"Nichts geschenkt"

Messi weist WM-Vorwürfe deutlich zurück

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Lionel Messi träumt vom nächsten WM-Coup. (Foto: REUTERS)
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17.07.2026 | 09:50 Uhr
Kaum ein Team bei dieser WM polarisiert mehr als die Argentinier. Der Titelverteidiger muss sich viele Vorwürfe der Bevorteilung anhören. Lionel Messi watscht die Kritiker deutlich ab.

Argentinien steht wie schon 2022 im Finale der Fußball-WM. Das gefällt nicht allen Fußballfans. Seit den ersten Turnierspielen der Albiceleste geistern Verschwörungstheorien durchs Netz, wonach Argentinien von der FIFA bevorteilt würde. Memes und KI-Videos zeigen FIFA-Präsident Gianni Infantino und Lionel Messi gemeinsam jubelnd.

Und in der Tat gab es einige strittige Entscheidungen. Schon im ersten Spiel der WM hätte Lionel Messi nach einem Tritt die Rote Karte sehen können, manche sagen: müssen. Ägyptens Trainer Hossam Hassan sah sein Team im Achtelfinale massiv benachteiligt, sprach gar von Manipulation. Auch die Schweiz beschwerte sich nach dem Viertelfinale lautstark über die VAR-Entscheidung gegen den schwalbenden Breel Embolo.

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Nun hat sich Superstar Lionel Messi zu den Vorwürfen geäußert und diese klar zurückgewiesen. "Wir waren in den letzten vier Jahren die Besten, ob es euch gefällt oder nicht, und egal, was irgendjemand sagt", sagte Messi nach dem nächsten Comeback-Sieg (2:1) gegen England. "Wir haben uns erneut unter den beiden besten Mannschaften der Welt etabliert. Das beweist, dass alles, was wir erreicht haben, kein Zufall ist und dass uns nichts geschenkt wurde."

Argentinier beklagen "viel Gerede"

Der Titelverteidiger hat einen emotionalen Ritt hinter sich. Nach der souveränen Gruppenphase musste Argentinien Schreckmomente gegen Underdog Kap Verde überstehen, erst in der Verlängerung gelang die Entscheidung (3:2). Gegen Ägypten drehten Messi und Co. in den letzten Minuten einen 0:2-Rückstand. Auch gegen die Schweiz brauchte es die Verlängerung für die Entscheidung (3:1). Im Halbfinale gegen England zeigte das Team wieder eine brutale Mentalität und drehte in der Schlussphase die Partie gegen völlig überforderte englische Löwen.

"Zwei Weltmeisterschaftsfinals in Folge zu erreichen, ist etwas, was nur sehr wenige schaffen, und diese Mannschaft hat es geschafft", sagte Messi. "Hätten wir gegen England verloren, hätten sich sicher einige Leute zu Wort gemeldet, um Unsinn zu verbreiten, aber wir haben ihnen keine Gelegenheit dazu gegeben."

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Enzo Fernandez grüßt die Kritiker. (Foto: REUTERS)

Enzo Fernandez, der Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:1, zeigte eine Jubelgeste als Gruß an alle Kritiker. Er legte die Hände an die Ohren und machte eine "Redet ruhig weiter"-Bewegung mit den Händen. "Es gab so viel Gerede", sagte er hinterher. "Es war ein Mix aus Euphorie und Frust", erklärte er seinen Torjubel.

Vor dem Halbfinale waren die Argentinier kaum auf die vielen Vorwürfe eingegangen. Coach Lionel Scaloni wurde dann ebenfalls deutlich: "Dieses Gerede von Hilfe wird es immer geben. Das stört mich nicht. Mit dem VAR ist es heutzutage sehr schwierig, Hilfe zu bekommen. Es müsste schon völlig offensichtlich sein. Wir wussten, dass es keine Hilfe gibt."

Verwendete Quellen: ntv.de, msc