat die viel diskutierte Geldstrafe für die norwegischen Beachhandballerinnen gespendet - zugunsten der Gleichstellung von Frauen und Mädchen im Sport, wie der Verband mitteilte. Der Betrag in Höhe von 1500 Euro gehe an "eine bedeutende internationale Sportstiftung", die sich für diesen Zweck einsetze.
Die EHF sei sich bewusst, wie viel Aufmerksamkeit das Thema in den vergangenen Tagen geweckt habe, sagte Präsident Michael Wiederer. Man setze darauf, "dass daraus etwas Gutes entsteht". Änderungen der umstrittenen Kleidungsregeln könne jedoch nur der Weltverband IHF vornehmen. "Wir tun alles, um dies zu beeinflussen", versprach der Österreicher. Die Norwegerinnen wurden dafür bestraft, dass sie bei der EM in Shorts statt den deutlich knapperen Bikini-Höschen angetreten waren.
Nach gemeinsamem Bronze folgt wohl Trennung des Sprung-Duos
Synchron-Salto sichert erste deutsche MedailleDie Bronzemedaillengewinnerinnen Tina Punzel und Lena Hentschel gehen bei künftigen Olympischen Spielen wohl getrennte Wege. Die 20-jährige Hentschel liebäugelt nach dem dritten Platz im Synchronspringen vom 3-Meter-Brett in Tokio "noch mit den nächsten Spielen". Ziel sei es, "auf jeden Fall noch zweimal Olympia mitzumachen", sagte die Wasserspringerin.
Die fünf Jahre ältere Punzel hat dagegen noch nicht entschieden, ob sie 2024 erneut unter den fünf Ringen springen will. "Paris ist schön, aber man kann auch schön Urlaub machen", sagte die Dresdnerin, die vor fünf Jahren in Rio ihr olympisches Debüt gegeben hatte. Sich mit der Medaille zu verabschieden, sei ein Gedanke.
Das Duo hatte am Sonntag das erste Edelmetall für die deutsche Olympiamannschaft gewonnen. Am Abend nach "einem Interviewmarathon" (Punzel) waren die beiden vom Team im Olympischen Dorf empfangen worden. "Das war schon eine Überraschung, alle haben geklatscht, es war richtig schön", berichtete Punzel.
Prominenter Neuzugang für den Sport bei RTL
Die RTL-Mediengruppe hat sich mit der Sportmoderatorin Anna Kraft verstärkt. "Ich verfolge den Sport bei RTL seit Jahren als begeisterte Zuschauerin, ihn jetzt mitgestalten zu dürfen, ist ganz wunderbar", sagte Kraft.
Die Mediengruppe RTL Deutschland hat ab der Saison 2021/22 für TVNow und ihre Sender die kompletten und exklusiven Übertragungsrechte für die Europa League und die neu geschaffene Conference League erworben. Kraft war zuvor für Eurosport, das ZDF, Sat.1, Sky und Sport1 tätig gewesen. "Anna Kraft überzeugt nicht nur mit ihrer Fußball-Expertise, sondern vor allem auch mit ihrer Authentizität und positiven Ausstrahlung", betonte Stephan Schmitter, Geschäftsführer RTL News.
Eintracht Frankfurt will für mehr Fans klagen

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt zieht angeblich sogar eine Klage in Erwägung, da das hessische Ministerium für Soziales und Integration aufgrund der steigenden Inzidenzzahl im Testspiel gegen AS St. Etienne am kommenden Samstag nur 5000 statt der erhofften 10.000 Fans im Deutsche Bank Park zulassen will. Das berichtet der "Kicker". Die Frankfurter stört, dass das Ministerium keine Unterscheidung zwischen zweifach Geimpften und Genesenen sowie Nicht-Geimpften macht.
In der Erklärung des Ministeriums heißt es: "Wird die 7-Tage-Inzidenz von 35 überschritten, liegt die Höchstgrenze bei 5000 Zuschauenden. Bei der Auslegung der Leitlinien hat sich gezeigt, dass es folgender Klarstellung bedarf: Bei den 5.000 handelt es sich um die maximale Zahl Zuschauender. Eine Ausweitung im Sinne von '5.000 + Geimpfte und Genesene' ist nicht vorgesehen." Laut RKI lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag für Frankfurt bei 36,7.
"Bedenkliche Entwicklung in der Formel 1"

Görner: "Bedenkliche Entwicklung in der Formel 1"
Die Corona-Pandemie bringt den Rennkalender der Formel 1 durcheinander, etliche Länder fallen als Austragungsorte aus. Deswegen sucht die Königsklasse nach Alternativen und hat dabei mit Katar auch einen weiteren Wüstenstandort im Blick. ntv-F1-Experte Felix Görner kommentiert.
"Eine Bestie" überrollt Argentiniens Basketballer
Basketballstar Luka Doncic hat bei seinem Olympiadebüt gehörig die Muskeln spielen lassen und am Rekord gekratzt. Der NBA-Profi von den Dallas Mavericks führte Europameister Slowenien mit 48 Punkten zum überraschend klaren 118:100 (62:42)-Auftaktsieg über Argentinien. Für die Slowenen ist es die erste Olympia-Teilnahme.
Doncic machte allein in der ersten Halbzeit 31 Punkte, die Olympiabestmarke von Oscar Schmidt verfehlte der 22-Jährige knapp. Dem Brasilianer waren 1988 in Seoul gegen Spanien 55 Zähler gelungen.
Argentiniens früherer Starspieler Manu Ginobili war von Doncic schwer beeindruckt. "Eine Bestie", twitterte der 43-Jährige, Goldmedaillengewinner von Athen 2004 und viermaliger NBA-Champion mit den San Antonio Spurs, schon zur Pause.
Die Schlagzeilen am Mittag
Bitter: Sprinterinnen müssen verletzt abreisen - Chance für Lückenkemper?

Für die Sprinterinnen Lisa Mayer und Lisa Nippgen sind die Olympischen Spiele in Tokio verletzungsbedingt beendet. Bei Mayer, die nach ihren 11,12 Sekunden über die 100 Meter und für die Staffel nominiert worden war, ist im Trainingslager in Miyazaki ein Problem an einer alten Verletzung wieder aufgetreten. Bei Staffelläuferin Nippgen besteht Verdacht auf Muskelfaserriss, beide Athletinnen werden zeitnah die Heimreise nach Deutschland antreten.
Damit darf Vize-Europameisterin Gina Lückenkemper wieder auf einen Einzelstart hoffen. Die 24-Jährige, die verletzungsbedingt die Qualifikation zunächst verpasst hatte, trat die Reise nach Japan als Ersatzkandidatin für die 100 Meter sowie für die Staffel an. "Ob sie über die 100 Meter antritt, müssen wir noch zusammen entscheiden", sagte Chefbundestrainerin Annett Stein und verwies darauf, dass Lückenkemper "zuletzt noch nicht zu 100 Prozent in Form" gewesen ist. Die deutsche Meisterin Alexandra Burghardt und Tatjana Pinto sind für die 100 Meter gesetzt. Die Vorläufe starten am Freitag (4.40 Uhr).
Koepfer macht's wie Zverev
Dominik Koepfer hat als zweiter deutscher Tennisprofi nach Spitzenspieler Alexander Zverev das Achtelfinale der Olympischen Spiele in Tokio erreicht. Sein Zweitrundenspiel gewann der 27 Jahre alte Schwarzwälder gegen den Australier Max Purcell mit 6:3, 6:0. Koepfer nutzte damit die Chancen, die ihm die Auslosung und der Verzicht von Andy Murray auf den Einzel-Wettbewerb boten. Weil der zweimalige Olympiasieger Murray wegen Oberschenkelproblemen zurückgezogen hatte, war der Weltranglisten-198. Purcell ins Feld aufgerückt und hatte in der ersten Runde überrascht. Koepfer trifft nun als Außenseiter auf Pablo Carreno-Busta aus Spanien und spielt wie Zverev um den Einzug ins Viertelfinale.
Übler Sturz zwingt Gold-Favoriten zur Aufgabe
Autsch: So hatte sich das Mathieu van der Poel nicht vorgestellt. Der Niederländer war für den ersehnten Olympiasieg extra vorzeitig aus der Tour de France ausgestiegen - und muss dann im Mountainbike-Rennen aufgeben.
Der 26-Jährige blieb auf der ersten von sieben Runden am Sakura Drop passierte ihm ein Fahrfehler, er blieb mit dem Vorderrad hängen und fiel über seinen Lenker. Van der Poel hielt sich den Rücken, rappelte sich auf und setzte das Rennen zunächst fort. Der Enkel der französischen Rad-Legende Raymond Poulidor hatte bei der diesjährigen Tour de France sechs Tage lang das Gelbe Trikot des Gesamtführenden getragen.
Der Brite Thomas Pidcock nutzte seine Chance und fuhr zum Sieg vor dem WM-Zweiten Mathias Flückiger aus der Schweiz. David Valero aus Spanien holte knapp vor Rio-Olympiasieger Nino Schurter aus der Schweiz Bronze.
Die Deutschen waren abgeschlagen: Routinier Manuel Fumicerreichte bei seiner fünften und letzten Olympia-Teilnahme den 28. Rang. Maximilian Brandl kam als 21. ins Ziel.
Vor ihrem historischen Kampf steigt bei Apetz die Aufregung
Boxerin Nadine Apetz kann ihren ersten Olympiakampf am Dienstag kaum erwarten. "Die Aufregung steigt, es geht endlich in den Ring. Ich freue mich sehr darauf", sagte die 35 Jahre alte Kölnerin.
Apetz, die sich als erste deutsche Boxerin überhaupt für Olympische Spiele qualifiziert hat, tritt nach einem Freilos in der ersten Runde am Dienstag (7.26 Uhr/MESZ) gegen die Inderin Lovlina Borgohain an. "Ich bin mit dem Los ganz zufrieden, es hätte sicher schlimmer kommen können", sagte die zweimalige WM-Dritte: "Aber zu unterschätzen ist hier niemand. Ich werde mein Bestes geben und hoffe, dass es reicht."
In den ersten Tagen in Tokio genoss Apetz vor allem das Flair im Olympischen Dorf. "Es ist total toll, gerade nach dem ganzen Lockdown wieder so viele Menschen zu sehen - und dann auch noch aus so vielen Regionen der Welt", sagte Apetz: "Teilweise habe ich von den Ländern noch nie etwas gehört."
Wahnsinniger Jubel: Gold-Coach wird zum Internet-Hit
Ausgelassen oder schon wahnsinnig?: Nach dem Olympiasieg der Australierin Ariarne Titmus im Schwimm-Rennen über 400 Meter Freistil flippte deren Trainer Dean Boxall völlig aus. Der Coach stürmte brüllend über den Tribünengang im Tokyo Aquatics Centre und rüttelte an der Absperrung. In der Halle in der japanischen Hauptstadt wurde die Szene auf den großen Videowänden immer wieder gezeigt.
Titmus und US-Superstar Katie Ledecky hatten sich ein spektakuläres Duell um Gold geliefert. Ledecky lag zwischenzeitlich schon vermeintlich souverän in Führung, doch Titmus holte furios auf und siegte. Für die 20-Jährige war es die erste Olympiamedaille der Karriere. Die Magdeburgerin Isabell Gose belegte in dem Finale den sechsten Platz.
F1-Gerücht: "Valtteri Bottas muss neue Heimat finden"

"Valtteri Bottas muss neue Heimat finden"
Der Fahrer-Transfermarkt in der Formel 1 geht langsam in die heiße Phase. Die meistdiskutierte Frage: Wer wird bei Mercedes neben Lewis Hamilton die Nummer zwei - Valtteri Bottas oder George Russell? ntv-F1-Experte Felix Görner zu den Gerüchten der "Silly Season".
Duell der 13-Jährigen: Japanerin holt Skateboard-Gold
Zweiter Wettbewerb der Olympia-Geschichte, zweiter Sieg für die Gastgeber: Die 13 Jahre alte Japanerin Momiji Nishiya hat bei den Olympischen Spielen in Tokio den ersten Skateboard-Wettbewerb der Frauen gewonnen. In der Disziplin Street setzte sie sich vor der ebenfalls 13 Jahre alten Rayssa Leal aus Brasilien und ihrer 16 Jahre alten Landsfrau Funa Nakayama durch.
Im Ariake Sports Park mussten die Skateboarderinnen zwei Läufe à 45 Sekunden absolvieren und auf einem Parcours mit Hindernissen fünf Tricks zeigen, die jeweils gesondert bewertet wurden.
Tags zuvor hatte der Japaner Yuto Horigome die Männer-Konkurrenz im Street für sich entschieden.
Skateboarden wurde für die Spiele in Tokio erstmals in das olympische Wettbewerbsprogramm aufgenommen. Die Deutschen Tyler Edtmayer und Lilly Stoephasius treten in der anderen Skateboard-Disziplin Park am 4. (Frauen) und 5. August (Männer) an.
Antwort von Max Kruses Freundin bringt Bus zum Beben

Antwort von Max Kruses Freundin bringt Bus zum Beben
Nach dem Sieg der deutschen Olympia-Auswahl gegen Saudi-Arabien stellt sich Fußball Max Kruse den Fragen der Journalisten und überrascht dabei seine Freundin Dilara vor laufender TV-Kamera mit einem Heiratsantrag. Wenig später steht die Antwort fest - und im Spielerbus herrscht Partystimmung.
Motorboot kreuzt: Chaos beim Triathlon-Start
Zum Glück wurde dabei niemand verletzt: Ein TV-Boot hält sich noch nach dem Startschuss des olympischen Triathlons der Männer im Startbereich auf, kreuzt das Athletenfeld und hindert einige am Schwimmen. Der Start wird wiederholt. Die meisten Athleten müssen mit Booten aufgehalten und zurück zum Start gebracht werden.
Schweizer Fabelrekorde werden abgeschmettert
Die vermeintlich sensationellen Rekorde des Schweizer Sprinters Alex Wilson bleiben ohne Anerkennung. Wie der nationale Leichtathletik-Verband Swiss Athletics mitteilte, fehlte bei Wilsons Europa-Bestmarken im Rahmen eines Meetings in Marietta/USA das Start-Informations-System, das aufgrund unrealistischer Reaktionszeiten Fehlstarts anzeigt.
Unter anderem war Wilson bei gerade noch zulässigem Rückenwind (1,9 m/s) die 100 Meter in 9,84 Sekunden gesprintet, schneller als jeder andere Europäer vor ihm. "Die Anforderungen für eine Homologation sind in diversen Punkten nicht erfüllt", gab Swiss Athletics bekannt.
Ohnehin hatte es Zweifel an den Fabelzeiten gegeben. Der Weltverband World Athletics (WA) informierte den Schweizer Verband nun, dass die Zeiten keine Anerkennung finden: "Wir wissen, dass die angegebenen Zeiten bei diesem Meeting nicht korrekt sind." Sie werden weder in Bestenlisten noch in Statistiken aufgenommen.
Der anerkannte 100-Meter-Europarekord von Francis Obikwelu (Portugal) und Jimmy Vicaut (Frankreich) verbleibt bei 9,86 Sekunden.
Jetzt auch noch der Cousin: Albert Haaland debütiert - und trifft
Das liegt wohl in der Familie: Albert Braut Tjaaland, Mittelstürmer und Cousin eines gewissen Erling Braut Haaland, hat es seinem berühmten Vetter nachgemacht und bei seinem Pflichtspieldebüt für Molde FK getroffen. Der 17-Jährige erzielte in der ersten Runde des norwegischen Pokalwettbewerbs das Tor zum 4:1 (1:0)-Endstand beim Viertligisten Spjelkavik (90.+3).
Zehn Minuten nach seiner Einwechslung wurde Tjaaland kurz vor dem gegnerischen Strafraum angespielt und schloss alleine vor dem Torwart eiskalt ab.
Dortmund-Stürmer Haaland hatte im April 2017 ebenfalls im Pokal gegen Volda TI seinen ersten Treffer für Molde erzielt. Wie Tjaaland war er von Bryne FK dorthin gewechselt. Mit seinen 1,85 Meter und der wuchtigen Erscheinung erinnert der Teenager durchaus an seinen berühmten Verwandten.
Sein Trainer Erling Moe will die Vergleiche aber nicht überstrapazieren. "Wir sollten gut aufpassen, was wir einem so jungen Kerl aufbürden", sagte er der Zeitung "Verdens Gang": "Aber Albert liebt es auch, Tore zu schießen. Daran misst er sich selbst."
In der Familie gibt es übrigens noch zwei weitere Erstligaspieler: Haalands Cousin Jonatan Braut Brunes stürmt für Lilleström SK in der Eliteserien und traf im Pokal am Samstag sogar zweimal. Seine Schwester Emma Braut Brunes spielt in der Toppserien für Klepp IL, schlägt aber aus der Art: Sie ist Verteidigerin.





