München verfolgt einen Plan

FC Bayern ersetzt Leon Goretzka mit jungem Rekordsprinter

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Bara Sapoko Ndiaye hat sich als Leihspieler für eine feste Verpflichtung beim FC Bayern empfohlen. (Foto: IMAGO/MIS)
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11.08.2026 | 11:39 Uhr
Mit der Verpflichtung des senegalesischen Bara Sapoko Ndiaye setzt der FC Bayern seine Verjüngungskur im Mittelfeld fort. Mit Tom Bischof zeigt ein Top-Talent in der Vorbereitung seine Ambitionen.

Den vorläufigen Höhepunkt seines kometenhaften Aufstiegs zelebrierte Bara Sapoko Ndiaye mit einem breiten Grinsen. "Für mich", sagte der 18-jährige Senegalese am Rande seiner Vertragsunterschrift beim FC Bayern, "geht ein Traum in Erfüllung". Vor etwas mehr als einem halben Jahr war Ndiaye als weitgehend Unbekannter aus Gambia nach München gewechselt, nun soll er die Zukunft im Mittelfeld des Rekordmeisters mitgestalten.

Ndiaye passe "aus sportlicher Sicht und darüber hinaus bestens zu unserer strategischen Kader-Ausrichtung", betonte Sportvorstand Max Eberl nach der festen Verpflichtung des bisherigen Leihspielers bis 2031. Die Bayern überlassen Ndiaye den Kaderplatz des 13 Jahre älteren Leon Goretzka - und treiben ihre Verjüngungskur im Zentrum damit weiter voran.

Bischof übernimmt Goretzkas Nummer

Dabei zählt Eigengewächs Aleksandar Pavlovic, auch erst 22 Jahre alt, an der Seite von Chefstratege Joshua Kimmich längst zum Stammpersonal. Hinzu kommen nun Ndiaye - und Tom Bischof. Der 21-Jährige, im vergangenen Sommer von der TSG Hoffenheim verpflichtet, hat sich mit seiner Flexibilität in der vergangenen Saison und einer bislang starken Vorbereitung längst für größere Aufgaben empfohlen.

Er wolle jetzt "den nächsten Schritt machen", hatte er erst kürzlich betont. In der Vorsaison war Bischof, der bei den Bayern die "8" von Goretzka übernommen hat, vor allem als Linksverteidiger im Einsatz, ist nun aber als erster Backup für Kimmich oder Pavlovic auf der Sechs eingeplant. Dahinter soll sich Ndiaye, der in der Rückrunde bereits auf vier Einsätze für die Bayern gekommen war, weiter entwickeln.

"Alles andere als selbstverständlich"

Ein Vorteil: Mit seiner Schnelligkeit und seiner Dynamik erweitert Ndiaye das Mittelfeld um wertvolle Elemente, die seinen Konkurrenten bisweilen fehlen. Mit 36 km/h hatte der WM-Teilnehmer des Senegal am Bayern-Campus bereits für einen Geschwindigkeitsrekord gesorgt. Und auch sonst fügte sich Ndiaye bei den Bayern nahtlos ein.

"Bara ist ein toller Charakter, der sich in sehr kurzer Zeit in einer völlig neuen Umgebung beim FC Bayern zurechtgefunden und schnell eine hohe Akzeptanz im Team erarbeitet hat", schwärmte Sportdirektor Christoph Freund. Dank der vielen französischsprachigen Spieler bei den Münchnern habe er sich seit seinem Wechsel im vergangenen Winter schnell integrieren können, berichtete Ndiaye. Mittlerweile spricht er aber auch Deutsch.

"Dass er sich hier so schnell eingefügt hat, ist alles andere als selbstverständlich", betonte Freund. Ndiaye, aufgewachsen in einer Kleinstadt in der Nähe der senegalesischen Hauptstadt Dakar, kam 2022 in die Akademie der Gambinos Stars Africa in Gambia. Über Probetrainings bei der U19 der Bayern oder den Grasshoppers Zürich empfahl er sich für die Münchner - und für die Nationalmannschaft des Senegal. Bei der WM kam Ndiaye zuletzt einmal zum Einsatz, nun folgte der erste Profivertrag.

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/sid