Fußball

Angreifer demonstrativ lustlos Eintracht stellt Rebic ein Ultimatum

Frankfurts Trainer Adi Hütter ist sauer und stellt Ante Rebic nach kläglicher Vorstellung im Playoff-Hinspiel der Fußball-Europaliga bei Racing Straßburg vor die Wahl: Entweder der Angreifer zeige auf dem Platz, dass er für die Eintracht spielen wolle - oder "wir müssen eine Lösung finden". Was sagt Inter dazu?

Eintracht Frankfurts Angreifer Ante Rebic muss sich nach seinem lustlosen Auftritt in den Play-offs für die Fußball-Europaliga auf ein ungemütliches Gespräch einstellen. "Wir werden uns zusammensetzen und mit ihm Klartext sprechen", sagte Trainer Adi Hütter am späten Donnerstagabend nach dem 0:1 (0:1) im Hinspiel beim französischen Ligapokalgewinner Racing Straßburg. "Das war keine Leistung, wie wir sie uns von ihm vorstellen."

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Nicht amüsiert: Adi Hütter.

(Foto: dpa)

Hütter stellte zwar klar, dass wir "nicht wegen eines einzelnen Spielers verloren haben. Aber wenn man für Eintracht Frankfurt spielt, will ich, dass man sich zerreißt". Der Österreicher stellte ein Ultimatum: "Wenn er hier bleiben möchte, will ich, dass er das auch zeigt. Wenn nicht, müssen wir eine Lösung suchen." Sportdirektor Bruno Hübner sagte: "Wenn er uns verlassen sollte, muss es geklärt sein, dass wir auf dem Markt noch einmal handeln können. Das ist klar." Die Transferperiode endet am 2. September.

Rebic hatte die Frankfurter vor zwei Jahren im Berliner Olympiastadion mit zwei Treffern im Finale gegen den FC Bayern zum DFB-Pokalsieg geschossen und wird dem Vernehmen nach von Inter Mailand umworben. In Straßburg war er nie ins Spiel seiner Mannschaft eingebunden. Zudem trat er mit einer laschen Körperhaltung auf, lamentierte häufig. Dies missfiel auch seinen Kollegen. "In der ersten Halbzeit haben nicht alle voll mitgearbeitet und wir wissen, dass wir dann keine Chance haben", kritisierte Torhüter Kevin Trapp, ohne den Namen des Kroaten zu nennen. Rebic wurde in der Pause ausgewechselt. "Ich wollte ihn erlösen", sagte Hütter.

"Das ist nervig"

Racing - Eintracht 1:0 (1:0)

Tor: 1:0 Zohi (33.)
Racing Straßburg:
Sels - Kone, Djiku, Mitrovic,  Carole - Lala, Martin, Thomasson (76. Mothiba), Liénard - Zohi (64.  Sissoko), Ajorque (86. Simakan). - Trainer: Laurey.
SG Eintracht Frankfurt: Trapp - Abraham, Hasebe, Hinteregger - da Costa,  Fernandes (78. Kohr), Torro, Kostic - Gacinovic (46. Rode), Kamada -  Rebic (46. Paciência). - Trainer: Hütter.
Schiedsrichter: Kruzliak (Slowakei)
Zuschauer: 23.000

Vor dem Rückspiel am Donnerstag kommender Woche (ab 20.30 Uhr bei RTL Nitro und im Liveticker bei n-tv.de) müssen die Frankfurter also um die Teilnahme an der Gruppenphase der Europaliga bangen. "Wir waren gut vorbereitet, konnten es aber nicht umsetzen. Straßburg hat gezeigt, dass es keine Spaßfahrt für uns wird", sagte Hütter, der in der ersten Halbzeit einen schwachen Auftritt seines Teams sah. Lucien Zohi erzielte nach 33 Minuten das Tor für Racing. "Wir haben zu wenig Zugriff gehabt und die Möglichkeiten, die wir nach vorne gehabt hätten, stümperhaft liegengelassen", kritisierte Hütter.

Auch der Trainer wusste, dass ein Mittelstürmer wie Bas Dost der Eintracht gutgetan hätte. Derzeit ist niemand da, der die Abschlussstärke der abgewanderten Luka Jovic und Sébastien Haller hat, die seit dieser Saison für Real Madrid und West Ham United spielen. Doch der Wechsel des Niederländers von Sporting Lissabon verzögert sich, auch im Rückspiel gegen Straßburg kann Dost der Eintracht definitiv nicht helfen. "Das ist nervig", räumte Sportvorstand Fredi Bobic ein, gab sich ansonsten aber optimistisch: "Wenn wir an die zweite Halbzeit anknüpfen, können wir es noch biegen."

Quelle: n-tv.de, sgi/sid/dpa

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