WM-"Tiefschlag" gegen Paraguay

DFB will "nicht einfach zur Tagesordnung übergehen"

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30.06.2026 | 17:45 Uhr
Der DFB macht keinen Schnellschuss. Das Debakel bei der Weltmeisterschaft will die Verbandsspitze ausführlich aufarbeiten und "nicht einfach zur Tagesordnung übergehen".

Der DFB zieht keine umgehenden Konsequenzen aus dem frühen WM-Aus gegen Paraguay im Sechzehntelfinale. "In den kommenden Tagen werden wir gemeinsam und in Ruhe die Gründe erörtern, weshalb die Mannschaft ihr vorhandenes Potenzial nicht hat abrufen können und ihren eigenen und den Erwartungen Fußball-Deutschlands nicht gerecht geworden ist", erklärte Verbandschef Bernd Neuendorf.

"Wir können und wollen nach einem derartigen Tiefschlag mit Blick auf die anstehenden Aufgaben nicht einfach zur Tagesordnung übergehen", so der DFB-Präsident. Seinen Angaben zufolge habe es nach dem Spiel noch eine Zusammenkunft mit Bundestrainer Julian Nagelsmann und der sportlichen Leitung um Andreas Rettig und Rudi Völler gegeben. "Wir sind uns einig, dass das Abschneiden bei der WM nicht unseren Ansprüchen genügt."

Neuendorf bedankte sich bei den Fans des deutschen Teams. "Wir sind alle sehr enttäuscht, dass unsere gemeinsame Reise so früh zu Ende gegangen ist."

Vielfach wurden bereits Rufe nach einem Rücktritt des Bundestrainers nach dem enttäuschenden Abschneiden beim Turnier in Kanada, Mexiko und den USA laut. Nagelsmann selbst hatte nach Spielschluss erklärt, weiter für den Job zur Verfügung zu stehen. "Ich stehe bereit, wenn man das möchte. Und wenn man das nicht möchte, muss man das sagen", sagte er. Sein Vertrag mit dem DFB läuft noch bis nach der Europameisterschaft 2028. Sportdirektor Völler stärkte dem Trainer ebenfalls den Rücken.

Die Vorrunde hatte das DFB-Team nach Siegen gegen Curacao und die Elfenbeinküste sowie einer Niederlage gegen Ecuador auf dem ersten Platz abgeschlossen. Doch im Sechzehntelfinale kam die deutsche Mannschaft in 120 Minuten nicht über ein 1:1 gegen Paraguay hinaus. Im Elfmeterschießen schied das DFB-Team nach mehreren Fehlschüssen aus.

Verwendete Quellen: ntv.de, lme