Fußball

Leipzig stört Bundesligaparty 1. FC Union wird bei Ligadebüt überrollt

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Und schon wieder ein Tor für Rasenballsport.

(Foto: imago images / Matthias Koch)

Es ist angerichtet in Köpenick für das allererste Spiel des 1. FC Union Berlin in der Fußball-Bundesliga. Doch die Premiere gerät zu einer argen sportlichen Enttäuschung. Die Gäste aus Leipzig lassen sich auch von den Protesten der Fans gegen Red Bull nicht aus der Ruhe bringen und drehen auf.

Genau 83 Tage nach dem euphorisch gefeierten Aufstieg hat der 1. FC Union Berlion im ersten Fußball-Bundesligaspiel der Vereinshistorie eine Lehrstunde erteilt bekommen. Beim Leipziger Liga-Debüt von Trainer Julian Nagelsmann zeigte der Champions-League-Teilnehmer dem Neuling brutal die Grenzen auf und gewann deutlich mit 4:0 (3:0).

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Leipzigs vierter Streich: Yussuf Poulsen gratuliert dem Torschützen Christopher Nkunku.

(Foto: REUTERS)

Vor 22.467 Zuschauern im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei erzielten die beiden deutschen Nationalspieler Marcel Halstenberg in der 16. und Timo Werner in der 42. Minute sowie der Österreicher Marcel Sabitzer (31.) und Zugang Christopher Nkunku (69.) die Tore für die in allen Belangen dominierenden Gäste. Der starke Sabitzer war an allen vier Treffern beteiligt. Wie angekündigt schwiegen die Union-Fans in der ersten 15 Bundesliga-Minuten ihres Klubs aus Protest gegen das "Konstrukt" RB Leipzig.

"Wir müssen es respektieren", sagte Unions Kapitän Christopher Trimmel zu der von den Berliner Ultras initiierten Aktion: "Wir konzentrieren uns auf die sportlichen Dinge." Doch gerade mal eine Minute, nachdem der Anhang auf den Tribünen das Schweigen gebrochen hatte und lautstark das eigene Team feierte, ging bei den Profis auf dem Platz erstmals die Konzentration verloren. Sabitzer spielte Halstenberg frei, der zirkelte den Ball mit seinem schwächeren rechten Fuß in die lange Ecke zur Leipziger Führung. Die Unioner, die als fünfter Klub mit DDR-Geschichte nach dem FC Hansa Rostock, der SG Dynamo Dresden, dem FC Energie Cottbus und dem VfB Leipzig als Ableger des 1. FC Lokomotive im gesamtdeutschen Fußball-Oberhaus mitspielen, wirkten vor allem in der Defensive völlig überfordert.

Subotic bleibt auf der Bank

Ein Treffer von Lukas Klostermann, der wie sein Außenbahn-Kollege Halstenberg am Ende dieser Saison mit der DFB-Elf von Bundestrainer Joachim Löw bei der Europameisterschaft spielen will, wurde nach Videoentscheid wegen Handspiels von Yussuf Poulsen noch aberkannt. Nach Zuspiel von Halstenberg nutzte Sabitzer mit einem Direktschuss die nächste Gelegenheit zum 2:0. Der Aufsteiger ließ den Gästen viel zu große Räume. Poulsen lupfte den Ball freistehend auf die Latte (33.). Wieder Sabitzer schaltete nach Einwurf und Kopfballverlängerung von Werner am schnellsten und schickte den Nationalstürmer Richtung Union-Strafraum, wo der 23-Jährige erfolgreich abschloss.

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Lockerer Liga-Aufgalopp: Julian Nagelsmann.

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Und kurz nach seiner Einwechslung trug sich auf noch der für 13 Millionen Euro von Paris Saint-Germain gekommene Franzose Nkunku in die Torschützenliste ein. Der Liga-Neuling mit vier Zugängen in der Startelf brachte offensiv kaum etwas zustande, sieht man von einem Versuch von Grischa Prömel ab, bei dem Leipzigs Torwart Peter Gulacsi eingreifen musste (29.). Auch der erfahrene Christian Gentner, im Sommer vom besiegten Relegationsgegner VfB Stuttgart gekommen, brachte keine Ordnung ins Spiel. Für ihn kam zur zweiten Halbzeit der Ex-Mainzer Anthony Ujah. Der ehemalige Dortmunder Neven Subotic blieb auf der Bank.

Für die Leipziger, die in der zweiten Liga bei Union nie gewinnen konnten, wurde es bei heftigem Regen ein lockerer Aufgalopp. Nagelsmann hatte bei seinem Ligadebüt mit Leipzig keinen der sechs Zugänge von Beginn an gebracht. Am Ende war Union mit vier Gegentoren noch gut bedient.

Quelle: n-tv.de, sgi/dpa

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