Fußball

Ex-Manager Heidel übernimmt 05er Ein wenig Klopp kehrt zu Mainz zurück

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Ex-Manager Christian Heidel ist wieder da bei Mainz 05, Jürgen Klopp natürlich nicht.

(Foto: imago sportfotodienst)

Neue Hoffnung beim FSV Mainz 05. Ex-Manager Christian Heidel kehrt zum abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten zurück - und damit auch ein wenig Jürgen Klopp. Der ehemalige Trainer Martin Schmidt ist ebenfalls mit an Bord - welchen Posten er übernimmt, ist aber noch unklar.

Mainz statt Mallorca, Rettungsmission statt Rentnerdasein: Nach langem Zögern hat Christian Heidel die verzweifelten Hilferufe seines Heimatvereins FSV Mainz 05 offenbar erhört. Der Ex-Manager kehrt aus seinem Domizil im Mittelmeer zum abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten zurück - und hat in seiner neuen Rolle als Sportvorstand bereits die erste Entscheidung getroffen: Der frühere FSV-Coach Martin Schmidt soll ebenfalls sein Comeback feiern.

Wie der Verein mitteilte, wird Schmidt neuer Sportdirektor. Interimscoach wird Nachwuchstrainer Jan Siewert. Der 38-Jährige löst den erfolglosen Trainer Jan-Moritz Lichte ab. Am morgigen Dienstag steht der Trainingsstart nach den Feiertagen auf dem Programm. Ob die Mainzer schon im ersten Spiel des kommenden Jahres ein Erfolgserlebnis im Kampf gegen den Abstieg einfahren können, erscheint fraglich - am Sonntag (18.00 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) muss der Tabellenvorletzte bei Spitzenreiter Bayern München ran.

Händchen für Klopp

Klubchef Stefan Hofmann war zuletzt bereits zuversichtlich, dass der gebürtige Mainzer Heidel die Bitte des am Boden liegenden FSV erhört. "Ich glaube, den Plan B brauchen wir nicht", hatte Hofmann kurz vor Heiligabend gesagt. Seitdem wurde eifrig telefoniert und konferiert. Heidel sollte davon überzeugt werden, dass er trotz anderweitiger Pläne die Nachfolge seines vor knapp einer Woche zurückgetretenen Nachfolgers Rouven Schröder antritt.

Mit dieser Personalie will der FSV an die guten, alten Zeiten anknüpfen. Schließlich hat Heidel die Geschicke des Vereins rund ein Vierteljahrhundert erfolgreich bestimmt. Erst der mittlerweile 57-Jährige machte aus dem Provinzklub einen etablierten Erstligisten. Sein Händchen für Trainer wie Jürgen Klopp und Thomas Tuchel brachte Mainz nach oben.

Seit Heidels Abgang zu Schalke 04 im Jahr 2016, wo er als Sportvorstand trotz der Vize-Meisterschaft vor zweieinhalb Jahren am Ende scheiterte, konnte beim FSV niemand aus dem Schatten des früheren Machers treten. Nun wollen sich die Rheinhessen, bei denen nicht erst seit dem Spielerstreik im September und dem Rauswurf von Trainer Achim Beierlorzer permanent Unruhe herrscht, wieder hinter ihrer einstigen Galionsfigur versammeln.

Der frühere Autoverkäufer Heidel, der eigentlich nur noch im Hintergrund an der Gesamtstrategie des Vereins arbeiten wollte, soll das Heft des Handelns beim auch wirtschaftlich schwer angeschlagene FSV in die Hand nehmen und die Entscheidungen fällen. Das hat er mit Blick auf Schmidt rasch getan. Den Schweizer kennt Heidel gut. Schließlich war der 53-Jährige bei seinem Abschied aus Mainz noch FSV-Trainer.

Quelle: ntv.de, dbe/sid