DFB hat Alternativen

Thomas Müller: Für Karl ist Ausfall eine "kurzfristige Katastrophe"

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Nur als Experte bei der WM dabei: Thomas Müller. (Foto: picture alliance/dpa)
08.06.2026 | 16:33 Uhr
Die Erfolgschancen des DFB-Teams haben sich durch den Ausfall von Lennart Karl nach Ansicht von Thomas Müller nicht großartig geändert. Für den Bayern-Youngster könnte die Verletzung sogar eine Chance sein.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft kann den WM-Ausfall von Jungstar Lennart Karl nach Einschätzung von Routinier Thomas Müller kompensieren. Dass der 18 Jahre alte Teenager des FC Bayern seine erste Weltmeisterschaft verpasst, das sei für ihn persönlich natürlich bitter, meinte Müller, ergänzte aber: "Wir in Deutschland waren selten und sind aktuell aus meiner Sicht nicht von einem einzelnen Spieler abhängig. Deswegen hat sich für den Erfolg der deutschen Mannschaft oder für den Misserfolg aus meiner Sicht nichts großartig geändert." Gerade in der Offensive habe Bundestrainer Julian Nagelsmann einige Alternativen, sagte der 36-Jährige.

Karl hatte sich im Training einen Muskelbündelriss im linken Oberschenkel zugezogen. So ein Ausfall sei "für den einzelnen Spieler, der da rausfällt, kurzfristig eine Katastrophe", räumte Müller ein.

"Plötzlich ging die Tür auf und sechs Nationalspieler kamen rein"

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Aber: "Mittelfristig als Mensch und Leistungssportler haben wir alle unsere Herausforderungen und müssen damit umgehen." Eine derartige Verletzung könne aber auch Grund für einen Neustart sein, "vielleicht Dinge anzupassen oder noch einen draufzulegen und wieder zurückzukommen", sagte Müller. "Das gehört halt auch zum Leistungssport dazu, dass auch was passieren kann."

Karl, der bereits wieder zurück nach Deutschland geflogen ist, wird im deutschen Kader von Assan Ouédraogo ersetzt. Dass sich Nagelsmann dabei für den Profi von RB Leipzig und nicht etwa Kölns Saïd El Mala entschied, sorgte bei einigen Fans für Kritik. Das versteht Müller. "Man hat ja auch gerne diese Shootingstars und so ein bisschen diese Typen und vielleicht auch mit der Kombination, ja, so ein bisschen diese Podolski-Vibes", sagte er. "Aber ich finde die Entscheidung auch absolut okay und nachvollziehbar."

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Verwendete Quellen: ntv.de, lme/dpa