Turniere stehen bald an

Boykott-Drohung der UEFA hat sehr kurze Zündschnur

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In diesem Jahr stehen bei der FIFA noch mehrere Turniere im Nachwuchsbereich an. (Foto: picture alliance/dpa/Press Association)
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30.07.2026 | 20:04 Uhr
Die UEFA droht der FIFA aufgrund der Investorenpläne mit dem maximalen Boykott. In der Praxis könnte sich dies bereits in einem guten Monat zeigen.

Die Boykott-Drohung der UEFA gegenüber der FIFA könnte bereits zeitnah Auswirkungen haben. Bereits im September findet in Polen die U20-Weltmeisterschaft der Frauen statt. Diese wird vom 5. bis 27. September mit 24 Teams ausgetragen, wovon sechs aus dem Kreis der UEFA stammen.

Sollte die FIFA mit Verbandschef Gianni Infantino an der Spitze den Plan für einen Einstieg von Investoren bei der Weltmeisterschaft nicht zurückziehen, droht ein erstes Turnier ohne europäische Teilnehmer. Deutschland ist nicht für das Turnier im Nachbarland qualifiziert. Spanien, England, Frankreich, Polen, Italien und Portugal nehmen aus dem UEFA-Gebiet teil.

"Als Ergebnis der heutigen Diskussion werden keine UEFA-Nationalmannschaften an FIFA-Wettbewerben teilnehmen, solange diese Vorschläge auf dem Tisch bleiben - es sei denn, dieser Vorschlag wird vollständig verworfen und es werden verbindliche Zusicherungen gegeben, dass die FIFA ihre Führung oder Wettbewerbe niemals wieder für privates Eigentum öffnen wird", hatte die UEFA selbst in ihrem Statement ausgeführt.

Frauen-WM nächstes großes Turnier

Als erstes größeres Turnier der A-Nationalmannschaften wäre die Weltmeisterschaft der Frauen im kommenden Jahr in Brasilien betroffen. Das DFB-Team ist für das Turnier 2027 bereits qualifiziert.

Allerdings finden noch in diesem Herbst Play-off-Spiele mit europäischer Beteiligung statt, die über das Teilnehmerfeld des Turniers entscheiden. Auch diese würden von einem UEFA-Boykott tangiert werden. England trifft beispielsweise im Oktober auf Griechenland.

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Auch im Oktober findet die U17-WM der Frauen statt. Für diese sind auch ein Team des DFB und vier weitere europäische Nationen qualifiziert. Zum Jahresende findet zudem noch die U17-WM der Männer in Katar statt - ohne deutsche Beteiligung.

Der Machtkampf um die Zukunft der Weltmeisterschaft dürfte sich nun weiter zuspitzen. Laut übereinstimmenden Berichten setzt die FIFA den Verbänden eine Frist für die Zustimmung und versprach im Gegenzug eine Sonderzahlung. Der Stichtag für die Zustimmung der Verbände soll demnach der 19. September sein.

Verwendete Quellen: ntv.de, lme