Fußball

1. FFC tritt als Eintracht an Frankfurt fusioniert für Angriff auf Top-Teams

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Der FFC geht in der Eintracht auf.

(Foto: imago images/Hartenfelser)

Anfang 2000 dominieren die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt national wie international. Mittlerweile ist der Klub aber nur noch Bundesliga-Mittelmaß. Um die Top-Teams aus Wolfsburg und München anzugreifen, schließt sich der siebenfache deutsche Meister mit der Eintracht zusammen.

Die deutschen Fußball-Rekordmeisterinnen des 1. FFC Frankfurt begeben sich ab 1. Juli unter das Dach von Eintracht Frankfurt. Die lange geplante Fusion beider Vereine wurde mit der Vertragsunterschrift vollzogen. Der siebenmalige Meister und viermalige Champions-League-Sieger FFC wird somit als Eintracht Frankfurt antreten und plant den Angriff auf die nationale Spitze. In den vergangenen drei Jahren kam der FFC nicht über Platz fünf hinaus, aktuell liegt die Frankfurterinnen vor Beginn des 20. von 22 Spieltagen auf Rang vier.

"Der 1. FFC hat die Geschichte des deutschen Frauenfußballs in den vergangenen 20 Jahren geprägt wie kein anderer Klub und Frankfurt zu einem herausragenden Standort für den nationalen und internationalen Frauenfußball werden lassen", sagte Eintracht-Vorstand Axel Hellmann. "Dies in einem veränderten Wettbewerbsumfeld zu erhalten, sehen wir für Frankfurt und Hessen, aber auch für den deutschen Spitzenfußball der Frauen als wichtige Aufgabe an."

Der langjährige FFC-Manager Siegfried Dietrich sprach von einem Traum, der in Erfüllung gehe: "Damit geht für uns ein Traum in Erfüllung, nach mehr als zwei Jahrzehnten FFC-Erfolgsgeschichte genau zum richtigen Zeitpunkt unser Know-how, aber auch die Mitarbeiter, Mitglieder und unsere Fans in das Fahrwasser der großen Eintracht-Familie und damit in ein starkes, neues Zuhause mitnehmen zu dürfen." Er nannte die Fusion "historisch und richtungweisend".

Der 1. FFC Frankfurt ging 1998 aus der SG Praunheim hervor, die in den Jahren zuvor jeweils Liga-Zweiter geworden war. In den Nullerjahren dominierte der FFC die Bundesliga und den europäischen Fußball, 2005 holt die Mannschaft um Torjägerin Birgit Prinz 63 von 66 möglichen Punkten, die ewige Tabelle der Bundesliga führt der FFC vor dem 1. FFC Turbine Potsdam und dem MSV Duisburg (vorher FCR 2001 Duisburg) an. Ab 2012 aber zogen in den nationalen Wettbewerben Bayern München und der VfL Wolfsburg dank der Finanzkraft der Männer-Mannschaften vorbei.

Quelle: ntv.de, tsi/sid