Ablösefreier Abgang im SommerBVB trennt sich von Julian Brandt

Nationalspieler Julian Brandt muss sich einen neuen Verein suchen. Bei Borussia Dortmund wird sein Vertrag nicht verlängert. Damit ist der 29-Jährige im Sommer ablösefrei.
Der gemeinsame Weg von Borussia Dortmund und Julian Brandt endet im Sommer: Der Vertrag des 29-Jährigen wird nicht verlängert. Das sagte Sportgeschäftsführer Lars Ricken und bestätigte damit entsprechende Berichte. "Es hat ja schon ein paar Berichte gegeben", so Ricken nach dem 2:1-Sieg gegen den 1. FC Köln bei Sky. "Es ist so, dass es offene Gespräche gegeben hat und man sich dann eben einig war, dass der auslaufende Vertrag nicht verlängert wird."
Brandt war 2019 von Bayer Leverkusen nach Dortmund gewechselt, der BVB hatte 25 Millionen Euro für ihn gezahlt. Seitdem absolvierte er 297 Pflichtspiele für Schwarz-Gelb, erzielte 56 Tore und bereitete 68 vor. In dieser Saison traf der gebürtige Bremer bereits zehnmal. Sein bislang letztes von 48 Länderspielen für Deutschland absolvierte Brandt am 19. November 2024 beim 1:1 in Ungarn.
Ricken lobte Brandt: Dieser habe "paar hundert Spiele für Borussia Dortmund gemacht. Ich glaube, wir können nur Dankbarkeit für ihn haben. Er hat sieben Jahre bei uns gespielt, wurde auch immer mal kritisch gesehen. Heute hat er auch wieder eine Torvorlage gemacht." Der Ex-Profi stellte aber auch heraus: "Er wird in ein paar Wochen 30, wir können uns ein bisschen neu orientieren, insofern kann das auch für beide Seiten eine Chance sein."
Trainer Niko Kovac sagte, er wolle die letzten neun Spiele mit Brandt "erfolgreich bestreiten". Die Entscheidung sei gemeinsam entschieden worden: "Letztenendes gehören dazu der Junge, sprich Jule, dann natürlich unser Sportdirektor, Sportvorstand und der Coach. Wir sprechen mit einer Zunge."
Brandt war in den sieben Jahren beim BVB nicht immer unumstritten, Kritik gab es vor allem an seiner Körpersprache, dem Rückzugsverhalten und der Mentalität. Mit dem BVB gewann er 2021 den DFB-Pokal. Bislang ist offen, wo Brandt seine Zukunft bestreiten wird. Möglich ist auch erstmals ein Wechsel ins Ausland.