Der Sport-Tag
28. Juni 2026
23:24 Uhr

Fauxpas gekittet, für den Weltrekord reicht's nicht

Auf einen seltenen Rückschlag hat Stabhochsprung-Gigant Armand Duplantis mit seinem nächsten Sieg geantwortet. Der Weltrekorder aus Schweden, vor drei Wochen beim Heimspiel in Stockholm erstmals seit fast drei Jahren wieder geschlagen, gewann den Wettkampf des Diamond-League-Meetings in Paris überlegen mit einer Höhe von 6,13 Meter.

Duplantis versuchte sich am Weltrekord, riss die Höhe von 6,32 Meter aber dreimal. Die Bestmarke steht damit weiter bei 6,31 Meter. Der 26-Jährige hatte zuletzt in Stockholm nach 40 Siegen in Serie mit für ihn indiskutablen 5,80 Meter gegen den Australier Kurtis Marschall (5,90) verloren. In der französischen Hauptstadt siegte der Weltmeister und Olympiasieger vor Lokalmatador Baptiste Thiery (5,93) und Emmanouil Karalis aus Griechenland (5,83). Seine 6,13 Meter sind Meeting-Rekord.

22:50 Uhr

Youngster krönt sich überraschend zum deutschen Straßenrad-König

Felix Engelhardt hat sich mit einer famosen Aufholjagd bei der Hitzeschlacht im Thüringer Wald erstmals das deutsche Meistertrikot geholt und sich bestens auf seine Premiere bei der Tour de France eingestimmt. Der 25 Jahre alte Radprofi kämpfte sich bei Temperaturen von über 35 Grad in der Abfahrt noch an eine vierköpfige Spitzengruppe heran, nachdem er am letzten Berg bereits abgehängt war. Die Plätze zwei und drei belegten nach 191,1 Kilometern mit Start und Ziel in Bad Liebenstein Lennart Jasch und Nico Denz.

"Das ist ein Wahnsinnsgefühl. Davon träumt jeder. Es gibt nicht Schöneres, als im Meistertrikot zu fahren, vor allem wenn man zur Tour fährt. Das ist etwas ganz Besonderes", sagte Engelhardt nach seinem überraschenden Coup. Damit kann er nun im Meistertrikot seine Premiere bei der Frankreich-Rundfahrt feiern, die am Samstag in Barcelona losrollt.

Dabei schien das Rennen für Engelhardt am letzten Berg schon gelaufen, als Nils Politt und Co. das Tempo forcierten. "Ich hatte die letzte Runde schon ziemlich zu kämpfen. Ich war kurz vor einem Krampf. Irgendwann bin ich abgehängt worden", sagte Engelhardt und ergänzte: "Ich dachte schon: 'Mist, jetzt wird es eng.' Ich bin die Abfahrt einfach maximales Risiko runter. Die vorne haben sich angeschaut. Da bin ich gerade so wieder rangerollt."

22:13 Uhr

Wieder Weltrekord: Da liegt was im römischen Wasser

Gut 24 Stunden nach Marrit Steenbergen hat auch Gretchen Walsh bei der Settecolli-Trophy in Rom einen Schwimm-Weltrekord aufgestellt. Die Doppel-Olympiasiegerin von Paris blieb über 50 Meter Freistil in 23,55 Sekunden vier Hundertstel unter der Bestmarke ihrer US-Landsfrau Kate Douglass, die vor neun Tagen bei einem Meeting in Indianapolis 23,59 Sekunden für die Strecke benötigt hatte. Walsh siegte vor der Schwedin Sarah Sjöström (23,81), deren Weltrekord Douglass zuletzt geknackt hatte. Dritte wurde die Italienerin Sara Curtis (24,09).

Walsh hält damit zwei Bestmarken, auch über 100 Meter Schmetterling war bislang niemand schneller als sie (54,33). Gestern hatte die Niederländerin Steenbergen den fast zehn Jahre alten Weltrekord über 100 Meter Freistil gebrochen. Die Weltmeisterin löste in 51,68 Sekunden Sjöström (51,71) ab.

21:37 Uhr

Diese deutsche Nationalmannschaft ist schon Weltmeister

Deutschlands Beachhandballer sind erstmals Weltmeister. Das Team von Bundestrainer Marten Franke setzte sich im WM-Finale gegen Brasilien mit 2:0 (21:18, 21:14) durch und feierte damit den bisher größten Männer-Erfolg in der Historie des Deutschen Handballbundes. Die Frauen, die bei der Endrunde in Zagreb Fünfter wurden, hatten 2022 und 2024 jeweils WM-Gold gewonnen.

Neben dem deutschen Top-Torschützen Lennart Wörmann (13 Punkte) stach erneut Moritz Ebert mit starken Paraden heraus. Der Torwart war bereits am Samstag beim 2:1 in einem dramatischen Halbfinale gegen Argentinien der Matchwinner gewesen und wurde ebenso wie der deutsche Abwehrchef Severin Henrich ins All-Star-Team der WM gewählt. Für die Männer ist es nach den Triumphen bei der EM und den World Games im Vorjahr der dritte Titel in Serie. "Es war ein überragendes Spiel, wir haben Brasilien dominiert", sagte Bundestrainer Franke und resümierte: "Wir sind ohne Niederlage durch das Turnier gegangen, das macht mich unglaublich stolz."

20:56 Uhr

Ronaldo: Rekord-Erben "verdienen es"

Brasiliens Fußballikone Ronaldo blickt ohne Groll auf das Wettschießen der Stars bei der WM. Der frühere Angreifer, der bis 2014 die Rangliste der WM-Rekordtorschützen mit 15 Treffern angeführt hatte, sieht die Torejagd von Lionel Messi, Kylian Mbappé oder Harry Kane auch als Beleg dafür, "dass Fußball letztendlich mehr ist als nur Zahlen. Man muss auch an das Vermächtnis denken, das man hinterlässt", sagte der 49-Jährige der "L'Équipe".

Ronaldo war 2014 von Miroslav Klose (16 Tore) abgelöst worden. Inzwischen führt Messi (19) die Bestenliste vor dem früheren DFB-Angreifer und Mbappé (16) an. Sowohl Englands Kane (11) als auch Portugals Cristiano Ronaldo (10) könnten bei dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada noch an Ronaldo vorbeiziehen. "Es erinnert mich daran, dass alle Rekorde dazu da sind, gebrochen zu werden", sagte er. Messi und Mbappé seien "zweifellos Spieler, die über Statistiken hinausgehen und es verdienen, die Rekordtorschützen des Wettbewerbs zu sein".

20:12 Uhr

Zehnkampf-Riese Neugebauer triumphiert in der Höllenhitze

Zehnkampf-Weltmeister Leo Neugebauer hat beim Meeting in Ratingen einen souveränen Sieg gefeiert und sich 45 Tage vor dem Angriff auf den EM-Titel in starker Form gezeigt. Den Härtetest am glühenden Niederrhein bestand Deutschlands Sportler des Jahres und fuhr bei seinem ersten Zehnkampf überhaupt in Deutschland einen sicheren Sieg ein. 45 Tage vor dem Angriff auf den Europameistertitel in Birmingham liegt der 26-Jährige voll auf Kurs.

"Das war mein erster Zehnkampf zu Hause, das hat so viel Spaß gemacht", sagte Neugebauer: "Jetzt werde ich zwei Wochen lang nix machen - und dann geht es nochmal richtig ins Training."

Der Modell-Athlet vom VfB Stuttgart triumphierte beim Traditionsmeeting vor den Toren Düsseldorfs mit 8573 Punkten. Makenson Getty (Frankreich) wurde mit 8458 Punkten Zweiter. Platz drei ging an Devon Williams aus den USA (8402). Damit blieb Neugebauer zwar unter den 8730 Punkten von Götzis Ende Mai, viel mehr war angesichts von Schattentemperaturen um 40 Grad am Samstag und drückender Schwüle am Sonntag kaum drin.

18:49 Uhr

BVB trauert um Vereinslegende Wolfgang Paul

Borussia Dortmund trauert um Klub-Ikone Wolfgang Paul. Der Kapitän der Europapokalsieger-Mannschaft von 1966 ist im Alter von 86 Jahren nach langer Krankheit gestorben. Das teilte der Fußball-Bundesligist nach entsprechendem Kontakt mit der Familie von Paul mit.

"Diese Nachricht macht uns unendlich traurig. Wolfgang war bescheiden, bodenständig. Eine treue Seele. Eine ehrliche Haut. Ein ganz feiner Mensch. Eine BVB-Ikone. Wolfgang war mehr als ein Freund. Ich werde ihn sehr vermissen", sagte BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke.

Der Sauerländer Paul war 1961 zum BVB gekommen und spielte bis 1970 für die Schwarzgelben. Zwischen 1965 und 1968 war er Kapitän der Dortmunder, mit denen er 1963 deutscher Meister, 1965 DFB-Pokalsieger und 1966 Europapokalsieger der Pokalsieger wurde. 1966 gehörte er zum deutschen WM-Kader, kam bei der Weltmeisterschaft in England aber nicht zum Einsatz. Paul war erster Ehrenspielführer des Klubs, Ehrenmitglied, Träger der goldenen Vereinsnadel und lange Jahre Vorsitzender des Ältestenrates.

18:17 Uhr

Rückkehrer Deschamps mit leidenschaftlicher Ansprache

Nach der Beerdigung seiner Mutter ist Frankreichs Trainer Didier Deschamps in die USA zurückgekehrt und hat seine Mannschaft auf das erste Alles-oder-Nichts-Spiel gegen Schweden eingeschworen. Ein vom französischen Verband auf Instagram veröffentlichtes Video zeigt den 57-Jährigen bei einer leidenschaftlichen Ansprache an seine Spieler. "Der erste Wettbewerb ist vorbei. Aber es gibt einen Zweiten. Die von euch, die bereits eine WM gespielt haben, wissen, jetzt ändert sich alles. Es ist derselbe Wettbewerb, aber irgendwie doch ein anderer. Jedes Spiel kann das letzte sein", warnte der 57-Jährige die Équipe Tricolore vor dem Sechzehntelfinale am Dienstag (23 Uhr/MagentaTV und im ntv.de-Liveticker).

Frankreich will seinen scheidenden Trainer mit dem dritten WM-Titel der Verbandsgeschichte verabschieden. Schweden dürfte für das französische Star-Ensemble um Kylian Mbappé, Bayern-Profi Michael Olise und Ousmane Dembélé im Normalfall keine allzu große Hürde sein. Für die Équipe Tricolore soll das Duell vielmehr nur eine Zwischenstation auf dem Weg zum möglichen Achtelfinal-Kracher gegen Deutschland werden. "Ihr seid selbstbewusst genug und ihr seid fähig, etwas Großes zu erreichen", sagte Deschamps und verglich die Mission WM-Titel mit einer Bergbesteigung. Je näher man dem Gipfel komme, desto schwieriger würden die Herausforderungen, erklärte der 57-Jährige.

17:37 Uhr

Südkoreas Präsident rechnet mit "unfähigem" Nationaltrainer ab

Der südkoreanische Präsident Lee Jae-myung hat nach dem Ausscheiden des Teams bei der Fußball-Weltmeisterschaft scharf gegen den eigenen Nationaltrainer Hong Myung-bo geschossen. Es seien "Unfähige zu Kommandanten" gemacht worden, schrieb der Präsident auf X.

"Dieses Scheitern der Qualifikation für die WM-Endrunde, das die Bürger enttäuscht hat, scheint ein Versagen der Organisation und des Personals zu sein." Es habe sich einmal mehr gezeigt, dass die Personalauswahl über alles entscheide. Wenn man eher auf "die eigenen Leute" als auf Kompetenz achtet und unfähige Personen in Führungspositionen beruft, sei das Ergebnis vorhersehbar. Er warf dem Verband zudem Vetternwirtschaft vor und forderte eine Untersuchung.

16:53 Uhr

Horror-Sturz des WM-Führenden überschattet MotoGP-Rennen

Ein schlimmer Sturz von MotoGP-Pilot Marco Bezzecchi hat den Großen Preis der Niederlande überschattet. Der Italiener flog beim Rennen in Assen kurz nach dem Start bei hohem Tempo ab, Bezzecchi überschlug sich im Kiesbett mehrfach, blieb aber bei Bewusstsein. Wie schwer sich der Aprilia-Fahrer verletzt hat, ist nicht bekannt.

Bezzecchi, als Spitzenreiter zur zehnten WM-Station angereist, verlor in der zweiten Runde in Kurve 15 das Vorderrad, flog durch das Kiesbett, dann über ein Stück Asphalt und wieder zurück ins Kiesbett. Später war auf den TV-Bildern zu sehen, wie der 27-Jährige vor der Streckenbegrenzung saß und behandelt wurde. 

16:04 Uhr

"Mehr als bereit": Bayern-Star steht vor WM-Debüt

Kanadas Nationaltrainer Jesse Marsch hat einmal mehr ein Comeback von Kapitän Alphonso Davies in Aussicht gestellt. Er wolle zwar keine "Minuten, Starter oder Einwechselspieler" bestätigen, betonte der Amerikaner vor dem WM-Sechzehntelfinale gegen Südafrika (21 Uhr MESZ/ARD, MagentaTV und im Liveticker auf ntv.de) in Los Angeles, aber: "Wir sehen ihn jetzt in großartiger Form und hervorragender Verfassung. Ich denke, er ist mehr als bereit."

Marsch hatte ein Comeback von Davies, der wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel seit Anfang Mai kein Spiel absolviert hat, bereits vor dem letzten Gruppenspiel gegen die Schweiz (1:2) angekündigt. Als der Bayern-Star dann nicht zum Einsatz kam, meinte Marsch, es habe sich um ein "Ablenkungsmanöver" gehandelt. Wie Marsch nun bestätigte, sei man sich schon früh im Turnier sicher gewesen, "dass ein Einsatz in der Gruppenphase eher unwahrscheinlich ist".

15:16 Uhr

Deutsche Wimbledon-Teilnehmerin bricht Medienrunde aus Protest ab

Auch die deutsche Tennisspielerin Eva Lys möchte in Wimbledon so kurz wie möglich mit den Medien sprechen. Der Protest einiger Profis im Prämienstreit mit den Grand-Slam-Turnieren geht beim Rasenklassiker in London weiter - und auch die Hamburgerin beteiligt sich an der Maßnahme, die Zeit für Journalisten und Journalistinnen zu begrenzen.

"Als Spielerin oder als Spieler gehört zu werden von den großen Turnieren, ist ganz, ganz wichtig. Die meisten Spieler, die ich kenne, unterstützen das und machen da auch mit", sagte Lys, die am Dienstag in Wimbledon in der ersten Runde gegen die Russin Diana Schnaider antritt.

"Das hat letztes Jahr angefangen, und es gibt langsam Besserungen, aber das sind halt einmalige Erhöhungen des Preisgeldes, und wir wollen natürlich weiterhin auch einfach für unser Recht einstehen", fuhr die 24-Jährige fort. Sechs Minuten sprach Lys auf Deutsch, als um die letzte Frage gebeten wurde.

14:18 Uhr

Undav steht in FIFA-Ranking vor Messi und Mbappé

Deniz Undav ist bisher der deutsche Spieler der Vorrunde. Drei Treffer und rund zwei Assists erzielte der DFB-Stürmer als Joker. Mit seinen Leistungen steht er in einer neuen FIFA-Wertung sogar ganz an der Spitze vor Weltstars wie Lionel Messi und Kylian Mbappé.

Für die WM 2026 hat der Weltverband ein neues Ranking-System eingeführt, das "objektive datenbasierte" Leistungen messen soll. Alle Feldspieler erhalten in den drei Kategorien Offensive, Kreativität und Defensive jeweils einen Wert zwischen 0 und 10. Und siehe da: Nach der Vorrunde steht bei den Feldspielern in der Kategorie Angriff Undav mit 8,37 knapp vor Messi (8,33), Mbappé. 8,12 und Vinicius Junior (7,91).

13:27 Uhr

Lionel Messi schnappt sich die nächste WM-Bestmarke

Mit seinem insgesamt 19. WM-Treffer, krönte sich Lionel Messi zum ersten Spieler überhaupt, der in sieben WM-Spielen hintereinander traf. Damit überflügelte er die Uralt-Bestmarke des legendären Franzosen Just Fontaine (1958) sowie des Brasilianers Jairzinho (1970), die jeweils in sechs Spielen in Folge getroffen hatten. 

Beim 3:1 seiner Argentinier zum Vorrundenabschluss gegen Jordanien saß Messi zunächst 60 Minuten lang auf der Bank, ehe er das Stadion mit seinem nächsten Rekordtor in ungewohnter Joker-Rolle in Ekstase versetze. Aus 25 Metern traf er per Freistoß ins Tor der Jordanier. Nicht bloß Trainer Lionel Scaloni gingen nach der Partie "langsam die Superlative aus", um die Leistung seines Superstars zu würdigen.

Lionel Messi lässt Argentinien erneut jubeln

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12:30 Uhr

Norwegisches WM-Fieber: Ironman-Europameister rudert beim Zieleinlauf

Triathlon-Weltmeister und Topfavorit Casper Stornes hat beim Ironman Frankfurt den EM-Titel gewonnen. Auf der hitzebedingt verkürzten Strecke setzte sich der Vorjahres-Dritte nach Schwimmen, Radfahren und Laufen im Ziel am Römerberg in 4:50:23 Stunden vor seinem norwegischen Landsmann Gustav Iden (2:30 Minuten zurück) durch.

Stornes, der mit Iden Norwegens Doppelerfolg mit der bei der Fußball-WM durch die Skandinavier populär gewordenen Ruder-Imitation feierte, nutzte seine ausgeprägten Läufer-Qualitäten zum Sieg. Der 29-Jährige war mit 1:11 Minuten Rückstand auf Nathan Guerbeur auf die entscheidende Laufstrecke gegangen, konnte den Franzosen jedoch nach nur wenigen Kilometern an der Spitze ablösen.

11:20 Uhr

"Kann nicht mehr!" Österreichischer Kommentator flippt komplett aus

Die Wortwahl war eine andere, aber "narrisch" ging es auch dieses Mal zu: Der späte Ausgleich Österreichs im WM-Spiel gegen Algerien hat am frühen Sonntagmorgen auch die TV-Kommentatoren im ORF mitgerissen. "Bist. Du. Deppert", schrie Daniel Warmuth in sein Mikrofon, mit ausgebreiteten Armen stand er auf der Tribüne des Stadions in Kansas City: "Ich habe so etwas noch nicht erlebt! Aus! Ich kann nicht mehr!"

Der frühere Stuttgarter Sasa Kalajdzic hatte Österreich mit seinem Tor zum 3:3-Endstand in der sechsten Minute der Nachspielzeit vor dem WM-Aus bewahrt, nur drei Minuten nach dem vermeintlich entscheidenden Führungstreffer der Algerier - und Erinnerungen wurden wach an Edi Fingers legendäre Radioreportage vom 3:2-Sieg Österreichs gegen Deutschland bei der WM 1978. Der Ausruf "I wer' narrisch" wurde zu einem Stück Sportgeschichte.

Zwei-Minuten-Wahnsinn rettet Österreich

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48 Jahre später rief Warmuth nun mit sich überschlagender Stimme mehrfach den Namen des Torschützen, "mich beutelt es komplett durch", sagte er etwas später und dachte dann an die Menschen in der Heimat, für die es früher Sonntagmorgen war: "In Österreich sind sicher ein paar Kaffeehäferl vom Tisch geflogen."

10:05 Uhr

Prognose: Nur Mini-Chance für deutschen WM-Titel

Die K.o.-Runde der Fußball-WM steht. Und die deutsche Nationalelf hat einen knüppelharten Weg vor sich. Nach dem Sechzehntelfinale gegen Paraguay wartet potentiell schon ein Duell mit Favorit Frankreich. Falls es danach noch weitergeht, könnten die Niederlande und dann Spanien folgen.

Die Statistiker von Dienstleister Opta haben nun die Wahrscheinlichkeiten für die Titelchance aller verbleibenden Teams ausgerechnet. Demnach hat das DFB-Team nur eine vierprozentige Chance auf den Titel. Immerhin: Zu 79 Prozent geht es laut Opta ins Achtelfinale. Die beste Chance auf den WM-Pokal hat der Prognose zufolge Frankreich mit 19 Prozent, gefolgt von Argentinien mit 16 Prozent.

08:58 Uhr

Messi trifft auch als Joker - Freistoß direkt verwandelt

Lionel Messi sitzt zu Beginn des dritten Gruppenspiels lediglich auf der Bank. Die bereits als Gruppensieger feststehenden Argentinier schonen ihren Superstar. Nach 60 Minuten kommt er schließlich in die Partie - und trifft selbstredend noch.

Messi trifft auch als Joker - Freistoß direkt verwandelt

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08:25 Uhr

Spielt die FIFA Trump in die Karten?

US-Präsident Donald Trump bleibt bei der Fußball-WM bislang im Hintergrund - und hat seine Ziele dennoch schon erreicht. Zumindest laut Nicholas McGeehan, Direktor der Organisation FairSquare. Trump und dessen Berater wollten durch das Turnier "ihren aggressiven Nationalismus und Rassismus" demonstrieren, sagte McGeehan dem SID. Die FIFA habe ihnen das "ganz eindeutig ermöglicht. Sie haben schon erreicht, was sie erreichen wollten."

McGeehan, der Beschwerde gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino bei der Ethikkommission des Weltverbandes wegen dessen enger Beziehung zu Trump eingereicht hat, verwies auf den somalischen Schiedsrichter Omar Artan, dem die Einreise in die USA verweigert worden war. Infantino habe dies vor dem WM-Start "faktisch verteidigt". Es sei "ziemlich klar, dass die FIFA versucht, das MAGA-Projekt mithilfe der Weltmeisterschaft zu unterstützen".

07:15 Uhr

Red Bull entschuldigt sich nach Crash bei Verstappen

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hatte seinem Red-Bull-Rennstall zufolge keine Schuld am heftigen Abflug in der Qualifikation zum Großen Preis von Österreich.

"Als Team übernehmen wir die volle Verantwortung und entschuldigen uns bei ihm", sagte Teamchef Laurent Mekies: «Wir haben an Aerodynamik am Heck des Wagens verloren, was Max keine Chance ließ." Laut des Franzosen sei die gesamte Dynamik des Unfalls "ungewöhnlich" gewesen. Es habe einen Defekt am Heckflügel gegeben.

06:21 Uhr

Djokovic verbietet seinen Kindern das Smartphone

In der Handy-Diskussion mit seinen Kindern bleibt der serbische Tennisstar Novak Djokovic streng. Sein 11-jähriger Sohn Stefan und seine 8-jährige Tochter Tara haben kein eigenes Smartphone. In Wimbledon erklärte der frühere Weltranglisten-Erste, warum er dies mit seiner Frau Jelena so entschieden hat und wie er sich in seiner Vaterrolle mit dieser Frage beschäftigt. 

"Wenn alle ihre Freunde eines haben, wollen sie es natürlich auch. Das ist eine schwierige Situation für mich und meine Frau", sagte Djokovic in London. "Gleichzeitig sind wir fest davon überzeugt, dass vor einem bestimmten Alter der Umgang mit Bildschirmen meiner Meinung nach eher schädlich als nützlich ist. Daran halten wir uns also." 

05:40 Uhr

Kabayel verrät erste Titelverteidigungs-Pläne

Der neue Schwergewichts-Weltmeister Agit Kabayel will seinen Titel noch in diesem Jahr erstmals verteidigen. "Wir halten an unserer Planung fest. Agit möchte auf jeden Fall in diesem Herbst kämpfen. Bestenfalls im Stadion in Düsseldorf", teilte Manager Lasse Krüger mit. Kabayel war am Samstag vom Verband World Boxing Council (WBC) zum Champion und damit zum ersten deutschen Schwergewichts-Weltmeister seit Max Schmeling vor fast 100 Jahren erklärt worden.

Vor seinem nächsten Kampf soll es in Kabayels Heimatstadt Bochum mit Fans noch eine "große Party" geben, erklärte Krüger. Kabayel, zuvor WBC-Interimsweltmeister, profitierte davon, dass der Ukrainer Alexander Usyk seine drei verbliebenen Titel am Freitag niedergelegt hatte. Ursprünglich hatte Kabayel einen Mega-Kampf in einem deutschen Stadion gegen Usyk geplant. 

03:53 Uhr

Rat für Deutschland? Tuchel lacht

Thomas Tuchel will sich als englischer Nationaltrainer mit Ratschlägen für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bunds zurückhalten. "Ich verfolge natürlich das deutsche Team. Aber mein Herz schlägt für das englische Team bei dieser WM, dort liegt mein Fokus", sagte Tuchel nach dem 2:0 Englands gegen Panama, das den Gruppensieg bei der WM sicherte.

Der 52 Jahre alte frühere Bundesligacoach lobte Bundestrainer Julian Nagelsmann und die DFB-Auswahl jeweils als "top". "Sie finden selbst ihre Lösungen", sagte Tuchel und erklärte lachend: "Wenn sie irgendetwas nicht brauchen, dann ist es mein Rat."

Deutschland hatte zuletzt beim 1:2 gegen Ecuador geschwächelt und bekommt es als Gruppensieger am Montag (22.30 Uhr MESZ) in Foxborough mit Paraguay zu tun. England und Tuchel treffen in Atlanta auf die Demokratische Republik Kongo.

Bellinghams Kuscheltor lässt Tuchels Ärger verfliegen

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02:42 Uhr

Nach drei Tagen Warten aufs WM-Aus: Schottischer Trainer tritt zurück

Schottlands Trainer Steve Clarke ist nach dem feststehenden Aus bei der Fußball-WM zurückgetreten. Das teilte der schottische Verband mit. Clarke hatte das Team sieben Jahre lang trainiert und zur ersten WM-Teilnahme seit 28 Jahren geführt. Für Schottland (3 Punkte, -3 Tore) reichte es nicht für einen Platz unter den acht besten Gruppendritten. 

"Der emotionalste Teil dieses Abschieds gilt meinen Spielern, ohne die wir keine der Erinnerungen hätten, die wir von 2019 bis heute gesammelt haben. Sie verdienen all das Lob und die Bewunderung, die ihnen zuteil werden, und es war mir wirklich eine Ehre, ihr Trainer genannt zu werden", wird Clarke in einer Verbandsmitteilung zitiert.

Die Schotten hatten zum Auftakt mit 1:0 gegen Haiti gewonnen, in der Folge aber gegen Marokko (0:1) und Brasilien (0:3) verloren. Drei Tage nach der letzten schottischen Partie stand das Aus am Samstag fest.

01:40 Uhr

Kane köpft sich zum alleinigen Rekordhalter

Harry Kane ist zum alleinigen WM-Rekordtorschützen der englischen Fußball-Nationalmannschaft aufgestiegen. Der Stürmer von Bayern München erzielte im letzten Gruppenspiel gegen Panama (2:0) seinen elften WM-Treffer und überholte damit den bisherigen Rekordhalter Gary Lineker (10). Durch seinen Doppelpack zum Auftakt gegen Kroatien (4:2) war der Kapitän der Three Lions zuvor schon gleichgezogen.

Kane ist schon bei der dritten WM erfolgreich: 2018 in Russland war er mit sechs Treffern Torschützenkönig gewesen, 2022 in Katar gelangen ihm zwei Tore. 2026 in den USA, Mexiko und Kanada benötigte Kane nur eine Halbzeit für die identische Ausbeute. In der langen Liste englischer Nationalspieler traf nur David Beckham ebenfalls bei drei Weltmeisterschaften (1998, 2002, 2006). 

Kane ist ohnehin schon mit großem Vorsprung England Rekordtorschütze (82). Dahinter folgt Wayne Rooney mit 53 Toren.

Hier köpft sich Harry Kane zum Rekord

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00:03 Uhr

Aufatmen bei Nagelsmann: Stammspieler kehrt zurück

Aufatmen bei Julian Nagelsmann: Linksverteidiger Nathaniel Brown ist nach seinen leichten Adduktorenproblemen auf den Trainingsplatz zurückgekehrt und steht dem Bundestrainer damit im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay zur Verfügung. Brown war im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador (1:2) von David Raum ersetzt worden.

Nagelsmann begrüßte beim Training im Spry Soccer Stadium in Winston-Salem alle 25 verbliebenen Spieler. Die Abschlusseinheit findet am Sonntagmorgen (Ortszeit) statt, ehe es danach im FIFA-Charterflieger nach Boston geht. Das Sechzehntelfinale findet am Montag (22.30 Uhr MESZ/ZDF, MagentaTV und im Liveticker auf ntv.de) in Foxborough statt.