Fußball

Deutlicher Sieg in Hoffenheim Der SC Freiburg überholt den FC Bayern

imago42330349h.jpg

Freiburgs Christian Günter zieht ab, die Hoffenheimer Kevin Vogt und Oliver Baumann schauen nur hinterher.

(Foto: imago images / Hartenfelser)

Der SC Freiburg feiert den dritten Sieg im vierten Spiel - und springt mit dem überraschend klaren Erfolg bei der TSG Hoffenheim auf Platz drei der Fußball-Bundesliga. Während die Breisgauer jubeln, präsentiert sich die TSG-Offensive erschreckend harmlos.

Der SC Freiburg ist besser als der FC Bayern - jedenfalls nach vier Spieltagen der Fußball-Bundesliga. Die Breisgauer setzten sich mit 3:0 (2:0) bei der schwachen TSG Hoffenheim durch und verdrängten die Münchner von Tabellenplatz drei. Vor dem SC rangieren nur RB Leipzig und Borussia Dortmund. Christian Günter in der elften Minute, Janik Haberer (38.) und Nils Petersen (59.) trafen für die Freiburger, die zuvor nur eins von elf Spielen gegen die TSG gewonnen hatte. Den bisher letzten Sieg im Kraichgau gab's vor neun Jahren.

"Ich habe nichts auszusetzen. Wir haben es in vielen Phasen richtig gut gemacht. Das war ein verdienter Sieg, der uns richtig gut tut", sagte Sportvorstand Jochen Saier beim Bezahsender Sky. Vor der Partie hatte Trainer Christian Streich betont, dass er wegen der Klausel beim Transfer von Mittelfeldspieler Vincenzo Grifo keinen Groll gegen die TSG hegt. Grifo war unlängst für sieben Millionen aus Hoffenheim nach Freiburg zurückgekehrt - der 26-Jährige durfte wegen einer vertraglich fixierten "Sperre" aber nicht auflaufen.

Kaderabek vergibt Ausgleichschance

TSG Hoffenheim - SC Freiburg 0:3 (0:2)

Tore: 0:1 Günter (11.), 0:2 Haberer (38.), 0:3 Petersen (59.)
Hoffenheim:
Baumann - Posch, Vogt, Bicakcic (46. Rupp) - Rudy, Grillitsch (46. Locadia) - Kaderabek, Stafylidis (70. Skov) - Geiger - Bebou, Belfodil; Trainer: Schreuder
Freiburg: Schwolow - Lienhart, Koch, Heintz - Frantz (68. Abrashi), Höfler - Schmid (89. Kübler), Günter - Haberer (77. Waldschmidt), Petersen, Höler; Trainer: Streich.
Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)
Zuschauer: 29.395

Vor 29.395 Zuschauern bestimmten die Hoffenheimer, die ohne den kroatischen Vize-Weltmeister Andrej Kramaric sowie Rekord-Neuzugang Diadie Samassekou auskommen mussten, zunächst das Geschehen. Den Treffer erzielten aber die Freiburger, bei denen Neu-Nationalspieler Luca Waldschmidt nur auf der Bank saß. Günter ließ bei seinem Tor sowohl TSG-Kapitän Kevin Vogt als auch den Hoffenheimer Torwart Oliver Baumann schlecht aussehen. Kurz darauf vergab Pavel Kaderabek die Chance zum Ausgleich (15.), auf der anderen Seite hatte Lucas Höler (19.) den zweiten Freiburger Treffer auf dem Fuß - die Partie war äußerst unterhaltsam.

Nach einer knappen halben Stunde hatten die Freiburger zunächst Pech, dass Nils Petersen bei seinem vermeintlichen Tor knapp im Abseits stand (29.). Wenig später verhinderte SC-Torhüter Alexander Schwolow mit einer Parade gegen den Distanzschuss von Sebastian Rudy den Ausgleich (30.). Vier Minuten danach setzte Kaderabek einen Kopfball knapp neben das Freiburger Tor. Wesentlich besser machte es Haberer auf der Gegenseite bei seinem überlegten Abschluss. TSG-Mehrheitseigner Dietmar Hopp winkte nach dem zweiten Gegentor frustriert ab und verschwand in seiner Loge.

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte setzte der neue Hoffenheimer Trainer Alfred Schreuder voll auf Offensive und brachte in Neuzugang Jürgen Locadia einen dritten Stürmer. Die Maßnahme des Nachfolgers von Julian Nagelsmann brachte nichts, die Freiburger Defensive ließ kaum etwas zu. Dazu überzeugten die Gäste in der Offensive. Schon vor dem Treffer Petersens waren die zielstrebigen Freiburger die gefährlichere Mannschaft. Die Hoffenheimer offenbarten dagegen in allen Mannschaftsteilen große Schwächen. 20 Minuten vor Schluss brachte Schreuder in Robert Skov sogar einen vierten Angreifer. Streich wechselte Waldschmidt in der 76. Minute ein.

Quelle: n-tv.de, Alexander Sarter, sid

Mehr zum Thema