Der Sport-Tag
27. Juni 2026
08:22 Uhr

Was Poldi und Kroos am DFB-Team kritisieren

Toni Kroos befürchtet ein schnelles WM-Aus für die Fußball-Nationalmannschaft, sofern zwei Bedingungen nicht erfüllt werden. "Es muss eklig sein, gegen uns zu spielen, dass wir in der Lage sind gut und eklig zu verteidigen. Das machen wir noch nicht. Und wir brauchen Musiala und Wirtz in Top-Form - das haben wir nicht. Wenn sich beides nicht ändert, wird es nicht mehr lange gehen", sagte der Weltmeister von 2014 in der TikTok-Live-Show "Kroos und Kroos: Die WM unter der Lupe".

Auch Talkgast Lukas Podolski benannte nach dem 1:2 zum Abschluss der WM-Gruppenphase gegen Ecuador einige Mängel der DFB-Elf. Wichtig sei nun, die Konsequenzen schnell zu ziehen. "Vielleicht ist so eine Niederlage mal gut. Mal auf die Fresse zu bekommen. Damit jeder sagt: Jetzt kommen wir mal runter. Vielleicht tut so eine Niederlage mal gut, damit jeder mal in seinem Zimmerchen nachdenkt", sagte der ehemalige Kölner, der in Brasilien vor zwölf Jahren mit Kroos zusammen den WM-Titel geholt hatte.

07:14 Uhr

WM-Aus für Spaniens "heldenhaften" Spieler?

Für Spaniens Yéremy Pino könnte die WM nach der Gruppenphase vorbei sein. Der 23 Jahre alte Angreifer von Conference-League-Sieger Crystal Palace war beim 1:0 des Europameisters gegen Uruguay im letzten Gruppenspiel nach einer guten Stunde in Zapopan eingewechselt worden. 

In der Schlussphase lag Pino dann mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen. Er beendete die von uruguayischer Seite teils mit Überhärte geführte Partie zwar. "Er hat eine Verletzung, die dazu führen könnte, dass er die (restliche) Weltmeisterschaft verpasst", sagte Spaniens Trainer Luis de la Fuente aber bei seiner Pressekonferenz. 

06:12 Uhr

Messi sitzt im Gruppenfinale nur auf der Bank

Superstar Lionel Messi wird bei Argentiniens WM-Gruppenabschluss gegen Jordanien geschont und nicht in der Startelf stehen. Das teilte Trainer Lionel Scaloni bei der Pressekonferenz vor dem Spiel am Sonntag (4.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) im Dallas Stadion mit. "Leo wird ein bisschen später spielen", sagte Scaloni laut Übersetzer.

Die Frage nach Messi gestellt hatte Reporter-Legende Enrique Macaya Márquez, der laut des argentinischen Verbands seine 18. Weltmeisterschaft begleitet. Und wohl auch nur aufgrund des großen Respekts vor dieser Lebensleistung hatte sich Scaloni zu einer Antwort entschieden, wie der Coach mit seinen Worten andeutete: "Sie verdienen eine ehrliche Antwort". Hinterher umarmte Scaloni den 91-Jährigen und ließ Fotos mit ihm machen.

05:29 Uhr

Mehrere Teams rutschen "auf der Couch" in die K.o.-Phase

Weiterkommen auf der Couch: Durch die Ergebnisse in der Gruppe H sind gleich mehrere Nationen vorzeitig in die K.o.-Phase der Fußball-WM eingezogen. Neben Mitfavorit England von Trainer Thomas Tuchel, Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo und Deutschland-Gegner Paraguay ist auch Ghana und Ägypten die Teilnahme am Sechzehntelfinale nicht mehr zu nehmen. 

Alle Teams werden mindestens als einer der acht besten Gruppendritten abschneiden, nachdem Uruguay und Saudi-Arabien am Freitag (Ortszeit) ausgeschieden sind. Paraguay, das am Montag (22.30 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) in Foxborough bei Boston auf das DFB-Team trifft, hat schon alle drei Gruppenspiele absolviert und die Gruppe D als Dritter abgeschlossen. 

Für England, Portugal, Ghana und Ägypten steht noch eine Vorrundenpartie an, alle Teams können noch Gruppensieger in ihren Staffeln werden.

04:31 Uhr

Tuchel muss auf einen England-Star verzichten

England muss im abschließenden Vorrundenspiel bei der Fußball-WM auf Außenverteidiger Reece James verzichten. Der 26-Jährige vom FC Chelsea sei nicht mit nach East Rutherford gereist, sagte Trainer Thomas Tuchel vor der heutigen Partie gegen den bereits ausgeschiedenen Außenseiter Panama (23 Uhr/MagentaTV und bei ntv.de im Liveticker).

James plagen muskuläre Probleme am Oberschenkel. Er hatte zuletzt nicht mit der Mannschaft trainiert, in den ersten beiden Gruppenspielen aber in der Startelf gestanden. Er hoffe, dass der Defensivmann bis zu einem Sechzehntelfinale wieder fit sei, meinte Tuchel. Es werde aber knapp.

02:23 Uhr

Norwegen-Trainer erklärt wilde "No-Brainer"-Aktion

Norwegens Trainer Stale Solbakken hat nach dem 1:4 (1:3) gegen Topfavorit Frankreich im WM-Gruppenfinale seine XXL-Rotation verteidigt. "Was wir getan haben, war ein No-Brainer", sagte der frühere Coach des 1. FC Köln, der gegen Les Bleus auf seine Topstars Erling Haaland und Martin Ödegaard verzichtet und gleich zehn (!) Wechsel vorgenommen hatte. Damit beendeten die Wikinger die Vorrunde als Zweiter hinter Frankreich.

"Wir sind nicht hier, um das zu beschönigen. Wir sind hier, um so weit wie möglich zu kommen", ergänzte Solbakken im norwegischen Rundfunk NRK. "Das einzige Argument dagegen, so zu handeln, wie wir es getan haben, ist, dass die Fans in Norwegen und hier vor Ort sonst Erling und Martin hätten sehen können", gab Solbakken zu, "aber das würde die Weltmeisterschaft auch nicht verlängern."

00:20 Uhr

Rangnick wehrt sich gegen mögliches "Schande"-Spiel

Vor dem brisanten Vorrunden-Showdown gegen Algerien hat Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick ausgeschlossen, mit seiner Mannschaft auf ein Unentschieden aus zu sein. "Das wird keinen Einfluss auf das Spiel haben", sagte Rangnick zu der Konstellation, dass beiden Teams am Sonntag (4 Uhr MEZ) in Kansas City ein Punkt zum Weiterkommen reichen wird.

"Du kannst nicht in ein Spiel gehen und sagen, du spielst auf Unentschieden. Wie das in den letzten fünf Minuten sein wird, das wird man sehen. Aber wir werden das Team sicher nicht ins Rennen schicken, um Remis zu spielen", sagte Rangnick.

1982 bei der WM in Spanien war es zur "Schande von Gijón" gekommen, als Deutschland und Österreich sich praktisch auf ein 1:0 für die DFB-Elf geeinigt hatten, das beide Teams weiterkommen ließ. Leidtragende waren damals die Algerier.

23:07 Uhr

WM-Coach feiert Spieler-Streit auf dem Trainingsplatz

Zwei Spieler von Panama sind vor der letzten Partie des Außenseiters bei dieser Fußball-WM aneinandergeraten. Trainer Thomas Christiansen wertet das aber sogar als "gutes Zeichen". Kurze Videoaufnahmen zeigen, wie sich die Offensivspieler Cecilio Waterman und Jose Luis Rodriguez auf dem Rasen ein hitziges Wortgefecht liefern, gegenseitig schubsen und dann durch Teamkollegen voneinander getrennt werden.

"Das ist eine ganz normale Situation", sagte Christiansen, als er auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen England am Samstag (23 Uhr/MagentaTV und bei ntv.de im Liveticker) in East Rutherford darauf angesprochen wurde. "Ich würde das gerne öfter sehen. Es zeigt, dass die Mannschaft lebt und jeder versucht, in die Startelf zu kommen." Er finde es gut, dass die Spieler mit Eifer dabei seien.

22:24 Uhr

Dembélé liefert historischen Dreierpack ab

Eins, zwei, drei - und ab in die Geschichtsbücher! Weltfußballer Ousmane Dembélé hat sich mit seinem Dreierpack in der ersten Halbzeit des WM-Spiels der französischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Norwegen in der Turnierhistorie verewigt.

Die Nummer "7" traf in der 7., 20. und 32. Minute - schneller war nur Erich Probst 1954. Der Österreicher war im Gruppenspiel gegen die Tschechoslowakei (5:0) in der vierten, 21. und 24. Minute erfolgreich. Außerdem reihte sich Dembélé ein in die Riege der französischen Fußballer, die einen oder mehr Dreierpacks bei einer WM erzielt haben. Der legendäre Just Fontaine war 1958 der erste. Er traf im Gruppenspiel gegen Paraguay (7:3) dreimal und im Spiel um Platz drei gegen Deutschland (6:3) sogar viermal.

Der zweite war Kylian Mbappé mit seinem Dreierpack im Finale 2022 gegen Argentinien (3:3 n.V., 2:4 i.E.). Mbappé erzielte damals im Elfmeterschießen auch noch einen vierten Treffer.

21:42 Uhr

Deutsche Torwart-Instanz kritisiert Neuer - und verteidigt ihn

Torwart-Legende Sepp Maier sieht bei seinem "Erben" Manuel Neuer eine Mitschuld am entscheidenden Gegentor zur deutschen Niederlage im finalen WM-Gruppenspiel gegen Ecuador (1:2). "Das ganze Team war erschreckend schwach. Allerdings hätte Manu dem Ball früher entgegengehen müssen, statt auf ihn zu warten", sagte Maier bei Sport1. Der 82-Jährige weiter: "Ein Torwart seiner Klasse muss in solchen Situationen aktiver agieren. Da muss er sich schon an die eigene Nase fassen." Früher hätte der mittlerweile 40 Jahre alte Neuer den Ball "souverän gehalten". 

Neuer greift daneben, dann schlägt es ein

Video poster

Zugleich nahm Maier seinen Nachfolger im DFB- und Bayern-Tor in Schutz. Zwar habe Neuer "unglücklich" ausgesehen, er könne Neuers Reaktion gegenüber den Reportern aber "verstehen, die ihm einen großen Fehler andichten wollen. Manu ist nicht der Sündenbock für diese Niederlage. Das ist einfach nicht fair." In der K.o.-Runde, die für die Nationalmannschaft mit dem Sechzehntelfinale am Montag (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Foxborough höchstwahrscheinlich gegen Paraguay beginnt, würden solche Situationen "brutal bestraft", warnte Maier und betonte: "Da muss Manu wieder der Alte sein."

20:59 Uhr

Zäher Poker vorbei: FC Bayern hält Schlüsselspieler doch

Der österreichische Fußball-Nationalspieler Konrad Laimer verlängert nach einem längeren Vertragspoker nun doch beim FC Bayern München. Wie Sky berichtet, haben sich der 29 Jahre alte WM-Teilnehmer und der deutsche Double-Gewinner auf einen neuen Zweijahresvertrag bis 30. Juni 2029 geeinigt. Die Unterschrift und Verkündung sollen zeitnah erfolgen. Sein ursprünglicher Kontrakt läuft noch bis Sommer 2027. 

Der besonders für seine Vielseitigkeit geschätzte Österreicher, der 2023 von Bundesligakontrahent RB Leipzig gewechselt war, hat sich als Außenverteidiger zum wichtigen Stammspieler entwickelt. In der abgelaufenen Saison bestritt Laimer 47 Pflichtspiele für die Bayern. Dabei erzielte er drei Tore und bereitete neun Treffer vor. Vor kurzem hatte bereits der "Kicker" berichtet, dass die Vertragsverlängerung bevorstehe und sich der lange Poker dem Ende nähere. Die Gespräche sollen sich über mehr als ein halbes Jahr gezogen haben. Zwischenzeitlich sollen die Ansichten der beiden Seiten bei den Gehaltsvorstellungen zu weit auseinander gelegen haben

20:16 Uhr

Berichte: Red Bull und Verstappen verlieren langjährige Stütze

In der Formel 1 bahnt sich ein Aufsehen erregender Wechsel auf Ingenieurs-Ebene an. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, wird Red Bulls Chefingenieur Paul Monaghan das Team verlassen und zum US-Rennstall Cadillac wechseln. Gerüchte über Monaghans Abschied waren erstmals in der vergangenen Woche konkret geworden. Damals berichtete unter anderem Ralf Schumacher, er habe gehört, dass der 58-Jährige auf dem Sprung stehe. "RacingNews365" vermeldete am Freitagvormittag dann seinen Wechsel zu Cadillac. Mehrere Quellen hätten dies bestätigt, schrieb das für gewöhnlich gut informierte Fachportal. 

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Auch bei Cadillac soll Monaghan eine Führungsrolle winken. Diese ist allerdings noch nicht klar abgesteckt respektive öffentlich bekannt. Der Ingenieur soll zudem ein Angebot von Aston Martin bekommen haben, dies aber abgelehnt haben. Eine erneute Zusammenarbeit mit Aston-Martin-Chef Adrian Newey kommt damit nicht zustande. Noch unklar ist, wann genau der Ingenieur seine Zelte bei Red Bull abbricht. Die Verhandlungen diesbezüglich zwischen ihm und Red Bull haben laut "RacingNews365" noch nicht begonnen. Hinzu kommt, dass Monaghan vor seinem Wechsel zu Cadillac noch den branchenüblichen "Gardening Leave" aussitzen muss. Dabei handelt es sich um eine Zwangsauszeit von bis zu zwölf Monaten. Dadurch wird ein unmittelbarer Informationstransfer von einem Team zum nächsten verhindert. Monaghan arbeitet seit 2005 für Red Bull Racing.