Fußball

Rettung für Bundesligisten? Fußballklubs können auf TV-Millionen bauen

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Dank der TV-Gelder können einige Bundesligaklubs wohl ihre finanziellen Sorgen minimieren.

(Foto: imago images/Laci Perenyi)

Womöglich werden gerade bis zu 13 Insolvenzen abgewendet: Die Klubs der 1. und 2. Fußball-Bundesliga können offenbar darauf setzen, ausstehende Millionen der TV-Gelder zu bekommen. Der Pay-TV-Sender Sky sowie ARD und ZDF sollen sich mit der DFL auf Zahlungen geeinigt haben.

Die Deutsche Fußball Liga und der Pay-TV-Sender Sky haben sich nach Informationen der "Bild"-Zeitung auf die Zahlung der vierten und letzten Rate der TV-Gelder an die Klubs der 1. und 2. Bundesliga geeinigt. Demnach solle etwas weniger Geld fließen, dafür aber früher als vereinbart. Weder Sky noch die DFL wollten sich nach Angaben des Blattes zu dem Bericht äußern.

Auch ARD und ZDF seien bereit, ihre nächste Rate zu überweisen, die etwa 40 Millionen Euro beträgt. Und das, obwohl der Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga bis mindestens 30. April ruht und unklar ist, ob und wann die Saison wegen der Coronavirus-Pandemie zu Ende gespielt werden kann. Einzig die Verhandlungen mit Dazn seien schwieriger. Die Streamingplattform zeigt die Freitagsspiele sowie fünf Sonntagsspiele. Mit diesem Vertragspartner geht es um eine Rate von etwa 20 Millionen Euro, heißt es.

Nach "Bild"-Informationen zahlt Sky etwas weniger als ursprünglich vereinbart, aber dafür kommt das Geld schnell. Die letzte Sky-Rate hätte eigentlich schon am 10. April bei der DFL eingehen sollen. Nach einem Bericht des "Kicker" haben die Rechteinhaber die insgesamt 304 Millionen Euro bisher noch nicht überwiesen. Als neuer Zahltag für die 36 Vereine sei nun der 2. Mai vereinbart worden. Allein Sky zahlt der "Bild" zufolge rund 900 Millionen Euro für die 266 Live-Spiele dieser Saison.

Insolvenzen wohl abgewendet

Ohne die Zahlung an die DFL drohe nach "Kicker"-Informationen innerhalb der nächsten zwei Wochen 13 Vereinen, darunter vier Bundesligisten, im Mai und Juni die Insolvenz. Aber die Chancen auf eine zeitnahe Regelung mit den Medienpartnern und eine Zahlung in den kommenden Tagen seien gut.

In der kommenden Woche, am 23. April, wollen die Fußball-Klubs das weitere Vorgehen festlegen. Nach wie vor hofft der Profi-Fußball darauf, die Spielzeit mithilfe von Geisterspielen bis zum 30. Juni beenden zu können. Auf dem Spiel stehen rund 750 Millionen Euro, die bei einem Abbruch der Spielzeit fehlen würden.

Bisher sind aber Geisterspiele nicht sicher, da Bund und Länder sich am Mittwoch auf die Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. August einigten. Konkrete Regelungen, etwa zur Größe der Großveranstaltungen, sollen von den Ländern getroffen werden. Möglicherweise drohen der DFL in den verschiedenen Bundesländern verschiedene Vorgaben, sodass gar nicht an allen Standorten gespielt werden kann. Zuletzt war von rund 240 Personen die Rede, die bei Bundesliga-Geisterspielen im Stadion sein müssten.

Quelle: ntv.de, ara/dpa