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Auch die Spannungen zwischen Bierhoff und Grindel sollen bei der DFB-Präsidiumssitzung zur Sprache gekommen sein.
Auch die Spannungen zwischen Bierhoff und Grindel sollen bei der DFB-Präsidiumssitzung zur Sprache gekommen sein.(Foto: dpa)
Freitag, 24. August 2018

"Sind auf dem richtigen Weg": DFB vertraut auf Bierhoff und Löw

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw präsentiert dem DFB seine WM-Analyse - und trifft damit offenbar den richtigen Ton. Das Präsidium sei überzeugt, dass die sportliche Leitung auf dem richtigen Weg sei, heißt es anschließend. Das schließt auch Manager Oliver Bierhoff ein.

Joachim Löw verließ das Münchner Edelhotel schweigend durch die Tiefgarage, hinter verschlossenen Türen hatte der Bundestrainer mit seinem Vortrag aber schon wieder überzeugt. Nach etwas mehr als zwei Stunden im Tagungsraum "Ludwig" bekam der 58-Jährige zusammen mit Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff auch vom Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) volle Rückendeckung versprochen.

Löw will am Mittwoch erstmals seit dem WM-Aus die Öffentlichkeit informieren.
Löw will am Mittwoch erstmals seit dem WM-Aus die Öffentlichkeit informieren.(Foto: dpa)

Die wohl schwierigste Etappe von Löws WM-Aufarbeitung kommt allerdings noch. "Joachim Löw und Oliver Bierhoff haben heute eine sehr überzeugende Analyse der WM vorgelegt", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel im Anschluss an die Sitzung: "Das gesamte DFB-Präsidium ist der festen Überzeugung, dass die sportliche Leitung auf dem richtigen Weg ist." Weitere Details - wie beispielsweise personelle Konsequenzen in Löws Trainerstab - wurden nicht bekannt.

Erst am kommenden Mittwoch (29. August) wird Löw seine Erkenntnisse der kritischen Öffentlichkeit präsentieren und zugleich den Kader für die kommenden beiden Länderspiele gegen Weltmeister Frankreich (6. September) und Peru (9. September) nominieren. Die ersten beiden Heim-Auftritte nach dem WM-Aus werden richtungweisend sein. Zu erwarten ist ein eher sanfter Umbruch - auch wenn Löw in seiner Analyse wohl eingeräumt hat, in Russland auf zu viele Weltmeister von 2014 gesetzt zu haben.

Vertrauensvorschuss auch von der DFL

Bisher haben lediglich Mesut Özil, der allerdings geräuschvoll, und Mario Gomez (mit Hintertürchen) ihren Rücktritt erklärt. Zu den ersten Streichkandidaten könnte beispielsweise Sami Khedira gehören, der jedoch angekündigt hatte, Löw weiter zur Verfügung zu stehen. Der Bundestrainer, ganz in schwarz gekleidet, war als einer der letzten Sitzungsteilnehmer um 14.15 Uhr im Taxi vor dem Haupteingang des Münchner Hotels vorgefahren. Bierhoff holte den 58-Jährigen eine Viertelstunde später in den Tagungsraum, wo Löw das Wort ergriff.

Bereits am Dienstag hatte der 58-Jährige während des Gipfeltreffens bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) das Vertrauen der Bundesliga-Vereine ausgesprochen bekommen. Beschlossen wurde ein engerer Austausch auf allen Ebenen bis in die Trainerausbildung und die U-Bereiche. Heute könnten auch die Spannungen zwischen Grindel und Bierhoff ein (Rand-)Thema gewesen sein. Der DFB-Präsident hatte vor allem die von Bierhoff verantworteten Marketingmaßnahmen kritisiert.

Verkündet wurde, dass der Universitätsprofessor Tobias Haupt ab dem 1. Oktober die Leitung der DFB-Akademie übernimmt, die Bierhoff bislang alleine verantwortete. Noch kommen soll ein Sportdirektor.

Quelle: n-tv.de