Einen Tag nach Transferschluss im deutschen Profifußball hat der FSV Mainz 05 mit einem Kniff Angreifer Marco Richter noch eine Wechselmöglichkeit eröffnet. Der Bundesligist und der 28-Jährige einigten sich auf die Auflösung seines Vertrags noch vor dem 1. September, wie die Rheinhessen mitteilten. "Dadurch hat Richter auch nach Ende der Transferperiode die Chance, sich einem neuen Verein anzuschließen", sagte 05-Sportdirektor Niko Bungert.
Richter werde weiter mit der Mannschaft trainieren. Der Vertrag des früheren Augsburgers und Berliners, der auch schon an den Hamburger SV und SV Darmstadt 98 ausgeliehen war, lief ursprünglich bis 2027. Als vertragsloser Spieler kann er sich nun immer noch einem neuen Klub anschließen. Mögliche Abnehmer sind noch nicht bekannt. Ihm bleibt nun bis zum 31. Januar Zeit, einen neuen Klub zu finden - und um dort auch registriert zu werden.
"Wir hatten mit Marco in den vergangenen Wochen im gemeinsamen Austausch den Plan entwickelt, dass er eine neue sportliche Herausforderung antreten wird", erläuterte Bungert. "Wir werden ihn weiterhin dabei unterstützen, durch einen hervorragenden Fitnesszustand für jeden möglichen neuen Klub eine Soforthilfe ohne lange Anlaufzeit sein zu können."
Die Mainzer und Richter hatten sich nach einem Bericht des "Kicker" ihr Vorgehen von der Bundesliga rechtlich absichern lassen. Der Vorgang decke sich zudem auch mit den FIFA-Regeln. Demnach muss ein Spieler nicht schon zu Beginn des Transferfensters (1. Juli) vereinslos sein, sondern es reicht, wenn er das bis zum Ende (1. September) ist. Normalerweise laufen Spielerverträge schon am 30. Juni aus - etwa wie bei Leon Goretzka und dem FC Bayern in der vergangenen Saison.

