Julián Álvarez, Joao Cancelo, Karim Adeyemi: Die Liste der Wunschtransfers des spanischen Fußballmeisters FC Barcelona ist klangvoll, ihre Umsetzung allerdings würde teuer. Um diese Personalien zu stemmen, hat Barca laut übereinstimmenden spanischen Medienberichten, darunter von Cadena Ser und "Marca", Bürgschaften in Höhe von 210 Millionen Euro beantragt, die durch Einnahmen aus den Fernsehrechten für kommende Spielzeiten gesichert seien.
Der Großklub leidet seit Jahren unter Liquiditätsproblemen, immer wieder hatte es Barcelona deswegen schwer, neue Spieler zu registrieren und und musste kurzfristig Geld beschaffen. Das erklärte Ziel von Trainer Hansi Flick und Präsident Joan Laporta ist aber, auch international wieder ganz oben zu stehen.
Barca wirbt aggressiv um Weltmeister
Mit dem deutschen Nationalspieler Adeyemi, der bei Borussia Dortmund noch einen Vertrag bis 2027 hat, ist sich Barcelona mündlich einig. Die Vorstellungen der Klubs bei der Ablöse für den Außenstürmer liegen offenbar aber noch weit auseinander. Ein erstes Angebot Barcas soll laut Sky bei 20 Millionen Euro gelegen haben, der BVB will aber mehr.
Bereits seit Wochen wirbt Barcelona aggressiv um den argentinischen Weltmeister Alvarez, dessen Klub Atlético Madrid will den 26 Jahre alten Stürmer nicht ziehen lassen. Der portugiesische Außenverteidiger Cancelo spielte im vergangenen Halbjahr leihweise für Barcelona, der Stammklub des 32-Jährigen ist Al-Hilal aus Saudi-Arabien.
Für rund 80 Millionen Euro wurde für die kommende Saison bereits der englische Nationalspieler Anthony Gordon von Newcastle United verpflichtet, um den auch der FC Bayern geworben hatte. Gordons Verpflichtung soll aber noch ohne die nun wohl neu generierten Finanzmittel abgelaufen sein. Neben dem feststehenden prominenten Zugang verlor der Flick-Klub aber auch den polnischen Torjäger Robert Lewandowski. Der 37-Jährige wechselt ablösefrei in die MLS zum früheren Schweinsteiger-Klub Chicago Fire.

