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Obwohl kein Verdacht bestehtDFB-Spielerin Freigang im Visier der Dopingfahnder

31.05.2026, 17:57 Uhr
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Laura Freigang hat Ärger mit der Nada. (Foto: picture alliance / BEAUTIFUL SPORTS)

Laura Freigang hat Ärger mit der Anti-Doping-Behörde. Dabei geht es gar nicht darum, dass die Fußballerin von Eintracht Frankfurt gedopt haben soll. Aber ein Formfehler könnte trotzdem zu einer Sperre führen.

Muss Laura Freigang bald zuschauen, wenn ihre Teamkolleginnen für Eintracht Frankfurt Fußball spielen? Der Nationalspielerin droht eine bis zu zweijährige Sperre durch die Anti-Doping-Behörde Nada. Und das, obwohl weder der Verdacht noch der Vorwurf des Dopings gegen sie erhoben wird. Vielmehr geht es um Meldeversäumnisse der 28-Jährigen.

Freigang muss sich als deutsche Nationalspielerin um ihre Meldepflicht bei der Nada kümmern. Dies ist Pflicht für alle Leistungssportler. Sie müssen für jeden Tag ein Zeitfenster von 60 Minuten angeben, in dem sie sich wo genau aufhalten, damit Doping-Kontrolleure sie antreffen und testen können. Allerdings soll Freigang dreimal binnen eines Jahres nicht an dem von ihr angegebenen Ort gewesen sein.

Drei dieser sogenannten "Strikes", bei denen sich Sportlerinnen nicht am angegebenen Ort aufhalten, führt zu einem Verfahren wegen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Bestimmungen. In der Regel führt dies zu einer Sperre von zwei Jahren.

Nicht fürs DFB-Team nominiert

Laut Sport1 wird der dritte Verstoß derzeit noch geprüft. Sollte die Offensivspielerin auch hier nicht vorschriftsmäßig gehandelt haben, würde ihr Fall beim DFB-Sportgericht verhandelt werden. Der "Bild"-Zeitung zufolge herrscht Unverständnis bei der Eintracht und dem DFB über Freigangs Handeln, da alle Spitzensportler über die Konsequenzen ihres Verhaltens Bescheid wissen müssen. Der Klub wollte sich laut "Kicker" nicht zu dem Vorfall äußern, soll sich aber für seine Spielerin einsetzen.

Ein Doping-Vorwurf oder -Verdacht besteht derzeit nicht und bestand auch nie. Alle bisher geforderten Tests fielen negativ aus.

Der Fall soll nichts mit Freigangs Nicht-Nominierung für das DFB-Team zu tun haben, so der "Kicker". Bundestrainer Christian Wück hatte sie für die letzten WM-Qualifikationsspiele gegen Norwegen und in Slowenien und auf Abruf nominiert. Als Begründung hatte er über die 44-fache Nationalspielerin gesagt, dass Freigang seit der EM im vergangenen Jahr nur noch wenig Spielzeit beim DFB erhalten habe: "Wir können sie im Moment nicht so einsetzen, dass sie uns auf dem Platz hilft."

Quelle: ntv.de, ara

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