Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen gibt den bosnischen Nationalspieler Kerim Alajbegovic an Juventus Turin ab. Wie der italienische Rekordmeister bekannt gab, unterschrieb die 18 Jahre alte WM-Entdeckung einen Fünfjahresvertrag in Turin. Medienberichten zufolge soll der Wechsel etwa 33 Millionen Euro in die Kassen der Leverkusener spülen.
"Kerim hat nach seiner Zeit bei uns im Nachwuchs zuletzt in Salzburg noch einmal große Schritte gemacht", sagte Geschäftsführer Sport Simon Rolfes: "Gleichzeitig mussten wir realistisch einschätzen, dass der Konkurrenzkampf in unserem Kader, gerade auch auf seinen bevorzugten Positionen, sehr groß ist. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf das Gesamtpaket des Transfers haben wir dem Wechsel nach Italien zugestimmt."
Alajbegovic war 2021 ablösefrei vom 1. FC Köln in die Jugendabteilung von Leverkusen gewechselt, für die Profis der Werkself kam er nie zum Einsatz. Vor der vergangenen Saison gab Bayer den Flügelspieler für zwei Millionen Euro an Red Bull Salzburg ab, wo er in 44 Einsätzen 13 Tore erzielte und vier weitere vorbereitete. Im Anschluss aktivierte der Werksklub eine im Vertrag verankerte Rückkaufklausel und holte Alajbegovic für acht Millionen Euro zurück ins Rheinland.
Millionen werden reinvestiert
Im Sommer hatte Alajbegovic, an dem auch der englische Topklub FC Chelsea Interesse zeigte, mit der Nationalmannschaft von Bosnien und Herzegowina an der Weltmeisterschaft teilgenommen. Dort erzielte er im Gruppenspiel gegen Katar (3:1) einen Treffer. Im Anschluss schied das Team im Sechzehntelfinale gegen Gastgeber USA (0:2) aus.
Die Transfereinnahmen investiert der Werksklub Medienberichten zufolge in die Verpflichtung von Linksverteidiger Miguel Gutiérrez. Der Spanier von der SSC Neapel soll ungefähr 30 Millionen Euro kosten.


