Fußball

"Kein Dopingverdacht"DFB-Spielerin Freigang kämpft um Karriere und die WM

07.06.2026, 12:27 Uhr
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Laura Freigang (l.) ist bei der Nationalmannschaft derzeit nur Zuschauerin. (Foto: IMAGO/HMB-Media)

Fußball-Nationalspielerin Laura Freigang bezieht erstmals Stellung zu ihrem Ärger mit der Anti-Doping-Behörde. Bei den verpassten Kontrollen habe es sich "nicht um bewusst vermiedene Kontrolltermine" gehandelt, sondern "um Missverständnisse".

Laura Freigang jubelte auf der Tribüne mit, als die DFB-Frauen in Köln das WM-Ticket lösten. Die 44-malige Nationalspielerin gehört aktuell zwar nicht zum Aufgebot von Bundestrainer Christian Wück, doch natürlich träumt auch die Angreiferin von Eintracht Frankfurt von einer Teilnahme an der Endrunde 2027 in Brasilien. Das Problem: Der 28-Jährigen droht angesichts des anhaltenden Ärgers mit der Anti-Doping-Behörde eine Sperre von bis zu zwei Jahren.

Freigang selbst nahm einen Tag nach dem 2:0 (2:0) gegen Norwegen erstmals Stellung zu dem Wirbel und sprach von "Missverständnissen". "Mir ist an der Stelle wichtig zu betonen: Gegen mich besteht und bestand zu keinem Zeitpunkt ein Dopingverdacht", schrieb die Stürmerin bei Instagram. Bei den drei verpassten Kontrollen habe es sich "nicht um bewusst vermiedene Kontrolltermine" gehandelt, sondern "um Unstimmigkeiten beziehungsweise. Missverständnisse".

Freigang beteuert, für fairen Sport zu stehen

Während der Partie gegen Norwegen hatte die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) am Freitag drei "Strikes" der Eintracht-Kapitänin innerhalb von zwölf Monaten bestätigt. Dieser "mögliche Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen" sei an den Deutschen Fußball-Bund weitergeleitet worden, der nun für das Disziplinarverfahren zuständig ist. Wie schnell eine Entscheidung fällt, erscheint derzeit offen, die neue Saison beginnt am 21. August.

Freigang selbst beteuerte, für einen fairen Sport zu stehen. Sie habe in ihrer Karriere "schon eine Vielzahl an unangekündigten Kontrollen absolviert, alle davon negativ". Die von ihr angeführten "Missverständnisse" seien "in den täglich zu aktualisierenden und umfassenden Angaben, die wir als Nationalspielerinnen tages- und stundenaktuell im System zu aktualisieren haben", aufgetreten. Leistungssportler müssen der NADA ihren Aufenthaltsort angeben, um für etwaige Tests zur Verfügung zu stehen.

Superstars wurden schon hart bestraft

Eine Sperre ist daher zumindest denkbar. Prominente Sportler wie die US-Sprinter Christian Coleman und Fred Kerley wurden wegen drei "Strikes" jeweils für zwei Jahre gesperrt, der Internationale Sportgerichtshof CAS reduzierte zumindest Colemans Sperre später auf 18 Monate. Weil beide Fälle im US-Rechtssystem verhandelt wurden, ist der Vergleich zu Freigang aber schwierig.

Auch ohne Sperre könnte es für Freigang mit der WM eng werden, zuletzt hatte sie unter Wück kaum noch gespielt. Zunächst muss sie ohnehin abwarten. Bislang hat der DFB nur den Eingang der NADA-Mitteilung bestätigt. Der Bundestrainer selbst wollte sich nach dem Spiel nicht zur Causa äußern. Für den sportlich bedeutungslosen Abschluss der WM-Qualifikation am Dienstag (18 Uhr/ZDF) in Slowenien wird Freigang weiterhin als "auf Abruf" geführt. Anfeuern wird sie ihre Mitspielerinnen aber erneut nur aus der Ferne.

Quelle: ntv.de, tno/sid

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