Droht das XXXL-Turnier?

FIFA treibt nächste WM-Revolution radikal voran

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Bald könnten 64 Teams um den goldenen Pokal ringen. (Foto: picture alliance / firo Sportphoto / Mexsport)
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31.07.2026 | 16:56 Uhr
Gianni Infantino will nicht nur den Fußball an Investoren verkaufen, auch eine erneute Erweiterung der Weltmeisterschaft steht auf dem Programm. Bereits zeitnah will die FIFA alles Notwendige untersuchen lassen.

Der Weltfußballverband FIFA forciert inmitten der Debatten um Investorenpläne offenbar auch die Ausweitung der nächsten WM-Turniere. Die FIFA leitete kürzlich einen Konsultationsprozess zur Erweiterung auf 64 Mannschaften ein, berichten der US-Sportsender ESPN und der "Guardian", die sich auf Dokumente des Weltverbands berufen.

Bereits bis zum 14. August soll demnach ein Beratungsunternehmen ausgewählt werden, welches bis zum 11. September die Tragfähigkeit einer WM-Erweiterung sowie deren Auswirkungen analysieren soll. Anschließend könnte dann zeitnah eine Entscheidung folgen.

Zur WM 2026 in Kanada, Mexiko und den USA hatte die FIFA Teilnehmerfeld erstmals von 32 auf 48 erweitert. Sollte das Turnier nun noch einmal vergrößert werden, würde es sich innerhalb von nur acht Jahren verdoppeln.

FIFA will "strategische Auswirkungen" prüfen

In der Ausschreibung für die Erweiterungsanalyse heißt es den Berichten zufolge, die FIFA "prüfe die strategischen Auswirkungen einer möglichen Erweiterung der FIFA-Weltmeisterschaft über das derzeitige Format hinaus". Gefordert wird eine Folgenabschätzung hinsichtlich der Turniereinnahmen und "der Veränderungen aus Sicht des Fußball-Ökosystems". Beim jüngsten Turnier hat der Weltverband offenbar bereits die Rekordsumme von 15 Milliarden Dollar an Umsatz erzielt.

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Streich rechnet wütend mit Trump, Infantino und FIFA ab

Die Weltmeisterschaft 2030 wird gemeinsam von Marokko, Portugal und Spanien ausgerichtet, doch einzelne Spiele finden zu Ehren des 100-jährigen Jubiläums des Turniers auch in Argentinien, Paraguay und Uruguay statt. Sowohl der europäische Kontinentalverband UEFA als auch der nord- und mittelamerikanische Verband CONCACAF haben sich bereits gegen einen solchen Erweiterungsschritt ausgesprochen, der die Zahl der Spiele nochmals von 104 auf 128 Partien steigern würde.

Die Pläne für eine noch größere XXXL-WM treibt die FIFA parallel zu den Debatten über einen Investoreneinstieg bei dem weltgrößten Fußballturnier voran. Kritiker hatten unter anderem bereits in diesem Zuge bemängelt, dass ein Einstieg von Investoren aus Profitgründen zu einer Aufstockung des Teilnehmerfelds führen könnte. Aufgrund dieses Vorstoßes von FIFA-Chef Gianni Infantino droht die UEFA bereits mit dem Boykott aller vom Weltverband ausgerichteten Turniere. Auch in Asien sowie in Nord- und Mittelamerika werden die Investorenpläne abgelehnt.

Verwendete Quellen: ntv.de, lme