Bis Montag hat er Zeit

DFB setzt Nagelsmann Deadline für Rücktritt

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02.07.2026 | 17:36 Uhr
Für Julian Nagelsmann gibt es als Bundestrainer kaum noch eine Zukunft, das sieht man auch beim DFB so. Dem 38-Jährigen wird der Rücktritt nahegelegt - Deadline inklusive. Es ist nicht die einzige Personalie, die zur Debatte steht.

Julian Nagelsmann fuhr nach dem Rapport in der DFB-Zentrale in einer Limousine vom Hof. Auch Rudi Völler gab aus seinem Auto heraus nur ein kurzes Handzeichen - aber keinen Kommentar. Nach dem WM-Debakel in Amerika steht eine rasche Klärung der Bundestrainer-Frage bevor.

Der Deutsche Fußball-Bund schweigt noch. Doch die Anzeichen verdichten sich, dass die Zeit von Nagelsmann bei der Nationalmannschaft vorbei ist. ntv/RTL-Informationen zufolge hat der 38-Jährige bis Montag Zeit, von sich aus zurückzutreten. Etwas, das Nagelsmann unmittelbar nach dem WM-K.-o. ausgeschlossen hatte. "Ich laufe nicht weg!", war sein Kernsatz.

Doch mit dem eigenen Rücktritt solle er gesichtswahrend davonkommen, so die einhellige Meinung. Sollte er dieser Aufforderung nicht nachkommen, würde der Verband ihn wohl entlassen. Über Details wird natürlich nicht gesprochen, aber selbstverständlich geht es bei einer Vertragslaufzeit bis zur EM 2028 um sehr viel Geld. Eine Millionensumme steht im Raum.

Auch Völler in der Kritik

Eine Entscheidung ist Sky zufolge noch nicht zu 100 Prozent gefallen, die Zeichen stehen aber auf Trennung. Eine schnelle Entscheidung noch am heutigen Donnerstag wird es demnach aber nicht geben. Jürgen Klopp ist als Top-Kandidat für die Nachfolge weiter in den USA und analysiert für MagentaTV die WM-Spiele.

Nagelsmann musste laut Sky in einem dreieinhalbstündigen Analyse-Gespräch das frühe WM-Aus bereits im Achtelfinale gegen Paraguay erklären. Mit dabei waren in Frankfurt DFB-Präsident Bernd Neuendorf, Geschäftsführer Andreas Rettig, Sportdirektor Rudi Völler sowie der der erste Vizepräsident des DFB sowie Chef der Bundesliga, Hans-Joachim Watzke.

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Was sich anbahnt: Nicht nur Nagelsmann wird gehen müssen. Auch die Zukunft von Völler als Sportdirektor und Geschäftsführer Rettig ist keinesfalls sicher. Die Enttäuschung über die dritte WM-Blamage in Serie ist - auch an der DFB-Basis - so massiv, dass jetzt das ganz große Aufräumen folgen könnte. Völler und Rettig standen Nagelsmann im Vorlauf der WM und während des Turniers eng zur Seite. Absegnen muss die Trennung der 14-köpfige Aufsichtsrat der DFB GmbH & Co. KG. um den Vorsitzenden Andreas Wehrle, Vorstandsvorsitzender beim VfB Stuttgart.

Verwendete Quellen: ntv.de, ara/dpa