Formel1

Neue Rennserie "Extreme E" Rosberg und Hamilton bekämpfen sich wieder

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Nico Rosberg und Lewis Hamilton sind gut vier Jahre nach Rosbergs Rücktritt wieder Rivalen.

(Foto: picture alliance/KEYSTONE)

Nico Rosberg ist der letzte Formel-1-Weltmeister, der nicht Lewis Hamilton hieß: Im teaminternen Duell hatte der Deutsche den Briten besiegt, Freunde waren sie am Ende nicht mehr. Nach Rosbergs Rücktritt sind beide nun wieder Rivalen. In einer neuen Serie treten sie in neuen Rollen gegeneinander an.

Wenn Lewis Hamilton ins Spiel kommt, kann Nico Rosberg das Sticheln einfach nicht bleiben lassen. Hamilton setze sich "auch gegen den Klimawandel ein, im Grunde begibt er sich ein bisschen in meine Fußstapfen auf diesem Weg in die Nachhaltigkeit", sagte Rosberg süffisant der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Der "Bild"-Zeitung gegenüber versprach der Weltmeister von 2016: "Weder Lewis noch ich wollen Zweiter werden. Da wird viel Kampfgeist dabei sein. Das Schöne ist aber: Je intensiver unser Kampf sein wird, desto mehr Aufmerksamkeit können wir für die ganzen wichtigen Themen generieren."

Die Rivalität der Formel-1-Weltmeister lodert in der Extreme E also wieder auf. Teamchefs sind die einstigen Mercedes-Widersacher in der neuen Rennserie, in der elektrische SUVs an Orten fahren, an denen bereits heute die Folgen des Klimawandels in drastischer Weise sichtbar sind.

Ein Formel-1-Weltmeister fährt selbst

Die Serie will wachrütteln, einem größeren Publikum die Vergänglichkeit der Natur aufzeigen - und natürlich auch die Werbetrommel für Elektromobilität rühren. Die erste von fünf geplanten Stationen ist am Osterwochenende Al-Ula in der saudi-arabischen Wüste. Auch in Grönland, Patagonien, an der Küste des Senegal und im gerodeten Amazonas-Gebiet wird gefahren.

"Team X44" ist einer von neun Rennställen, die verpflichtend auf einen Piloten und eine Pilotin setzen. Hamilton hat Rallye-Rekordweltmeister Sebastien Loeb (Frankreich) und die Spanierin Cristina Gutierrez für sich gewonnen. Das Aushängeschild von "Rosberg Xtreme Racing" ist der dreimalige Rallycross-Weltmeister Johan Kristoffersson aus Schweden.

Streckenberater und offizielle Ersatzfahrer sind die Kölnerin Jutta Kleinschmidt, 2001 erste Gewinnerin der Rallye Dakar, und der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider. Zum deutschen Stammpersonal gehört Claudia Hürtgen, die für das Abt-Team aus Kempten im Allgäu fährt. In dem Briten Jenson Button sitzt ein weiterer Formel-1-Champion selbst am Steuer eines der 544 PS starken, vollelektrischen SUVs.

"Motorsport kann etwas für die Umwelt tun"

Aber warum das alles? "Wir glauben, dass der Motorsport tatsächlich etwas für die Umwelt tun kann. Deutlich mehr Menschen sehen sich Motorsport im Fernsehen an als eine Umwelt-Dokumentation", sagt Seriengründer Alejandro Agag. Man müsse "CO2 erzeugen, um das CO2 für immer loszuwerden", rechnet der ehemalige Politiker und Geschäftsführer der artverwandten Formel E vor: "Die Menschen werden nichts bewirken, wenn sie im Bett liegen bleiben und sagen: 'Im Bett erzeuge ich keine Emissionen.'"

Und so setzt die Extreme E, gemessen am Motorsport-Kosmos, auf bemerkenswerte Innovationen. Die RMS St. Helena etwa dient als schwimmendes Fahrerlager. Das ausrangierte britische Postschiff bringt die gesamte Ausrüstung zu den Rennorten oder zum nächstgelegenen Hafen. So werden Emissionen gegenüber der Verfrachtung per Flugzeug reduziert, zumal die auch als Forschungsschiff genutzte St. Helena umgerüstet wurde und mit schwefelreduziertem Diesel angetrieben wird.

Beim "Auftanken" der Rennwagen setzt die Extreme E auf die Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie. Wasser und Solarenergie erzeugen den Wasserstofftreibstoff, welcher zum Aufladen des Elektroantriebs eingesetzt wird. Die Rennen der Extreme E, die sogenannten XPrix, sind Sprints über zwei Runden inklusive Fahrerwechsel, die Renndistanz beträgt maximal 16 km. Am Karsamstag werden in Al-Ula die fünf Teilnehmer am Finale am Ostersonntag (12:00 Uhr) ermittelt.

Quelle: ntv.de, ter/sid

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