Fußball

SGE-Kapitän attackiert Streich Abraham rastet bei Freiburg-Sieg aus

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Auf Abraham dürfte eine lange Sperre zukommen.

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Der SC Freiburg bleibt auf Europapokal-Kurs. Zum Abschluss des elften Spieltages der Fußball-Bundesliga gewinnen die Breisgauer gegen Frankfurt. Die Eintracht bestimmt über weite Strecken das Spiel, verpasst es aber, ein Tor zu erzielen. SGE-Kapitän David Abraham sorgt für einen Skandal.

Body-Check gegen Christian Streich, Rudelbildung, Doppel-Rot: Der 1:0 (0:0)-Sieg des SC Freiburg gegen Eintracht Frankfurt ist im Chaos zu Ende gegangen. Frankfurts David Abraham hatte SC-Trainer Streich kurz vor Schluss vor der Freiburger Bank abgeräumt und dafür Rot gesehen (90.+6 Minute). Zuvor war fast die komplette Freiburger Bank auf den Argentinier zugestürmt, auch der bereits ausgewechselte Vincenzo Grifo, der nach Sichtung der Videobilder ebenfalls Rot sah.

SC Freiburg - Eintracht Frankfurt 1:0 (0:0)

Freiburg: Flekken - Schmid, Lienhart, Heintz, Günter - Koch, Höfler - Sallai (76. Kwon), Grifo (57. Waldschmidt) - Petersen, Höler (90.+4 Schlotterbeck). - Trainer: Streich
Frankfurt: Rönnow - Abraham, Hinteregger, Ndicka - Sow, Fernandes - Durm (83. Silva), Kostic - Kamada (67. Gacinovic) - Dost, Paciencia (46. Kohr). - Trainer: Hütter
Schiedsrichter: Felix Brych (München)
Tor: 1:0 Petersen (77.)
Zuschauer: 24.000 (ausverkauft)
Gelb-Rote Karte: Fernandes wegen wiederholten Foulspiels (45.)
Rote Karten: Abraham (Frankfurt) nach einer Tätlichkeit (90.+6), Grifo (Freiburg) nach einer Tätlichkeit (nach Videobeweis) (90.+10)
Gelbe Karten: Höler - Abraham

"Er hat sich halt provoziert gefühlt, aber das darf ihm nicht passieren, das weiß er", sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic über die Aktion von Abraham. "Da wird es Konsequenzen geben für alle Beteiligten."  Streich beschwichtigte anschließend im Interview beim Bezahlsender Sky: "Runterfahren, fertig. Nicht irgendwie dumm schwätzen hinterher." Seiner Schulter gehe es gut, sagte er auf Nachfrage. "Er war einfach so aufgeladen, da sind ihm halt die Sicherungen durchgebrannt, weil er das Spiel gewinnen wollte, weil er emotional war, das ist alles", so Streich über die Szene. Er habe den Frankfurter kommen sehen, aber nicht mehr ausweichen können: "Ich komme nicht weg, er rennt mich halt über den Haufen."

Entschieden wurde die Partie durch einen unnötigen Platzverweis für Frankfurts Gelson Fernandes (45.), der kurz vor der Pause gegen Jonathan Schmid viel zu spät gekommen war. Nils Petersen erzielte vor 24.000 Zuschauern das entscheidende Tor (77.) für die Gastgeber, die eine Halbzeit lang in Überzahl spielten. Während die Breisgauer auf den vierten Platz der Fußball-Bundesliga kletterten, rutschte Frankfurt nach dem sechsten Spiel in 18 Tagen auf Rang neun ab.

Von der Gelb-Roten Karte gegen Fernandes profitierte Freiburg zunächst überhaupt nicht. Frankfurt stand in Unterzahl deutlich tiefer, die Freiburger Vorstöße über die Außenbahnen führten nicht zum Erfolg. Erst Petersen machte mit seinem 82. Pflichtspieltor für Freiburg spät den sechsten Saisonsieg des Sportclubs perfekt. Dass die Frankfurter ihr sechstes Spiel innerhalb von 18 Tagen bestritten, war ihnen mit Blick auf die Laufleistung nicht anzumerken. Gegen die kämpferisch ebenfalls starken Gastgeber erarbeitete sich die Mannschaft von Trainer Adi Hütter im Verlauf der ersten Halbzeit sogar ein Chancenübergewicht.

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Der überraschend offensivfreudige Verteidiger Martin Hinteregger scheiterte jedoch zweimal mit einem Schuss aus spitzem Winkel (12./35.). Die größte Chance aber vergab Erik Durm (21.), dessen Schuss an die Latte ging. Je länger das Spiel dauerte, desto besser wurde die Eintracht - bis sie sich selbst durch den berechtigten Platzverweis für Fernandes schwächte. Auch nach einer halben Stunde hatte Schiedsrichter Felix Brych richtig entschieden, als er einen schon gepfiffenen Elfmeter für die Eintracht nach Sichtung der Videobilder zurücknahm: Paciencia war zuvor nicht gefoult worden, sondern hatte in den Boden getreten.

In Überzahl änderten die Gastgeber dann ihr Spielkonzept. Zunächst hatte es die Mannschaft von Trainer Christian Streich häufig mit langen Bällen auf Petersen versucht. Wenn der Ex-Nationalspieler mit dem Kopf ablegen konnte, wurde es kurz darauf durch Lucas Höler (8.) und Roland Sallai (28.) zweimal gefährlich. In Überzahl gegen nun tiefer stehende Frankfurter versuchte es der SC dann eher mit flachen Pässen. Aber selbst der nach einer Verletzungspause in der 57. Minute eingewechselte Nationalspieler Luca Waldschmidt sorgte nicht für Gefahr. Erst spät traf Petersen dann doch noch zum 1:0-Erfolg.

Quelle: n-tv.de, tsi/dpa

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