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UEFA ermittelt nach Real-SpielFC Bayern reagiert auf drohende Strafe in der Champions League

18.04.2026, 10:56 Uhr
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Jubel nach dem Abpfiff: Bayern-Fans stürmen in den Innenraum, zwei Fotografen wurden dabei verletzt. (Foto: picture alliance / Matthias Koch)

Für den FC Bayern könnte der Innenraumsturm einiger Fans in der Allianz-Arena während des Champions-League-Duells mit Real Madrid ein Nachspiel haben. Die UEFA hat ein Verfahren eingeleitet. In München bleiben sie gelassen.

Der Innenraumsturm einiger Fans des FC Bayern nach dem Champions-League-Spiel gegen Real Madrid (4:3) wird nach Ansicht von Sportdirektor Christoph Freund keine gravierenden Folgen für die Münchner haben. Die Sorge vor einem teilweisen Ausschluss von Zuschauern beim Halbfinal-Rückspiel am 6. Mai gegen Paris Saint-Germain durch die UEFA "ist nicht groß", sagte er am Samstag. "Wir gehen davon aus, dass wir mit einem vollen Stadion gegen Paris ein Fußballfest feiern können."

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat ein Disziplinarverfahren gegen den deutschen Rekordmeister eingeleitet, insgesamt geht es im Zusammenhang mit dem Spiel gegen Madrid am vergangenen Mittwoch um vier Vorwürfe. In der Schlussphase der Partie in der Allianz-Arena waren einige Anhänger der Münchner über den Zaun geklettert und zum Spielfeldrand vorgedrungen. Nach dem 4:3-Siegtreffer der Gastgeber in der Nachspielzeit drückten diese dann im Jubel gegen einige Fotografinnen und Fotografen, die dort hinter der Werbebande saßen. Auch Bayern-Profi Jamal Musiala sprang in dem Moment überschwänglich in den Pulk, unter dem einige Journalisten eingeklemmt wurden.

Bei der Aktion wurden laut Polizeiangaben mindestens zwei Frauen und zwei Männer durch die Zuschauer verletzt. Die Münchner Kriminalpolizei ermittelt. Die Dachorganisation Club Nr. 12 bat später wegen der Vorfälle um Entschuldigung.

Die UEFA wirft dem FC Bayern eine "Störung durch Zuschauer" vor, hinzu kommen "Blockierung öffentlicher Wege", das "Werfen von Gegenständen" und die "Übermittlung einer für eine Sportveranstaltung ungeeigneten Botschaft (Anti-UEFA-Banner)". Der Austausch mit der UEFA "ist gut und eng, über die gesamte Saison, auch mit Jan-Christian Dreesen", betonte Freund. "Es war eine extreme Situation", aber die UEFA wisse, dass die Allianz-Arena "eines der sichersten Stadien ist".

Quelle: ntv.de, tno/sid/dpa

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